Gebäudeleittechnik mit Energiemanagement

Höhere Ausfallsicherheit und sinkende Energiekosten

Gebäudeleittechnik mit Energiemanagement

Beim Betrieb von Rechenzentren spielen neben der Betriebssicherheit die Stromkosten und damit ein effizientes Energiemanagement eine wichtige Rolle. Ein in die Gebäudeleittechnik (GLT) integriertes Energiemanagement bietet daher deutliche Vorteile. Auf ein solches System setzt Die Telekom-Tochter Itenos in fünf seiner Rechenzentren in Deutschland.

 (Bild: Itenos)

(Bild: Itenos)

Häufig werden Energie-Monitoring und -Controlling unabhängig von der Gebäudeleittechnik gesehen. Dabei ist es sinnvoll, die Erkennung eines Mehrverbrauchs, die Analyse von Fehlern (z.B. aufgrund defekter oder falsch eingestellter Anlagen) sowie die anschließende Korrektur bzw. Reparatur über ein einziges System zu handhaben. Die Telekom-Tochter Itenos aus Bonn ist an fünf Standorten in Deutschland mit Rechenzentren vertreten. Seit 2018 nutzt das Unternehmen die Vorteile eines Komplettsystems zur Steigerung der Ausfallsicherheit bei gleichzeitiger Senkung der Energiekosten.

Ein System für alle Standorte

Umfangreiche Möglichkeiten zur Erstellung von Reports und Energieberichten (Bild: Iconag-Leittechnik GmbH)

Umfangreiche Möglichkeiten zur Erstellung von Reports und Energieberichten (Bild: Iconag-Leittechnik GmbH)

„In Rechenzentren wird die Gebäudeautomation durch den Einsatz von B-Con, unserer Software für herstellerneutrale Management- und Bedieneinrichtung (MBE) mit integriertem Energiemanagement-System, komplettiert. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich durch mehr Transparenz und eine effiziente Betriebsführung der Gebäudeautomation bis zu 40% Energie einsparen lassen. B-Con eignet sich zur Unterstützung des technischen Betriebs von Rechenzentren, wird aber auch in anderen Gebäudetypen eingesetzt“, so Harald Puhl, Projektleiter bei Iconag. Mithilfe der Software lassen sich alle technischen Gewerke in den Itenos-Rechenzentren standortübergreifend über ein System managen und bedienen. Dabei geht es um eine sechsstellige Zahl an Datenpunkten. Das integrierte Energie-Managementsystem (EnMS) zeigt Verbräuche und Lastspitzen sowie deren Verursacher in Echtzeit und ermöglicht die Durchführung verschiedener, liegenschaftsübergreifender Analysen und automatisierte Reports in einer Systemumgebung. So lassen sich z.B. mehrere Liegenschaften und Anlagen direkt miteinander vergleichen oder über eine Saison witterungsbereinigt bewerten.

Unkomplizierte Migration dank BACnet

Alarm- und Ereignis-Management mit Ankopplung an das Ticketsystem Jira (Bild: Iconag-Leittechnik GmbH)

Alarm- und Ereignis-Management mit Ankopplung an das Ticketsystem Jira (Bild: Iconag-Leittechnik GmbH)

Durch eine in Bezug auf die IT-Sicherheit unkomplizierte Netzwerk-Integration und Systembedienung über Webbrowser per HTML5 sind Einrichtung und Betrieb durch Itenos-eigene Mitarbeiter leistbar. BACnet bildet die Basis für die herstellerübergreifende Vernetzung der Anlagentechnik. Thomas Schreiner, Leiter Operations im Bereich Datacenter bei Itenos, gibt abschließend einen kleinen Einblick in die Vorteile einer standortübergreifenden Vernetzung über BACnet in Verbindung mit B-Con: „Der Retrofit eines Rechenzentrums im laufenden Betrieb muss sorgsam geplant werden. Mit der erarbeiteten Strategie werden u.a. die vorhandenen GA-Systeme für BACnet ertüchtigt. Dadurch wird ein nahtloses Ablösen des vorhandenen Bestandssystems mit einer deutlichen Verbesserung des Alarm-Managements und Live-Monitoring ermöglicht, inkl. einer Ankopplung an unser hausinternes Ticketsystem Jira. Dank eines vereinheitlichten Kennzeichnungssystems kann die Bezeichnung der Objekte und deren Funktionen direkt aus dem BACnet-Netzwerk ausgelesen und verarbeitet werden, ganz im Sinne des Building Information Management (BIM). Die Systemlösung ist einfach zu handhaben und konnte zum allergrößten Teil durch unsere Mitarbeiter eigenständig umgesetzt werden.“

ICONAG-Leittechnik GmbH
www.iconag.de

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