Das Spannungsdreieck für’s Büro: Beleuchtungsqualität, Effizienz und Wohlbefinden
Bevor man in die Diskussion des technisch Machbaren oder gar der nicht erreichbaren optimalen Beleuchtung einsteigt, muss man sich über die Bedürfnisse der Mitarbeiter, über ihre Tätigkeiten und generell über die Bedürfnisse eines Unternehmens bezüglich der Beleuchtung klar werden.
Der Leuchtenhersteller Regiolux hat für die unterschiedlichen Anforderungen und Aufgaben verschiedene Lösungen entwickelt. Soll in einem Großraumbüro die Möglichkeit bestehen, jederzeit und überall noch einen Arbeitsplatz integrieren zu können, empfiehlt sich eine gleichmäßige, blendarme Beleuchtung des Raumes mit Anbauleuchten (z.B. stail SAD, travers TAD, cubus RSADC) oder Einbauleuchten (z.B. UED, RSED), je nach Gebäudesituation und ästhetischem Anspruch. Soll dabei der sogenannte ‚Höhleneffekt‘ vermieden werden, der von einer rein direkt strahlenden Leuchte ausgeht, kann dies z.B. über die Anbauleuchte LG-Solution APDF gelöst werden. Stehen die Schreibtische jedoch in einem festen Raster, lässt sich durch Arbeitsplatz bzw. Doppelarbeitsplatz bezogene Pendelleuchten (z.B. fraim FRHPI, peanut office HZI, profil PHDI) über den Indirekt-Lichtanteil ein angenehmeres ‚Raumklima‘ schaffen und die Task-Area in den Fokus rücken. Soll die Beleuchtung hingegen in sich ständig neu formierenden Teams effektiv zusammengesetzt werden, ist eine Leuchtdichte reduzierte Allgemeinbeleuchtung durch opale Wannen (z.B. lens LSAK) in Kombination mit Adaptions- oder Stehleuchten und dem dazu passenden beweglichen Mobiliar die richtige Wahl. Es gibt sie entweder mit hohem Indirektlichtanteil (z.B. heaven SZI, fraim FRSPI) oder mit höherem Direktlichtanteil (z.B. standby peanut AZI, standby profil PHDI). Bei diesem flexiblen Konzept lässt sich auch die notwendige Infrastruktur (Strom, Netzwerk, Telefon etc.) bequem in die Stehleuchte integrieren.
Beurteilung der Effizienz
Die Beurteilung der Effizienz einer Beleuchtungsanlage ist sehr viel schwieriger als man zunächst vermutet, denn beim Licht kommt es nicht nur auf den Leuchten-Betriebswirkungsgrad (‚ETA’LB) an, sondern auch auf die gewünschte bzw. geforderte Lichtlenkung und Raumwirkung. Allein nach dem Wirkungsgrad beurteilt wären freistrahlende Leuchten (z.B. MLF, ILF) die erste Wahl, doch der Sehkomfort (hohe Direkt- und Reflexblendung) und auch die Beleuchtungsstärke auf der Nutzebene (Task-Area) sind schlechter, da das Licht nicht dorthin gelenkt wird, wo es benötigt wird. Dies ist bei Leuchten mit entsprechenden Entblendungsmaßnahmen wie z.B. Rastern (z.B. profil PHDI) besser, auch wenn der Wirkungsgrad zunächst niedriger erscheint. Außerdem spielen die in der Norm festgelegten Wartungsfaktoren eine entscheidende Rolle, denn nur ein nicht über Jahre hinweg verschmutzter und vergilbter Raum erreicht die in der Lichtplanung zugrunde gelegten Reflexionsgrade. Auch die Leuchtstofflampe muss regelmäßig ausgetauscht werden, damit sie noch die geplante Lichtleistung bringt. Struktur statt Aufwand: Die Gira Türkommunikation IP unterstützt Elektrofachbetriebe mit zentraler Projektierung, schneller Inbetriebnahme und klaren Abläufen – für effiziente Projekte vom Einfamilienhaus bis zur großen Anlage. ‣ weiterlesen
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Schutz der Beleuchtungstechnik
Darüber hinaus verschmutzen aber auch die Leuchten selbst mit der Zeit und büßen dabei an Wirkungsgrad ein. Doch längst nicht alle Leuchten sind davon gleichermaßen betroffen, denn in staubgeschützten Gehäusen verschmutzt die hochwertige Lichttechnik natürlich nicht so leicht (z.B. peanut office mit dem besten Leuchten-Wartungs-Faktor (LWF = Typ E). Leuchten mit einem hohen Direktlichtanteil (z.B. cubus RSADC) verschmutzen wiederum weniger als rein indirekt abstrahlende Leuchten (z.B. Stehleuchten wie heaven SI), auf deren Lampe und Lichttechnik sich der Staub besonders gut absetzen kann. Deshalb wird die Lichtplanung mit einem Korrekturfaktor belegt, der diesen Zusammenhang verdeutlichen soll und die Unterhaltskosten durch Festlegung der notwendigen Zyklen für die Instandhaltung der Bereiche Raum, Lampe und Leuchte angibt. Aber auch die Beurteilung allein nach der durchschnittlichen Beleuchtungsstärke in der Nutzebene ist zu einseitig: Starke Ungleichmäßigkeiten führen zu Anspannungen und somit zur Ermüdung, während zu hohe Gleichmäßigkeit zur Kontrastarmut führt, die sich negativ auf das Gemüt auswirkt. Daher wurde auch dies in der gültigen Beleuchtungsnorm EN12464-1 entsprechend berücksichtigt. Außerdem wird immer stärker auf die Helligkeit der Raum-Umschließungs-Flächen geachtet, denn auch der ‚Höhleneffekt‘ einer rein direkt strahlenden Beleuchtung hat einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden im Raum. Licht hat auf das Befinden der Menschen einen sehr großen Einfluss, da sich der Organismus an den natürlichen Tageslichtverlauf angepasst hat. Heute ist es möglich, diesen natürlichen Tageslichtverlauf mit Kunstlicht nachzubilden. Bei der Leuchte fraim-ergo wurde bei den beiden äußeren Lampen die neue Lichtfarbe 880 Skywhite benutzt, um ein tageslichtweißes, den Menschen aktivierendes Licht mit sehr hoher Farbtemperatur zu erzeugen. Aufgrund von Ergonomieüberlegungen finden Spezial-Lampen (Vollspektrum-Lampen) mit einem dem natürlichen Tageslicht nachempfundenen Spektralbereich immer häufiger Einzug in die Bürobeleuchtung. Zu guter Letzt muss man sich auch bei den Beleuchtungsniveaus der Normen und Richtlinien immer vor Augen halten, dass diese rein auf die Sehaufgabe bezogen festgelegt wurden, wir aber inzwischen aus vielfältigen Forschungsarbeiten wissen, dass eine wesentliche Erhöhung des Beleuchtungsniveaus zu einem gesteigerten Wohlbefinden und einer erhöhten Leistungsfähigkeit führen. Ähnliches gilt für Kommunikations-, Chillout- und Verkehrszonen, die zur Unterstützung der Regeneration deutlich anders als der Arbeitsplatz beleuchtet werden sollten (wärmer, weicher, schwächer), um auch hier einen stärkeren Kontrast zu schaffen und den Erholungseffekt zu verstärken. Mit dem neuen homeXpert® Server vereinfacht MDT den Einstieg in die KNX-Welt. Die Funklösung auf Basis von KNX RF+ ermöglicht Smart-Home-Nachrüstung ohne ETS-Kenntnisse oder bauliche Eingriffe. ‣ weiterlesen
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Energieeffizienz: das oberste Gebot
Neben der Auswahl des richtigen Beleuchtungssystems spielen dabei immer häufiger intelligente Steuerungssysteme eine Rolle. Wichtig ist, dass die beiden Grundziele Funktion und Amortisation in Einklang gebracht werden. Dies fängt bereits bei der Auswahl des Leuchtmittels an. Deren Lumen/Watt-Verhältnis ist bei weitem nicht einheitlich, und auch die zum Lampenbetrieb notwendige Vorschaltung kann entweder energieeffizient sein, z.B. bei hochwertigen elektronischen Vorschaltgeräten (EVG), oder mit höheren Energieverlusten verbunden bei magnetischen Vorschaltgeräten, von denen einige inzwischen sogar EU-weit verboten wurden. Mit der Wahl der entsprechenden Systeme können sich bei einer Erneuerung der Beleuchtungsanlage schnell enorme Einsparpotenziale auftun, die zu einer kurzen Amortisationszeit führen. Zur Steuerung oder Regelung der Beleuchtungsanlage ist festzuhalten, dass auch hier verschiedene technische Möglichkeiten auf vielfältige Anforderungen treffen. Eine rein manuelle Schaltung der Lichtbänder parallel zur Fensterfront ist zwar sehr preisgünstig, gewährleistet aber im Alltag weder die Einhaltung der geforderten Beleuchtungsstärken, wenn das Licht nicht rechtzeitig eingeschaltet wird, noch die erhoffte Einsparung durch bedarfsabhängiges Schalten der einzelnen Lichtbänder, wenn es nicht rechtzeitig wieder abgeschaltet wird. Eine einfache Unterstützung durch Licht-Schwellenwert-Schalter in Kombination mit Präsenzsensoren sorgt hier bereits für eine deutliche Verbesserung. Höhere Einsparungen lassen sich erzielen, wenn statt einfachem Schalten auch das Dimmen vorgesehen ist und somit eine echte tageslichtabhängige Steuerung realisiert werden kann, doch ist hier eine höhere Investition für die Leuchten und die Installation mit vorzusehen, die sich jedoch gegebenenfalls schnell wieder amortisiert. Dafür stehen sowohl sehr einfache Systeme zur Verfügung, die in die Leuchten integriert werden können, als auch komplexere Steuerungsanlagen, die zusätzliche Funktionen übernehmen, beispielsweise die Integration von Verschattungsanlagen oder voreingestellte Lichtszenen für bestimmte Nutzungen (z.B. Beamer-Präsentation).











