Bedarfsgerechte Regelung

Viele der Raumautomationsfunktionen folgen im Grunde genommen einer einfachen Logik: Es wird nur die Energie bereitgestellt, die im Raum wirklich benötigt wird. Das beginnt bereits mit der Bereitstellung von Wärme und Kälte, die mithilfe elektronisch geregelter, variabler Volumenstromregler über die raumlufttechnischen Anlagen erfolgt. Trinkwarmwasser wird über vollautomatische Armaturen zur Verfügung gestellt und über dezentrale, elektronische Kleindurchlauferhitzer moderat erwärmt. Eine wichtige Rolle spielen elektronische Präsenzmelder, die in den Büroräumen in eigens dafür entwickelte Leuchten integriert sind. Betritt eine Person den Raum, geht automatisch das Licht an – eine Minute nach Verlassen des Raums geht es wieder automatisch aus. Die indirekte Komponente der Leuchten ist darüber hinaus tageslichtabhängig geregelt und wird durch direkte Akzente ergänzt. Der außenliegende Sonnenschutz ist motorbetrieben und verhindert nicht nur Blendung sondern zu hohe Kühllasten im Sommer. Schalter sucht man in den meisten Räumen vergeblich. Jeder Nutzer hat dafür die Möglichkeit, auf das Raumklima durch eine ‚PC-App‘ individuell Einfluss zu nehmen.

Gebäude-System-Design

Als ausschlaggebend für die Realisierung eines hocheffizienten Raum- bzw. Gebäudeautomationssystems zeigt sich in dem zuvor skizzierten Gestaltungsprozess des Dial-Neubaus zunächst ein technisches Gesamtkonzept (Gebäude-System-Design). In diesem werden auf Basis einer dezidierten Projektanalyse alle wesentlichen Merkmale der Betriebs- und Bedienungsphilosophie des Gebäudes und seiner Räume bereits zum frühen Zeitpunkt des Architekturentwurfs gestaltet und bilden insofern die essentielle Voraussetzung für eine erfolgreiche Systemintegration moderner Informationstechnologien.



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