
11.000m² Fertigungserweiterung warten auf die Genehmigung, 23.000m² Logistik mit einer Fläche von vier Fußballfeldern und damit insgesamt über 100Mio.€ Investitionskosten werden am aktuell Standort von OBO in Menden realisiert. Ein neues Logistikzentrum ist außerdem Anfang des Jahres an den Start gegangen und versorgt von Menden aus alle Unternehmensstandorte weltweit. International ist OBO an den Standorten Ungarn, Schweiz, Großbritannien und Indien um weitere 28.000m² in den vergangenen 16 Monaten gewachsen, berichtete der 79-jährige Ulrich Bettermann, Verwaltungsratspräsident des Unternehmens, am 4. Februar vor Journalisten am Sitz des Unternehmens. Im Anschluss stellte er die drei langjährigen Geschäftsführer des Konzerns vor, die bereits seit mehreren Jahren mit ihm gemeinsam die Geschichte des Entwicklers von Elektroinstallationstechnik geschrieben haben.

„OBO wächst im In- und Ausland. Mit dem neuen Logistikzentrum und Zentrallager können wir langfristig unsere nationalen und internationalen Kunden zuverlässig und schnell bedienen“, erklärte Bettermann. Moderne Technik und angeschlossene Produktion in direkter Nachbarschaft zu dem vor einem Jahrzehnt errichteten und 2025 auf 38.000m² erweiterten Metallkompetenzzentrum sorgen für kurze und nachhaltige Transportwege. Die Stromversorgung erfolgt zu einem großen Teil mit Solarstrom aus der unternehmenseigenen Photovoltaik-Anlage, die auf dem neuen Gebäude nochmals erweitert worden ist. Zu den bisher vorhandenen 40.000m² Lagerflächen kommen nun 23.000m² mit elektrischen Transportsystemen hinzu, die fahrerlos die Hallen bedienen. Ebenfalls wurden die Büro- und Verwaltungsbereiche für die Logistik neu gebaut, in denen 105 Mitarbeitende beschäftigt sind.

„Wo die deutsche Wirtschaft seit Jahren schwächelt, haben wir einmal mehr antizyklisch gehandelt und kräftig investiert“, betonte Ulrich Bettermann. Aber auch am größten Fertigungsstandort in Bugyi nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest hat OBO im vergangenen Jahr 35Mio.€ in eine erweiterte Zentrallogistik und Fertigung investiert. Im Schweizer Werk wurde zusätzlich ein komplett neues Logistikzentrum für 8Mio.CHF errichtet. Die Tochtergesellschaft in Großbritannien befand sich bisher in angemieteten Räumlichkeiten. Auch dort wurde ein komplett neues Werk mit angeschlossenem Logistikzentrum errichtet. Der Standort Indien wird sich noch in diesem Jahr sowohl umsatz- als auch flächenmäßig verdoppeln. OBO USA ist 2025 ebenfalls in neue eigene Räumlichkeiten gezogen und wächst ähnlich wie die Tochtergesellschaft in China.

„Niemals geht man so ganz“
„Der Kurs steht weiter klar auf Wachstum. Wir streben nach der ersten auch die zweite Umsatzmilliarde an“, so Bettermann. Operativ ist dafür nun die dreiköpfige Geschäftsführung des Unternehmens mit Prof. Dr. Robert Gröning, Christoph Palausch und Lajos Hernádi zuständig, die allesamt seit vielen Jahren dem Unternehmen an der Spitze angehören.
Ulrich Bettermanns Ausscheiden aus der Geschäftsführung sei weder ein Abschied von der Arbeit und schon gar nicht aus dem Unternehmen, dessen oberstem Kontrollgremium er als Verwaltungsratspräsident weiterhin vorsteht. Dem Verwaltungsrat gehören auch Prof. Dr. Ahmet Yilmaz aus Hagen und der frühere Volkswagen-Vorstand Prof. Dr. Jochem Heizmann aus Ingolstadt an. Nach knapp sechs Jahrzehnten im Unternehmen heißt es für Ulrich Bettermann damit jetzt zwar, die Dinge etwas ruhiger anzugehen, aber auch: „Niemals geht man so ganz.“

















