Technologie zur netzdienlichen Steuerung von Energieparks

Bildunterschrift: v.l.n.r. Markus Große Gorgemann, Geschäftsführer bei energielenker Solutions, Dr. Timo Berger, Chief Technology Officer von Weidmüller, Tobias Dollberg, Chief Executive Officer der energielenker Gruppe und Dr. Christian von Toll, Chief Sales Officer von Weidmüller geben auf der The smarter E Europe die Partnerschaft bekannt.
v.l.n.r. Markus Große Gorgemann, Geschäftsführer bei Energielenker Solutions, Dr. Timo Berger, Chief Technology Officer von Weidmüller, Tobias Dollberg, Chief Executive Officer der Energielenker Gruppe, und Dr. Christian von Toll, Chief Sales Officer von Weidmüller geben auf der The smarter E Europe die Partnerschaft bekannt. – Bild: ©Claus Sielisch / vor-ort-foto.de

Weidmüller und Energielenker Solutions arbeiten künftig zusammen. Im Rahmen der The smarter E Europe gaben die Unternehmen ihre Kooperation bei der Entwicklung und dem Vertrieb gemeinsamer EZA-Regler- und Fernwirktechnik-Lösungen bekannt. Die Partnerschaft bündelt zukünftig die Expertise von Weidmüller im Bereich Hard- und Software für Steuerungstechnik und das Knowhow von Energielenker aus jahrelanger Erfahrung im Bereich von Erzeugungsanlagen. Betreiber sollen so einfach montierbare und passgenaue Lösungen für ihre individuelle Anforderungen erhalten.

„Für unsere neue EZA-Regler-Lösung haben wir nach einem Partner mit großer Erfahrung im Markt gesucht. Diesen haben wir mit Energielenker gefunden, die innerhalb der vergangenen Jahre individuelle EZA-Regler-Lösungen für über 1.000 Projekte geliefert haben und somit aus unserer Sicht zu einem der führenden Spezialisten auf dem Gebiet zählen“, sagt Dr. Christian von Toll, Chief Sales Officer der Weidmüller Gruppe. Auch Markus Große Gorgemann, Geschäftsführer von Energielenker Solutions, blickt optimistisch auf die Partnerschaft: „Durch die Zusammenarbeit profitieren mehr Anlagenbetreiber als je zuvor von unserem Praxiswissen, während die Personalkapazität unseres Partners den Flaschenhals löst, den der Schaltschrankbau für uns bisher bedeutete.“

Die EZA-Regler sind in verschiedenen Varianten erhältlich – je nach Bedarf des Kunden.
Die EZA-Regler sind in verschiedenen Varianten erhältlich – je nach Bedarf des Kunden.Bild: Weidmüller GmbH & Co. KG

Bedarf an EZA-Regler-Lösungen steigt

Deutschland verfolgt das Ziel, bis 2030 rund 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu decken. Deren Volatilität und die einhergehende Transformation von der zentralen zur dezentralen Erzeugung beeinflussen jedoch die Netzstabilität. Größere Erzeugungsanlagen müssen daher laut VDE-AR-Normen je nach Leistung und Anschlussverfahren steuer- bzw. regelbar sein. Zudem kombinieren mehr und mehr Projekte verschiedene Energiequellen, wie z.B. PV und Wind, und integrieren gewerbliche und industrielle Batteriespeicher. Diese und weitere Faktoren führen zu einem wachsenden Bedarf an aktiver Systemsteuerung und damit an modernen EZA-Regler-Konzepten, den Weidmüller und Energielenker nun mit der gemeinsamen Produktpalette bedienen.

Gemeinsam entwickelten die Kooperationspartner nicht nur eine Softwarelösung, sondern ein System mit passender Hardware. Ziel war ein EZA-Regler, der die Anforderungen unterschiedlicher Anlagen und Netzbetreiber erfüllt, sich einfach montieren lässt und sowohl als standardisierte Komponente als auch als kundenspezifische Lösung eingesetzt werden kann. Das Ergebnis, das jetzt auf der The smarter E Europe präsentiert wurde, ist ein modulares Angebot aus Funktionsbausteinen, die für verschiedene Anwendungsfälle kombiniert werden können: von der Signalschnittstelle oder Hutschienenlösung mit Hardwareprodukt über individuelle Standard- und Vollausbauschränke bis hin zu ergänzenden USV-Systemen.