Komponenten für Verkabelungen im Übergang

Trotz der zunehmenden Verbreitung von anwendungsneutralen Verkabelungen nach EN 50173-3 findet man im Fertigungsbereich oft noch proprietäre, bedarfsorientierte Feldbus-Infrastrukturen. Außerdem muss der Installateur bei der Industrievernetzung zusätzlich die Installationsrichtlinien für Echtzeitprotokolle wie Profinet oder Ethernet/IP (IP steht hier für Industrial Protocol) beachten. Und die EN 50173-6 für die Heimverkabelung und Gebäudeautomation ist jetzt zwar verabschiedet, doch es wird noch einige Zeit dauern, bis auch hier eine normierte anwendungsneutrale Verkabelung die verbreiteten proprietären Systeme ablösen wird. So sind im Industriebereich und in der Gebäudeautomation derzeit zahlreiche Steckverbinder zugelassen und auch verbreitet. Selbst wenn sich hier die anwendungsneutrale Verkabelung durchgesetzt hat, müssen die Steckverbinder an die jeweiligen Umgebungsbedingungen angepasst sein. Um Lösungen für bedarfsorientierte als auch für strukturierte Verkabelungen bieten zu können, entwickelte Harting auf preLink-Basis für sein Ha-VIS preLink-System zahlreiche Stecker- und Buchsenvarianten für den Industrieeinsatz. So sind heute Anschlussmodule für Übertragungsraten von 100MBit/s bis 10GBit/s und für Schutzarten von IP20 bis IP67 erhältlich. Dazu zählen z.B. M12-Abschlüsse für 4- und 8-adrige Kabel sowie RJ45-PushPull-Varianten bis Schutzart IP67. Eine M12-Variante ermöglicht sogar den Übergang von einer Sternviererverkabelung auf eine 8-adrige Datenleitung. All diese Industrielösungen sind kompatibel zu den IT-Varianten.

Kompakter Extender

Die preLink-Technik schuf generell einen Raum für Innovationen in der Datenverkabelung. So gibt es heute für Industrie- und IT-Verkabelungen einen preLink-Extender zur Verlängerung von Datenleitungen. Der Installateur montiert den Extender am Ende der installierten Leitung mit zwei Schrauben an die Wand oder im Brüstungskanal. Dann steckt er in das eine Ende des Extenders den preLink-Abschluss der installierten Leitung und ins andere den der Verlängerung. Sind die Module eingerastet, kann die so verlängerte Leitung bis zur maximalen Link-Länge genutzt werden. Herkömmliche Extender-Lösungen sind aufwändiger zu verdrahten. Mit preLink-Extendern lassen sich z.B. Schränke mit vergleichsweise wenig Aufwand versetzen. Außerdem kann der Installateur über diese Extender auch Patchkabel an Verlegekabel anschließen und z.B. Netzwerkkameras, Gegensprechanlagen oder Türöffner ohne großen Aufwand ins Netz einbinden. Einige Unternehmen überbrücken damit auch den Übergang zwischen zwei Brandabschnitten, um die Brandschutzmauer nicht mehr öffnen zu müssen. Sogar komplett vorkonfektionierte Schränke lassen sich dank des preLink-Extenders realisieren. EasyLan entwickelte dafür spezielle 19″-Montageleisten mit 68 preLink-Extendern. Dabei enden alle Kupferverbindungen des Schranks in diesen Extendern, und ein Techniker schließt vor Ort nur noch die verlegten Leitungen daran an.

LED-Signalisierung

Vor allem für vorkonfektionierte Verkabelungen und Schränke interessant sind darüber hinaus preLink-Module, die mit der Light-Emitting-Outlet-Funktion (L.E.O.) ausgestattet sind. Bei diesen Modulen kann sich der Installateur mithilfe des preLink-Detektors, einer Stromquelle mit preLink-Stecker, das andere Ende der Verbindung anzeigen lassen. So sieht er auf einen Blick, welche Enden zu einem Link gehören und dies über alle Zwischen-Patchungen und Extender hinweg. Die Technik steckt allein in den preLink-L.E.O.-Modulen und betrifft nicht die Datenleitung. Die Kabelinstallation bleibt somit davon unberührt.



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