Wachstumsimpulse für den Smart-Living-Markt

Präsentieren die Berliner Erklärung auf den Tagen der digitalen Technologien: Claus Wedemeier, GDW; Paul Seifert, ZVEH; Mike Heider, SmartHome Initiative e. V.; Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK); Adalbert Neumann, Wirtschaftsinitiative Smart Living; Wolfgang Weber, ZVEI; Christina Decker, BMWK; Axel Voss, BMWK (v. li.)
Präsentieren die Berliner Erklärung auf den Tagen der digitalen Technologien: Claus Wedemeier, GDW; Paul Seifert, ZVEH; Mike Heider, SmartHome Initiative e. V.; Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK); Adalbert Neumann, Wirtschaftsinitiative Smart Living; Wolfgang Weber, ZVEI; Christina Decker, BMWK; Axel Voss, BMWK (v. li.)Bild: ©Wolfgang Borrs

Auf den Tagen der digitalen Technologien vom 7. bis 8. Oktober in Berlin unterzeichneten Vertreter aus Industrie, Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Handwerk, die sich u.a. in der Wirtschaftsinitiative Smart Living e.V. zusammengeschlossen haben, eine gemeinsame Erklärung, mit der sie den Weg für eine neuartige, vollständige und KI-fähige Digitalisierung von Wohngebäuden frei machen. Das soll für den Smart-Living-Markt in Deutschland und Europa entscheidende Wachstumsimpulse setzen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderte Technologieprogramm SmartLivingNEXT schafft dafür die Voraussetzungen. Für deutsche Unternehmen und Startups bestehe damit die Chance, sich einen technologischen Vorsprung im globalen Wettbewerb zu sichern.

Kernelement des technologischen Konzepts ist ein geteilter Datenraum, mit dem sich digitale Smart-Living-Anwendungen einfacher und kostengünstiger entwickeln und betreiben lassen als bisher. Das liegt insbesondere daran, dass über den Datenraum erstmals ein einheitlicher Zugriffspunkt auf alle gebäuderelevanten Daten geschaffen wird. Mit diesem können sich Wohnungswirtschaft, Softwareentwickler, das Handwerk, aber auch private Nutzerinnen und Nutzer digital verbinden. Anschließend sind sie in der Lage, Daten autorisiert zu empfangen, die für ihre jeweilige Anwendung benötigt werden. So lassen sich verschiedene Systeme und die damit entstehenden Daten wie Energieverbräuche, Geräte- oder sonstige Sensordaten neu miteinander kombinieren und auch in anonymisierter Form für das Training von entsprechenden KI-basierten Anwendungen einsetzen. Die Besonderheit des technologischen Konzepts ist, dass es eine einheitliche Semantik zur Beschreibung aller Daten nutzt. Damit funktioniert es unabhängig von den jeweils verbauten oder genutzten herstellerspezifischen Hardwarekomponenten.

„Deutschland nimmt mit SmartLivingNEXT bei der Digitalisierung von Wohngebäuden eine besondere Vorreiterrolle ein. Die Einführung von SmartLivingNEXT markiert einen Meilenstein in der Entwicklung des nach europäischen Wertevorstellungen realisierten Smart-Living-Ökosystems“, erklärt Michael Schidlack, Principial Researcher bei der Forschungsvereinigung Elektrotechnik (FE) beim ZVEI e. V. und Konsortialleitung im Leitprojekt. „In den kommenden Jahren erwarten wir auf Basis von SmartLivingNEXT zahlreiche neue, innovative Anwendungen, die unsere Lebens- und Wohnumgebungen nachhaltiger gestalten. So können Software-Unternehmen zukünftig smarte Anwendungen leichter erstellen und gebäudeübergreifend einsetzen.“

Inzwischen wurden erste Gebäude exemplarisch an den geteilten Datenraum des Technologieprogramms, den SmartLivingNEXT Dataspace, angeschlossen. Erste Anwendungen dazu konnten auf den Tagen der digitalen Technologien bereits gezeigt werden.