Energieversorgung von Videoüberwachungsanlagen
Straßenbeleuchtung clever genutzt
Die seit zwölf Jahren in Frankreich erfolgreich eingesetzte Lösung Epvideo von Slat sichert mittlerweile über 15.000 Überwachungsprojekte an Gefahrenorten und Verkehrsknotenpunkten, auf Parkplätzen und Logistikplattformen. Jetzt kommt das Produkt auch nach Deutschland.
Epvideo mit Anti-Vandalismus Schutzhaube
Epvideo mit Anti-Vandalismus Schutzhaube Bild: Slat GmbH

Das Outdoorgehäuse Epvideo wird an einem Straßenbeleuchtungsmast installiert. Nachts, bei eingeschalteter Beleuchtung, lädt sich die im Innern verbaute Li-Ion-Batterie auf. Mit der so gespeicherten Energie werden tagsüber Kameras und andere vernetzte IP-Objekte versorgt – mit einer Autonomie bis zu 21 Stunden. Durch seine integrierte USV-Funktion schützt Epvideo den unterbrechungsfreien Betrieb der verbundenen Systeme im Falle von Netzstörungen und Ausfällen rund um die Uhr. Rund 1.800 komplette Lade-/Entladezyklen können laut Hersteller bei einer Energieeffizienz von über 96% im Entladezyklus und bei einer wartungsfreien Funktionszeit bis zu zehn Jahren durchgeführt werden.

Epvideo Space Box mit Einschubkasten für Kundengeräte, Li-Ion-Batterie und Anti-Vandalismus Schutzhaube
Epvideo Space Box mit Einschubkasten für Kundengeräte, Li-Ion-Batterie und Anti-Vandalismus Schutzhaube – Bild: Slat GmbH

Die Montage ist einfach und von einer Person in weniger als 30 Minuten zu bewerkstelligen. Danach erfolgt die Aktivierung automatisch über Fernsteuerung. Der Betrieb der Anlage wird über Internetprotokoll (TCP/IP, SNMP) fernüberwacht. Im Fall einer Unterbrechung einer aufzeichnenden Kamera wird nach acht Sekunden ein automatischer Neustart ausgelöst. Um die Projektplanung des Kunden zu unterstützen, stellt Slat einen sogenannten Assoziativitätsbericht aus. Hierfür werden alle an Epvideo angeschlossenen Geräte (z.B. Kameras, Router, Switche, WiFi-Systeme) mittels eines von Slat entwickelten Konfigurators in punkto Kompatibilität geprüft. Nur so kann die Gesamtanlage zuverlässig funktionieren. Der Bericht dokumentiert Angaben über Leistung und Autonomie bei unterschiedlichen Temperaturwerten sowie die ortsabhängig spezifische Tageslänge in den Sommer- und Wintermonaten.

Fallbeispiel: E-Valley in Cambrai (Frankreich) – Europas größtes Logistikzentrum

Epvideo von Slat mit Thermo-Netzwerkkamera Q1941-E im E-Valley in Cambrai
Epvideo von Slat mit Thermo-Netzwerkkamera Q1941-E im E-Valley in CambraiBild: Eryma

Auf dem Gelände des ehemaligen Luftwaffenstützpunkts Cambrai in Nordfrankreich entsteht gerade eine große Logistikplattform für den E-Commerce, das E-Valley. Mit 550.000m2 Fläche für Lagerhallen, bis zu 85.000m2 Dienstleistungsbereich (Restaurants, Hotels, Kinderkrippe, Ausbildungszentrum) und 300.000m2 Grundstückreserven soll es Europas größtes Logistikzentrum werden. Geplant ist ein mit intelligenten Technologien ausgestatteter Campus: Roboter und Drohnen in und um die Lagerhallen sowie eine nach Smart-City-Kriterien gesteuerte Infrastruktur.

Es ist nachzuvollziehen, dass bei einem Projekt dieser Größenordnung auch das Thema Sicherheit hohe Priorität hat. Das gilt zuallererst für die maximale Absicherung der Hauptverkehrsachse des Geländes. Der Zuschlag unter einer Reihe von Bewerbern ging hier an den Planer & Errichter Eryma. Das Unternehmen hatte ein Epvideo-gestütztes Sicherheitskonzept eingereicht. Sieben Epvideo-Anlagen von Slat mit jeweils an die Anforderungen der Überwachungsmasten angepasste Installationen wurden bisher auf der zentralen Hauptverkehrsachse installiert. Sie versorgen drei Kamera-Konfigurationstypen mit je einem 6-Port-Ethernet Switch inkl. zwei SFP-Ports. 

Lösungen auf der Security in Essen

Wer mehr über die Lösungen der deutschen Tochter des international operierenden Unternehmens Slat mit Hauptsitz in Lyon erfahren will, kann dies vom 20. bis 23. September auf der Messe Security in Essen tun. Auf Stand C26 in Halle 5 präsentiert das Unternehmen DC-USV-Lösungen für kritische Infrastrukturen und technische Netzwerke, Video- und Perimetersicherheit, Zutrittskontrolle, Brandmeldetechnik, Sprachalarm, Gebäude- und Automationstechnik.

Autorin | Frauke Petzold, Leiterin Marketing/Kommunikation, Slat GmbH

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Tüv Süd
Bild: Tüv Süd
Ein Booster für die Elektromobilität

Ein Booster für die Elektromobilität

Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) enthält verbindliche Vorgaben zur Leitungs- und Ladeinfrastruktur in Gebäuden. Doch vor allem bei neugebauten Mehrfamilienhäusern hapert es vielerorts noch an der Umsetzung. Fachplaner, Gebäudeautomatisierer und das Elektrohandwerk können
helfen, Zusatzaufwand und hohe Folgekosten für Nachbesserungen zu vermeiden.

Bild: Schneider Electric GmbH
Bild: Schneider Electric GmbH
Türkommunikation 4.0

Türkommunikation 4.0

Die Türkommunikation blickt auf eine belebte Geschichte zurück. Was ursprünglich mit einem bloßen Klopfen begann, hat sich im Laufe der Zeit und im Einklang mit neuen Technologien stetig weiterentwickelt: Von der reinen Mechanik hin zur elektronischen Klingel, von der Sprechanlage zum Video-Türkommunikationssystem und von der Mehrdrahttechnik zum TwinBus – dem ersten Ritto Bussystem speziell für die Türkommunikation. Im Zuge der digitalen Transformation wird die Geschichte nun weitergeschrieben. Das neueste Kapitel: ‚Von analog zu digital, von Twinbus zu Twinbus IP‘.

Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH
Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH
Licht im Dunkeln

Licht im Dunkeln

LED-Beleuchtung gehört zu unserem Alltag. Professionelle Lösungen bieten mehr Möglichkeiten beim Neubau oder Renovieren. Wie sieht eine zuverlässige und sichere Versorgung aus? Phoenix Contact hat dazu eine neue Lösung entwickelt. Die 24V LED-Stromversorgung der Step-Power-Produktfamilie vereint eine flache Bauform mit hoher Leistungsdichte. Sie eignet sich für die Montage im Installationsverteiler und in abgehängten Decken.

Bild: Carsten Heidmann
Bild: Carsten Heidmann
Digitale Zeiterfassung im Handwerk

Digitale Zeiterfassung im Handwerk

Der Einstieg in das digitale Büro beginnt für viele Handwerksbetriebe mit der Ablösung der händischen Stundenzettel durch eine digitale Zeiterfassung. Immer mehr Betriebe entscheiden sich für die elektronische Form der Arbeitszeiterfassung im Büro und Außendienst. Damit soll nicht nur der administrative Aufwand durch fehleranfällige Mehrfacherfassungen, Nachbearbeitungen und fehlende Übersicht reduziert werden. Sie soll auch eine valide Datenbasis in Echtzeit und damit eine bessere Planung und Steuerung der gesamten Ressourcenverwaltung sowie aller nachgelagerten Prozesse ermöglichen.

Bild: WSCAD GmbH
Bild: WSCAD GmbH
Optimale Elektroplanung für zeitgemäßes Bauen

Optimale Elektroplanung für zeitgemäßes Bauen

Die heutigen Erwartungen an eine sichere und komfortable Gebäudetechnik sind größer denn je. Das Elektro-Engineering geht Hand in Hand mit der übergreifenden Gesamtbauplanung und muss maßgeschneiderte Lösungen vom Schaltschrank bis zur Steckdose ausarbeiten. Eine professionelle E-CAD-Arbeitsumgebung verbindet schnelles, durchgängiges Planen und Projektieren mit transparentem
Service für die individualisierbare und gewerkeübergreifende Raum- und Gebäudeautomatisierung.