Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Smart Home
überall

in diesem Jahr ist vernetzte Gebäudetechnik in aller Munde. Die Thematik ist Branchen- und Zielgruppen übergreifend auf vielen Messen präsent. Das Motto der Light+Building in Frankfurt war digital, individuell, vernetzt; die IFA in Berlin schrieb sich Smart Home als Schwerpunkt auf die Fahnen; auf der Security in Essen standen IP-Sicherheitslösungen im Vordergrund. Damit ist das Rennen um die beste Smart Home-Lösung eröffnet, könnte man denken. Doch die Angelegenheit ist weitaus differenzierter, als es den Anschein hat. Es stellt sich auch die Frage, für wen sich ein Smart Home oder Smart Building überhaupt lohnt. Und worin besteht für den Verbraucher oder Endkunden überhaupt der Anreiz, sich intelligente Lösungen ins Haus oder Gebäude zu holen? Bei Nichtwohngebäuden lohnt sich eine Automatisierung der Gebäudetechnik vor allem aus Energieeffizienz-Aspekten. Hier kommt der Effekt hinzu, dass sich den ganzen Tag Menschen in dem Gebäude aufhalten, die die Rechnung für Heizung und Strom nicht zahlen müssen und dadurch die Sparmoral eher niedrig ist. Also lohnen sich z.B. Präsenzmelder, die Licht und Heizung ausschalten, wenn sich keiner mehr im Raum befindet, in doppelter Hinsicht. Bei Wohnhäusern steht eher der Komfortgewinn im Vordergrund, wenn es darum geht, Jalousien, Licht, Heizung, Klima und Türkommunikation komplett miteinander zu vernetzen und mit Smartphone oder Tablet bequem vom Sofa aus zu steuern. Ob nun ein Plug and Play-System geeignet ist oder doch eine Lösung aus dem mittleren Preissegment mit besserer Funktionalität, Erweiterbarkeit und mehr Sicherheit in der Anwendung den Ansprüchen genügt oder letzendlich eine High-End-Gebäudeautomation sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Zum einen von der Gebäudeart und zum anderen von der gewünschten Funktionalität sowie auch von den Anforderungen an die Sicherheit. Eine pauschale Aussage über die Eignung eines Smart Home-Systems lässt sich somit nicht ohne Weiteres machen.



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