54% der Elektrokonstrukteure ohne Zeit für Innovation

p studie3
Bild: WSCAD GmbH

Mehr als die Hälfte aller E-CAD-Anwender hat keine Zeit mehr für Innovation. Das ist das zentrale Ergebnis einer Befragung von 1.267 Fachleuten aus 40 Ländern, aus Maschinenbau, Anlagenbau, Gebäudeautomation und Elektroinstallation, die das Unternehmen WSCAD veröffentlicht hat. Die Studie ‚Die Zukunft der Elektrokonstruktion – KI als Katalysator für Produktivität und Transformation‘ analysiert den Ist-Zustand einer Branche unter Dauerdruck und zeigt konkret, was künstliche Intelligenz im Engineering-Alltag bereits heute leisten kann und welche Auswirkungen KI auf Jobs und Branche haben wird.

Branche im Vollgas-Modus, ohne strukturelle Entlastung

54% der Befragten geben an, keine Zeit für Innovationen oder die Verbesserung ihrer Arbeitsabläufe zu haben. Gleichzeitig fließt ein erheblicher Teil der Arbeitszeit in Tätigkeiten mit geringer Wertschöpfung: Rund 40% der Zeit entfällt auf die Suche nach Komponenten, die Erstellung und Pflege von Dokumentation sowie die Korrektur wiederkehrender Fehler. Die Kernkompetenz – das Erstellen von Plänen – kommt dabei zu kurz. Hinzu kommt eine alternde Anwenderschaft mit hohem Erfahrungsniveau und geringem Nachwuchs.

KI holt zurück, was Routine verschluckt

Erste Praxiserfahrungen mit der KI-integrierten WSCAD-Plattform Electrix AI zeigen, wie viel Zeit auf dem Tisch liegt. Messungen zufolge lassen sich Materiallisten und Klemmenpläne um mehr als 92% schneller erstellen, Fehlerprüfungen bis zu 98% schneller durchführen und Makros über 95% schneller platzieren als bisher, so die Entwickler.

Die Studie unterscheidet zwischen zwei Entwicklungsstufen: CAD-Systemen mit ergänzenden non-disruptiven KI-Funktionen einerseits und disruptiven KI-nativen Engineering-Plattformen andererseits. Erstere beschleunigen und verbessern bestehende Abläufe, letztere verändern die Arbeitslogik bis hin zu Berufsbildern und Märkten grundlegend, so die Erhebung. Statt Schaltpläne manuell zu zeichnen und iterativ anzupassen, definieren Ingenieure Zielzustände und Randbedingungen – das System generiert Lösungsvorschläge, prüft Normenkonformität und sichert Unternehmenswissen strukturell.