
SmartLivingNext, ein Ökosystem für vernetztes, digitales Wohnen, ist konzeptionell abgeschlossen, technologisch implementiert und praktisch erprobt. In den vergangenen drei Jahren haben die sieben Projekte des Technologieprogramms nachgewiesen, dass interoperable Smart-Living-Dienste über einen gemeinsamen Datenraum zuverlässig funktionieren. Dabei handelt es sich um die Handlungsfelder Energie, Wohnungswirtschaft, Assistenz und Pflege, Sicherheit, Komfort sowie Quartierslösungen. Die Voraussetzungen sind gelegt und der Praxistest erfolgreich bestanden, freuen sich die Verantwortlichen.
Auf der SmartLivingNext-Konferenz im Forum Digitale Technologien in Berlin diskutierten am 19. Mai Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Digitalwirtschaft, Wohnungswirtschaft, Industrie, Handwerk und Forschung, wie der Schritt von der Forschung in den Markt gelingen kann und welche Rahmenbedingen erforderlich sind, damit aus technologischen Entwicklungen belastbare Anwendungen und tragfähige Geschäftsmodelle werden. Dr. Alexandra-Gwyn Paetz, Abteilungsleiterin Technologische Souveränität & Innovation, Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), betonte die strategische Bedeutung des vom BMFTR geförderten Technologieprogramms: „SmartLivingNext zeigt, wie sich Künstliche Intelligenz (KI) im Gebäudesektor im Einklang mit nationalen und europäischen Vorgaben sicher und vertrauenswürdig in die Anwendung bringen lässt.“ Flexible KNX-Erweiterung ohne Verkabelung: Die RF+ Funkprodukte von MDT ermöglichen eine einfache Nachrüstung im Bestand, reduziert den Installationsaufwand und bietet energieeffizienten Betrieb mit langer Batterielaufzeit und KNX Secure. ‣ weiterlesen
MDT KNX RF+ Funkprodukte

Damit Smart Home-, Energie- und Gebäudelösungen gut zusammenspielen, braucht es standardisierte und sichere Wege, Daten auszutauschen. In SmartLivingNext wurden zentrale Bausteine für einen souveränen, sicheren und praxistauglichen Datenaustausch im Smart-Living-Bereich entwickelt und in unterschiedlichen Bereichen erprobt. Unternehmen können nun darauf aufbauen, neue Services entwickeln und behalten dabei die Kontrolle über ihre Daten. Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, ordnete den Ansatz im Branchenkontext ein: „SmartLivingNext ist ein relevanter Strukturansatz für die nächste Stufe der Gebäudedigitalisierung. Technische Interoperabilität bleibt wichtig, reicht aber nicht aus. Entscheidend ist die rechtssichere, zustimmungsbasierte und wirtschaftlich tragfähige Verknüpfung verteilter Daten.“
Ein zentrales Ergebnis von SmartLivingNext ist das sogenannte Drei-Level-Modell:
- Level 1 beschreibt das intelligente Gebäude, in dem Daten durch Sensorik und Gebäudeautomation entstehen.
- Level 2 steht für den digitalen Betrieb, in dem Daten gebäudeübergreifend in Prozesse und Services eingebunden werden.
- Level 3 betrachtet Gebäude als Teil einer größeren Infrastruktur, etwa im Quartier oder im Energiesystem.
Erst die Verbindung dieser Ebenen schaffe die Voraussetzung für skalierbare Anwendungen und neue wirtschaftliche Potenziale. Für Michael Schidlack, Principal Researcher bei der Forschungsvereinigung Elektrotechnik beim ZVEI e. V. und Projektleitung des Leitprojekts, liegt darin der entscheidende Fortschritt: „Nicht der einzelne Use Case steht im Mittelpunkt, sondern die strukturierte Verbindung der Ebenen. Erst wenn Daten über diese Level hinweg nutzbar werden, entstehen echte Skalierungseffekte und neue Geschäftsmodelle.“ Wie konkret diese Anwendungen aussehen können, wurde auf der Konferenz anhand mehrerer Use Cases sowie im Rahmen einer begleitenden Ausstellung gezeigt.















