Integrierte Sensorik zum Schutz von Gebäuden

Wie der Multisensor Plus mit digitaler 
Messtechnologie mehr Gebäude- und 
Mieterschutz ermöglicht
Wie der Multisensor Plus mit digitaler Messtechnologie mehr Gebäude- und Mieterschutz ermöglicht – Bild: Westend61 / Peter Scholl

Wer in der Immobilienwirtschaft arbeitet, kennt das Muster: Ein Mieter meldet schwarze Flecken an der Tapete. Der Hausmeister kommt, stellt Schimmel fest. Ein Gutachter wird bestellt, eine Sanierungsfirma beauftragt. Die Frage, die im Raum steht: Hätte man das früher erkennen können? Die Antwort lautet in den meisten Fällen: Ja. Wer erst eingreift, wenn der Schaden sichtbar ist, zahlt drauf – und nicht nur in Euro. Sanierungen bedeuten Leerstand, Ausweichquartiere für Bewohner, Rechtsstreitigkeiten mit Mietern und Versicherungen.

Wer erst handelt, wenn der Schaden da ist, zahlt drauf

Schimmel- und Feuchteschäden zählen zu den häufigsten Bauschäden im Wohnimmobilienbestand und können erhebliche Sanierungskosten verursachen. Die Ursache ist dabei selten dramatisch: Kochen, Duschen, Schlafen – all das erhöht die Raumfeuchte täglich, und wer nicht regelmäßig oder falsch lüftet, schafft die Bedingungen für Schimmel, lange bevor dieser sichtbar wird. Für Verwalter und Vermieter ist nicht fehlendes Wissen das Problem um diese Gefahr – es ist die fehlende Datenbasis, um sie einzudämmen. Ohne laufende und aktuelle Messwerte bleibt Gebäudemanagement zwangsläufig nur nachträgliches Handeln. Man verwaltet Schäden, statt sie möglichst zu verhindern.

Die kombinierte Sensorik des Multisensor 
Plus sorgt für mehr Sicherheit im Alltag.
Die kombinierte Sensorik des Multisensor Plus sorgt für mehr Sicherheit im Alltag. – Bild: Techem Energy Services GmbH

Früherkennung als Systemansatz für besseren Bestandsschutz

Der gedankliche Umstieg beginnt mit einer einfachen Frage: Was, wenn ich mehr darüber wüsste, was in meinem Gebäude passiert – bevor etwas passiert? Genau hier setzt moderne Gebäudesensorik an. Nicht als punktuelle Einzellösung, sondern als ganzheitlicher Ansatz, der Gebäude wirklich transparent macht. Moderne Sensorsysteme erfassen dauerhaft die entscheidenden Messwerte: z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Rauch, Kohlenmonoxid, und übertragen diese Daten nahezu in Echtzeit an eine zentrale Stelle. Was früher kaum denkbar war, ist heute für den Wohnimmobilienbestand umsetzbar und vor allem wirtschaftlich sinnvoll. Der Schlüssel liegt in der Verknüpfung der Messwerte: Einzelsensoren, die isoliert Werte liefern, schaffen nur begrenzte Klarheit. Erst wenn mehrere Messwerte zusammengeführt werden, entstehen belastbare Aussagen. Bleibt die Luftfeuchtigkeit in einem Raum dauerhaft über dem kritischen Wert, obwohl ausreichend Lüftungsgelegenheit bestünde? Schimmelgefahr. Zieht die Feuchte nach dem Kochen nicht ab und sinkt gleichzeitig die Temperatur? Kondensat droht. Diese Muster erkennen diese Systeme schneller und zuverlässiger als menschliche Augen – und vor allem: bevor der Schaden sichtbar wird.

Wohnkomfort und Bewohnerschutz: Der menschliche Faktor

Gebäudeschutz ist nie nur eine technische oder wirtschaftliche Frage – er ist immer auch eine Frage der Verantwortung gegenüber Menschen. Wer zur Miete wohnt, vertraut darauf, dass das Gebäude sicher ist. Dass die Luft, die er atmet, gesund ist. Dass ein technischer Defekt an der Gas- oder Pelletheizung nicht unbemerkt zur Gefahr wird. Raumklima ist dabei ein unterschätzter Faktor. Zu hohe Luftfeuchtigkeit – oft die stille Folge mangelnden Lüftens – begünstigt nicht nur Schimmelbildung, sondern auch die Vermehrung von Milben, Bakterien und Schadstoffen, und belastet damit die Atemwege. Ein Sensor, der kontinuierlich misst und bei kritischen Werten Hinweise gibt, schließt diese Lücke – und trägt damit zum Schutz sowohl der Gesundheit der Bewohner als auch der Bausubstanz bei. Noch kritischer: Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas – und absolut lebensgefährlich. CO-Vergiftungen gehören zu den häufigsten Todesursachen im häuslichen Bereich. Ein funktionierender CO-Sensor kann Leben retten. In Kombination mit Rauch- und Temperatursensoren entsteht ein umfassendes Sicherheitsnetz, das helfen kann, die Gesundheit von Bewohnern zu schützen und Haftungsrisiken von Eigentümern zu minimieren.

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Besserer Wohnkomfort, erhöhte Wohnraumsicherheit – der Multisensor Plus macht beides möglich. – Bild: Jordi Salas – stock.adobe.com

Der Multisensor Plus: Schutz, Komfort und digitale Transparenz

Das Gerät vereint fünf Schutzfunktionen in einer kompakten Einheit: Es misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit, erkennt Rauch und Kohlenmonoxid – und reagiert als Hitzemelder auf gefährliche Wärmeentwicklung. So kann er auch in Küchen montiert werden, wo sonst Kochdunst herkömmliche Rauchmelder zu Fehlalarmen verleitet. Insbesondere weil Herd und Ofen vielfach Auslöser für gefährliche Feuer sind, ist das ein entscheidender Vorteil: Der Multisensor Plus Küche erkennt dort nämlich durch den Hitzesensor zuverlässig echte Brandgefahr, ohne im Alltag zu stören. Was den Multisensor Plus von Einzellösungen unterscheidet, ist das vollständige Servicemodell dahinter. Techem bietet das System nicht nur als klassisches Kaufprodukt, sondern als Rundum-Service – inklusive Montage, Datenübertragung, Datenpflege und Alarmierung. Für Verwalter bedeutet das: kein technischer Wartungsaufwand, keine eigene IT, keine Schulungskosten. Die wichtigen Informationen werden gebündelt und nach Dringlichkeit übersichtlich aufbereitet bereitgestellt.

Datenschutz: Fakten statt Bedenken

Eine Frage, die bei vernetzter Sensortechnik regelmäßig gestellt wird: Wer hat Zugriff auf die Daten – und was passiert mit ihnen? Die Antwort verdient eine klare, faktenbasierte Einordnung. Der Multisensor Plus erfasst ausschließlich gebäuderelevante Umgebungsdaten: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Rauch- und CO-Konzentration. Die Datenverarbeitung erfolgt nach den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung, und Techem als etablierter Dienstleistungsanbieter verfügt über entsprechende Zertifizierungen und Prüfprozesse. Der unidirektionale Funkmodus reduziert Systemkomplexität, Wartungsaufwand und Sicherheitsrisiken – ideal für wirtschaftlichen Betrieb im großen Bestand. Die Geräte senden ausschließlich technische Messwerte und können keine Daten empfangen – eine Überwachung oder Fernsteuerung ist damit technisch ausgeschlossen. Die Botschaft gegenüber Mietern ist damit klar: Es geht um Gebäudeschutz und Sicherheit für die Bewohner. Genau deshalb liegt die Entscheidung zur Datenerfassung auch final bei den Mietenden. Aber für die Akzeptanz und sollten die zuvor erwähnten Punkte offen angesprochen werden.

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Bild: Techem Energy Services GmbH

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Die Immobilienwirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Umbruch. Sie muss proaktiv handeln, anstatt abzuwarten und erst zu reagieren, wenn Schäden bereits entstanden sind. Moderne Sensorik als Service macht vorausschauenden Gebäudeschutz einfach, auf viele Gebäude übertragbar und wirtschaftlich attraktiv. Wer als Elektrohandwerker die Installation solcher Systeme beherrscht und Eigentümer sowie Verwalter kompetent beraten kann, erschließt ein wachsendes Marktsegment mit dauerhafter Relevanz. Die Technologie ist verfügbar, das Servicemodell erprobt, die Nachfrage wächst. Es ist an der Zeit umzuschalten – vom Abwarten zum Vorausdenken, von der Schadensverwaltung zum Substanzerhalt und hin zu mehr Wohnkomfort für Mieterinnen und Mieter. Der Multisensor Plus ist dabei mehr als ein Gerät: Er ist der Einstieg in eine neue Art, Gebäude zu verstehen, zu schützen und langfristig im Wert zu erhalten.

Multisensor Plus – Leistungen und technische Spezifikationen

  • Warnt bei Rauch, Hitze, Kohlenmonoxid und zu hoher Luftfeuchtigkeit
  • Optimierter Alarmton, der für Kinder und ältere Menschen besser zu hören ist
  • Assistenzlicht zur Orientierung bei Alarm
  • 10-Jahres-Batterie
  • Digitale Statusanzeige
  • Unidirektionaler Funkmodus
  • Gruppierfunktion innerhalb einer Wohneinheit
  • Kohlenmonoxidmelder zertifiziert nach EN 50291-1
  • Hitzealarm nach BS 5446-2 zertifiziert