Zukunft der elektronischen Zutrittskontrolle: Mechatronik und Wireless-Technologie

Zukunft der elektronischen Zutrittskontrolle: Mechatronik und Wireless-Technologie

In zehn Jahren werden laut Sicherheitsexperten insgesamt 90% aller Türen, die in einer Zutrittskontrollanlage relevant sind, mit einem mechatronischen, batteriebetriebenen, zentral gesteuerten Schließzylinder ausgestattet sein. Mechatronische Schließtechnik und Wireless-Technologien haben Zukunft; schon heute ist eine hohe Akzeptanz der Komponenten feststellbar.
Der Komfort des online-kontrollierten Systems, die bequeme handsfree-Bedienung für den Nutzer und die Kostenreduzierung durch den geringen Installationsaufwand pro Tür bieten entscheidende Vorteile gegenüber konventionellen elektronischen Zutrittskontrollsystemen. Die Online-Kontrolle ermöglicht darüber hinaus weitere Kostenreduzierungen durch einen geringen Administrationsaufwand, da einzelne Türen nicht zur Programmierung oder zum ‚Update‘ besucht werden müssen. Alle Aufgaben sind von zentraler Stelle aus, praktisch auf Knopfdruck, zu erledigen. Für Sicherheitsentscheider in Behörden, Industrie und Wirtschaft zeigt sich hier eine Entwicklung von hoher Relevanz.

Konventionell oder mechatronisch?

Beide Systeme werden von einem zentralen Rechner online programmiert und bieten so hohen Bedienkomfort und schnelle Reaktionszeiten bei z.B. Kartenverlusten, personellen oder räumlichen Veränderungen. Beim konventionellen System ist dazu jedoch eine Vielzahl von Leitungen erforderlich. So muss für einen elektrischen Türöffner ein Kabel vom Controller aus durch den Türrahmen (Zarge) verlegt werden. Bei einem Motorschloss müsste das Kabel sogar innerhalb der Tür verlegt werden. Vom Kartenleser wird ein Kabel zum Controller benötigt und dieser wiederum muss per Kabel an den Leitrechner angeschlossen sein. Diese Installationen sind kostenaufwendig sowie zeitintensiv. Und: Bei vielen für die Zutrittskontrolle relevanten Brandschutztüren oder in Flucht- und Rettungswegen sind nachträgliche Veränderungen, wie das Anbringen von Kabeln, durch Richtlinien stark eingeschränkt oder verboten. Der Einsatz von Wireless-Technologien in Verbindung mit mechatronischer Zutrittskontrolle moderner Bauart bietet hier einen völlig anderen Ansatz: Mechatronische Zutrittskontrollsysteme sind batteriebetrieben und benötigen keine zusätzliche Spannungsversorgung. Sie sind handsfree bedienbar und online über Access Points mit dem Leitrechner zu verbinden. Damit wird die Installation einfach, schnell und kostengünstig.

Funktionsweise

Der Initiator der Kommunikation im Netzwerk ist immer das Gerät an der Tür. Von hier aus wird entweder ereignis- oder zeitgesteuert die Verbindung zu einem Access Point aufgenommen. Alle Komponenten, die in konventionellen Systemen separat montiert und installiert werden müssen, sind hier in einer Einheit integriert, die entsprechend leicht in der Tür zu montieren ist. Ein batteriebetriebener Schließzylinder besteht aus einem Kartenleser für 125kHz-Transponder, einem Controller zur Prüfung der Zutrittsberechtigungen und einem Stellglied, das wie ein Elektro-Türöffner die Tür freigibt bzw. sperrt. Die Betätigung erfolgt einfach durch das Drehen des Knaufes. Bei einem elektronischen Türbeschlag wird der Drücker bedient. Die erforderliche Betriebsspannung für bis zu 50.000 Betätigungen erhält der Schließzylinder aus einer integrierten Hochleistungsbatterie. Bei einem komfortablen System mit aktiver Transponder-Technologie ermöglicht die Verwendung einer 3D-Spule für 125kHz-Signale die Kommunikation des Transponders mit Schließzylindern und Beschlägen auf einer Entfernung von bis zu 80cm – unabhängig von der Ausrichtung des Transponders. So ist eine handsfree-Bedienung möglich, der Schlüssel kann in der (Mantel)-Tasche bleiben. Wird der aktive Komfort-Transponder nicht benutzt, fällt er in einen ‚Sleep-Mode‘, bei dem praktisch keine Energie aus der Batterie entnommen wird. Im Moment der ersten Drehbewegung des Knaufs zum Öffnen der Tür wird der Transponder geweckt und sendet seine UID an den Schließzylinder. Der im Schließzylinder integrierte Controller prüft die Daten und entscheidet ohne Zeitverzögerung, ob eine Schließberechtigung besteht. Ein Access Point bildet die Schnittstelle zwischen kabellos und konventionell. Er wird an zentraler Stelle, z.B. im Gebäude, an der Decke montiert und kann hier in das Leitungsnetz eingebunden werden. Die mechatronischen Zylinder sind über die Access Points in das IP-Netzwerk integriert und können so online programmiert werden. Damit ermöglicht der Einsatz der Access Points auch in größeren Bürogebäuden eine erhebliche Reduzierung des Betreuungsaufwands – das Programmieren vom Schreibtisch aus ist besonders komfortabel; Änderungen an den Schließberechtigungen lassen sich direkt vom PC zum jeweiligen Zylinder senden und sind sofort wirksam. In umgekehrter Richtung werden Ereignisse am Zylinder in Echtzeit an den Access Point gesendet und von dort auf den zentralen PC weitergeleitet. Mit einer Reichweite von ca. 50m innerhalb von Gebäuden ist der Access Point flexibel einsetzbar und kann die Schließzylinder sogar Etagen übergreifend erreichen und mit dem Leitrechner verbinden. Mit dem Einsatz von Repeatern kann das Funknetzwerk außerdem kostengünstig und kabelfrei erweitert werden. Die Verwaltung von bis zu zehn Geräten kann ein Access Point ohne spürbaren Zeitverlust bei der Programmierung oder Ereignisübertragung bewältigen. Geräte und Access Points werden nicht zueinander adressiert, sodass jedes Gerät jeden erreichbaren Access Point gleichwertig nutzen kann. Dieses sich selbstorganisierende Funknetz ist außerdem einfach zu projektieren und installieren und sorgt für hohe Stabilität im Betrieb.

Weiterführende Anwendungen

Ein Zutrittskontrollsystem dieser Bauart kann nicht nur den automatischen Eintritt in ein Lesefeld erkennen, sondern auch den Austritt. Dadurch erschließen sich völlig neuartige Kombinationen, die auch bereits erfolgreich in der Praxis im Einsatz sind:
– Weitbereichsleser für Tracking, Arbeitssicherheit,
– IT-Sicherheit mit automatischer Sperre des PCs beim Verlassen des Arbeitsplatzes,
– Personenschutz, Wegläufererkennung bei desorientierten Personen,
– einfache Erfüllung hygienischer Vorhaben im Healthcare/Klinik-Umfeld: Der Active Key muss nicht mehr in die Hand genommen werden,
– Zufahrtskontrolle durch Erkennung der Transponder innerhalb von Fahrzeugen.

Ausgabe:
CES-Gruppe
www.ces-tronics.de

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Zukunft der elektronischen Zutrittskontrolle: Mechatronik und Wireless-Technologie

In zehn Jahren werden laut Sicherheitsexperten insgesamt 90% aller Türen, die in einer Zutrittskontrollanlage relevant sind, mit einem mechatronischen, batteriebetriebenen, zentral gesteuerten Schließzylinder ausgestattet sein. Mechatronische Schließtechnik und Wireless-Technologien haben Zukunft; schon heute ist eine hohe Akzeptanz der Komponenten feststellbar.
Der Komfort des online-kontrollierten Systems, die bequeme handsfree-Bedienung für den Nutzer und die Kostenreduzierung durch den geringen Installationsaufwand pro Tür bieten entscheidende Vorteile gegenüber konventionellen elektronischen Zutrittskontrollsystemen. Die Online-Kontrolle ermöglicht darüber hinaus weitere Kostenreduzierungen durch einen geringen Administrationsaufwand, da einzelne Türen nicht zur Programmierung oder zum ‚Update‘ besucht werden müssen. Alle Aufgaben sind von zentraler Stelle aus, praktisch auf Knopfdruck, zu erledigen. Für Sicherheitsentscheider in Behörden, Industrie und Wirtschaft zeigt sich hier eine Entwicklung von hoher Relevanz.

Konventionell oder mechatronisch?

Beide Systeme werden von einem zentralen Rechner online programmiert und bieten so hohen Bedienkomfort und schnelle Reaktionszeiten bei z.B. Kartenverlusten, personellen oder räumlichen Veränderungen. Beim konventionellen System ist dazu jedoch eine Vielzahl von Leitungen erforderlich. So muss für einen elektrischen Türöffner ein Kabel vom Controller aus durch den Türrahmen (Zarge) verlegt werden. Bei einem Motorschloss müsste das Kabel sogar innerhalb der Tür verlegt werden. Vom Kartenleser wird ein Kabel zum Controller benötigt und dieser wiederum muss per Kabel an den Leitrechner angeschlossen sein. Diese Installationen sind kostenaufwendig sowie zeitintensiv. Und: Bei vielen für die Zutrittskontrolle relevanten Brandschutztüren oder in Flucht- und Rettungswegen sind nachträgliche Veränderungen, wie das Anbringen von Kabeln, durch Richtlinien stark eingeschränkt oder verboten. Der Einsatz von Wireless-Technologien in Verbindung mit mechatronischer Zutrittskontrolle moderner Bauart bietet hier einen völlig anderen Ansatz: Mechatronische Zutrittskontrollsysteme sind batteriebetrieben und benötigen keine zusätzliche Spannungsversorgung. Sie sind handsfree bedienbar und online über Access Points mit dem Leitrechner zu verbinden. Damit wird die Installation einfach, schnell und kostengünstig.

Funktionsweise

Der Initiator der Kommunikation im Netzwerk ist immer das Gerät an der Tür. Von hier aus wird entweder ereignis- oder zeitgesteuert die Verbindung zu einem Access Point aufgenommen. Alle Komponenten, die in konventionellen Systemen separat montiert und installiert werden müssen, sind hier in einer Einheit integriert, die entsprechend leicht in der Tür zu montieren ist. Ein batteriebetriebener Schließzylinder besteht aus einem Kartenleser für 125kHz-Transponder, einem Controller zur Prüfung der Zutrittsberechtigungen und einem Stellglied, das wie ein Elektro-Türöffner die Tür freigibt bzw. sperrt. Die Betätigung erfolgt einfach durch das Drehen des Knaufes. Bei einem elektronischen Türbeschlag wird der Drücker bedient. Die erforderliche Betriebsspannung für bis zu 50.000 Betätigungen erhält der Schließzylinder aus einer integrierten Hochleistungsbatterie. Bei einem komfortablen System mit aktiver Transponder-Technologie ermöglicht die Verwendung einer 3D-Spule für 125kHz-Signale die Kommunikation des Transponders mit Schließzylindern und Beschlägen auf einer Entfernung von bis zu 80cm – unabhängig von der Ausrichtung des Transponders. So ist eine handsfree-Bedienung möglich, der Schlüssel kann in der (Mantel)-Tasche bleiben. Wird der aktive Komfort-Transponder nicht benutzt, fällt er in einen ‚Sleep-Mode‘, bei dem praktisch keine Energie aus der Batterie entnommen wird. Im Moment der ersten Drehbewegung des Knaufs zum Öffnen der Tür wird der Transponder geweckt und sendet seine UID an den Schließzylinder. Der im Schließzylinder integrierte Controller prüft die Daten und entscheidet ohne Zeitverzögerung, ob eine Schließberechtigung besteht. Ein Access Point bildet die Schnittstelle zwischen kabellos und konventionell. Er wird an zentraler Stelle, z.B. im Gebäude, an der Decke montiert und kann hier in das Leitungsnetz eingebunden werden. Die mechatronischen Zylinder sind über die Access Points in das IP-Netzwerk integriert und können so online programmiert werden. Damit ermöglicht der Einsatz der Access Points auch in größeren Bürogebäuden eine erhebliche Reduzierung des Betreuungsaufwands – das Programmieren vom Schreibtisch aus ist besonders komfortabel; Änderungen an den Schließberechtigungen lassen sich direkt vom PC zum jeweiligen Zylinder senden und sind sofort wirksam. In umgekehrter Richtung werden Ereignisse am Zylinder in Echtzeit an den Access Point gesendet und von dort auf den zentralen PC weitergeleitet. Mit einer Reichweite von ca. 50m innerhalb von Gebäuden ist der Access Point flexibel einsetzbar und kann die Schließzylinder sogar Etagen übergreifend erreichen und mit dem Leitrechner verbinden. Mit dem Einsatz von Repeatern kann das Funknetzwerk außerdem kostengünstig und kabelfrei erweitert werden. Die Verwaltung von bis zu zehn Geräten kann ein Access Point ohne spürbaren Zeitverlust bei der Programmierung oder Ereignisübertragung bewältigen. Geräte und Access Points werden nicht zueinander adressiert, sodass jedes Gerät jeden erreichbaren Access Point gleichwertig nutzen kann. Dieses sich selbstorganisierende Funknetz ist außerdem einfach zu projektieren und installieren und sorgt für hohe Stabilität im Betrieb.

Weiterführende Anwendungen

Ein Zutrittskontrollsystem dieser Bauart kann nicht nur den automatischen Eintritt in ein Lesefeld erkennen, sondern auch den Austritt. Dadurch erschließen sich völlig neuartige Kombinationen, die auch bereits erfolgreich in der Praxis im Einsatz sind:
– Weitbereichsleser für Tracking, Arbeitssicherheit,
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