
Das Berliner Unternehmen Metr hat einen Meilenstein erreicht: Die Plattform kann mittlerweile mehr als 200 verschiedene Heizungsregler unterschiedlichster Hersteller digital anbinden und optimieren. Anders als klassische Retrofit-Ansätze integriert die Lösung die vorhandene Regelungstechnik direkt in die digitale Betriebsoptimierung und macht damit auch ältere Bestandsanlagen intelligent steuerbar.
Rund 21 Millionen Heizungsanlagen sind in Deutschland im Einsatz, viele davon älter als 20 Jahre. Gleichzeitig ist der Gebäudebestand von einer enormen technischen Vielfalt geprägt: Unterschiedliche Hersteller, Baujahre und Steuerungssysteme erschweren eine einheitliche Digitalisierung. „Deutschlands Heizungskeller sind ein Spiegel des Gebäudebestands: alt, heterogen und kaum digitalisiert. Genau darin liegt aber auch die größte Chance – denn Effizienzpotenziale schlummern in Millionen bestehender Anlagen“, sagt Dr. Franka Birke, CEO von Metr. „Die Energiewende entscheidet sich nicht im Neubau, sondern im Bestand.“
Die Steuerungstechnik im Gebäudebestand stellt eine besondere Herausforderung dar. Neben gängigen Systemen großer Hersteller gibt es eine Vielzahl älterer oder firmenspezifischer Regler. Viele dieser Systeme verfügen über keine dokumentierten Schnittstellen. Die älteste von Metr angebundene Anlage stammt aus dem Jahr 1983. „Unterschiedliche Hersteller und Jahrzehnte an Gerätegenerationen machen eine einheitliche Digitalisierung extrem anspruchsvoll. Wir arbeiten mit völlig unterschiedlichen Regelungslogiken, proprietären Bussystemen und historisch gewachsenen Steuerungsarchitekturen“, erklärt Maximilian Thumfart, CTO von Metr.
Um diese Vielfalt abzubilden, hat das Unternehmen eine technologische Basis aufgebaut. Die direkte digitale Anbindung von über 200 verschiedenen Heizungsreglern ermöglicht eine skalierbare Digitalisierung heterogener Bestandsanlagen – ohne die bestehende Regelungstechnik vollständig austauschen zu müssen.

















