Höherer Aufwand bedeutet höchsten Schutz

Datensicherungsräume schützen vor vielen physikalischen Gefahren, wie Feuer, Fremdzugriff, Einbruch usw. (Bild: DC-Datacenter-Group GmbH)
Datensicherungsräume schützen vor vielen physikalischen Gefahren, wie Feuer, Fremdzugriff, Einbruch usw. (Bild: DC-Datacenter-Group GmbH)

In der Regel unterziehen sich Hersteller zudem weiteren Schutzprüfungen. Beispiele sind zusätzliche Einbruchsprüfungen und eine Prüfung auf Wasserdichtigkeit. Ferner sind gute Datensicherungsräume modular, de- und remontierbar. RZ-Betreiber haben dadurch eine höhere Investitionssicherheit, da sie ihre Sicherheitszelle bei einem etwaigen Standortwechsel mitnehmen können. Ein weiterer Vorteil dieser modularen und vorproduzierten Lösungen ist die schnelle Verfügbarkeit und Montage.

Sinkende Kosten bedeuten steigendes Risiko

Sicherlich können Datacenter-Betreiber auch nicht EN1047-2 typgeprüfte und damit günstigere Lösungen umsetzen. Beispielsweise können die bauseitigen Betonwände oder Mauerwerke, die durch Brandlasten gefährdet sind, mit Brandschutzmaterialien wie Gipskarton verkleidet werden. Dies ist grundsätzlich möglich, um die Brandschutzwertigkeit von EI90 auf EI180 zu erhöhen. Jedoch bleiben dann Bauteile wie Türen, Schotts oder Klimatisierungsöffnungen unverstärkt. Zudem löst das nicht das Problem der viel zu hohen Temperaturgrenzwerte normaler Baunormen. Schließlich ist damit keine Lösung gegen eindringenden Wasserdampf gegeben. Denn: Auch das Abdichten der Wände mit einer Folie, bot bislang keine nachweisbare dampfdichte Alternative. Datensicherungsräume nach EN1047-2 bestehen hingegen aus Sandwichpanelen, also einem äußeren und inneren Stahlblech, welches mit Isoliermaterialien komplettiert wird. In der Wandung sind spezielle Brandschutz- und Gummidichtungen integriert, die den benötigten Brandschutz und Wasserdampfschutz bieten.



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