Nominierungen für den Electrifying Ideas Award

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Bild: ZVEI/Mark Bollhorst

Eine unabhängige Jury, besetzt mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft hat sechs Unternehmen für den dritten Electrifying Ideas Award nominiert. Die beiden Gewinner werden im Rahmen des eSummit am 22. Mai in Berlin ausgezeichnet. In der Kategorie 1 ‚Etablierte Unternehmen‘ sind dies Dehn, Midea und Swissbit. In der Kategorie 2 ‚Newcomer‘ wurden Ideen der Bergischen Universität Wuppertal, des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS und der Technischen Universität Dresden nominiert.

Mit dem Award prämiert der ZVEI Innovationen und Lösungen, die den effizienten Einsatz von Energie und Ressourcen berücksichtigen und einen Nutzen für die Gesellschaft haben. „Die Anzahl und die Qualität der eingereichten Ideen beeindruckte abermals“, sagt ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel. „So vielfältig die nominierten Projekte sind, haben sie gemeinsam, dass sie uns dabei unterstützen, Ressourcen besser zu nutzen, Prozesse zu vereinfachen oder Energie schlauer einzusetzen oder zu verteilen.“

Kategorie 1: ‚Etablierte Unternehmen‘

  • Dehn, Neumarkt: ‚ABS Base Weight‘ ist eine 3-in-1-Lösung für PV-Anlagen, die Montage, Absturzsicherung und Blitzschutz in einem System vereint. Diese Gemeinschaftsentwicklung von Dehn SE und ABS Safety GmbH bietet hohe Sicherheitsstandards, Energieeffizienz und wirtschaftliche Vorteile. Durch die Integration der drei Gewerke wird Dachfläche gespart, die Dachlast reduziert und die Montagezeit um bis zu 50 Prozent verkürzt. Das kompakte Design minimiert Verschattung, erhöht die Energieausbeute und bietet ein ästhetisches Gesamtbild. Zudem sorgt die integrierte Absturzsicherung für Arbeitssicherheit und der Blitzschutz erhöht den Brandschutz.
  • Midea, Stuttgart: Die ‚Midea H-Pack‘ ist eine kompakte, innenaufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe, die ohne Außengerät auskommt und somit nahezu überall installiert werden kann. Sie bietet eine kostengünstige und flexible Lösung für dicht bebaute Immobilien, da sie einfach an eine herkömmliche Steckdose angeschlossen wird und keine aufwendigen Installationen erfordert. Mit einem Hybrid-Modus, der automatisch zwischen Wärmepumpe und bestehender Gastherme wechselt, bietet sie Kostensicherheit und Effizienz. Die H-Pack ist wartungsfreundlich und arbeitet effizient bis zu -20°C Außentemperatur. Der Marktstart ist für Anfang 2026 geplant.
  • Swissbit, Berlin: Der universelle digitale Hochsicherheitsschlüssel von Swissbit bietet eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und sichere Speicherung in Form eines NFC-Devices, wie einem USB-Stick. Entwickelt in Deutschland und produziert unter Einbeziehung einer europäischen Supply-Chain, fördert er Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung. Das Device unterstützt den digitalen Lebenszyklus gemäß Cyber Resilience Act und bietet Standard-Plugin-Applets für Zugangskontrolle, Zeiterfassung und sichere Passwortspeicherung. Mit integrierter Post-Quanten-Kryptographie und einfacher Programmierung ermöglicht es kundenspezifische Anpassungen und bietet Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit.

Kategorie 2: ‚Newcomer‘

  • Bergische Universität Wuppertal: Das Projekt ‚AtEne‘ bietet eine automatisierte und sektorübergreifende Energieleitplanung für Kommunen, Stadtwerke und Verteilnetzbetreiber, die Strom-, Wärme-, Wasserstoff- und Erdgasnetze integriert. Durch die Entwicklung von Analysetools, die Netzauswirkungen, geplante Maßnahmen und Investitionskosten erfassen und visuell aufbereiten, wird die Planungseffizienz gesteigert. Dies ermöglicht eine gezielte Optimierung von Netzausbau, Umwidmung und Synergien, was zu einer sicheren, kosteneffizienten und nachhaltigen Energieversorgung beiträgt und die Energiewende auf lokaler Ebene beschleunigt.
  • Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltung IIS, Erlangen: Mit dem ‚NeuroQ-Bolt‘ hat das Fraunhofer IIS eine smarte Schraube entwickelt, die kontinuierlich ihre Vorspannkraft und Umgebung überwacht, um frühzeitig Wartungsbedarf zu erkennen und Ressourcenverschwendung durch vernachlässigte Infrastruktur zu vermeiden. Eingesetzt in Bauwerke und Maschinen, nutzt sie neuromorphic Computing und LPWAN-Funksysteme zur Alarmierung bei Anomalien. Mit Energy Harvesting betrieben, reduziert sie den Kontrollaufwand und erhöht die Lebensdauer der Infrastruktur. Die Lösung bietet nachhaltige Sicherheit und Effizienz für Brücken, Windkraftanlagen, Bahn-Infrastruktur und mehr.
  • Technische Universität Dresden: ‚Auteras‘ ist eine KI-gestützte Planungs- und Entwurfssoftware für Gebäudeautomation, die durch No-Code-Programmierung verteilte und vernetzte Software-/Hardware-Systeme integriert. Entwickelt von der TU Dresden, erleichtert sie die Auswahl und Kombination vorgefertigter SW/HW aus umfangreichen Bibliotheken, optimiert die Planungseffizienz und unterstützt kleine Hersteller und Handwerker. Auteras spart bis zu 90 Prozent Entwurfsaufwand, fördert digitale Souveränität und Nachhaltigkeit, und wurde für den Validierungspreis 2025 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nominiert.