
Smart-Home-Technologien spielen eine immer bedeutendere Rolle, denn sie machen das Wohnen intelligenter und komfortabler. Vor mehr als zehn Jahren brachte Busch-Jaeger das Smart-Home-System Busch-Free@Home auf den Markt, das unter dem Leitmotiv „Freiheit lebt zuhause“ entwickelt wurde. Es ermöglichte Hausbesitzern eine unkomplizierte Steuerung von Licht, Heizung, Jalousien, Klimaanlage und Türkommunikation. Eine vereinfachte Installation und eine möglichst intuitive Bedienung standen bei der Entwicklung des Systems ebenfalls im Vordergrund. Die Steuerung erfolgt über Panels, Smartphones oder Tablets und ist per App auch von unterwegs möglich. Ein entscheidender Schritt in der Weiterentwicklung des Systems war die Einführung von Wireless-Komponenten im Jahr 2017. Diese Neuerung erweiterte die Einsatzmöglichkeiten des Smart-Home-Systems insbesondere bei Renovierungs- und Modernisierungsprojekten. Die Funkkomponenten lassen sich flexibel installieren, ohne dass aufwändige Verkabelungen notwendig sind. Da nur eine Standard-230V-Elektroinstallation benötigt wird, sind die Funkkomponenten passend für die Nachrüstung geeignet. Das gibt dem Hausbesitzer die Freiheit, einzelne Geräte, Räume oder das gesamte System nach Bedarf zu erweitern. Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit, drahtgebundene und drahtlose Geräte in einem System zu kombinieren. Der System Access Point als zentrale Steuerungseinheit ermöglicht die Integration von bis zu 150 Geräten. So lässt sich die Haussteuerung an die sich ändernden Bedürfnisse der Bewohner anpassen.

Die Geschichte setzt sich fort
Das Unternehmen ist sich sicher: Die Flexibilität und Interoperabilität des Systems tragen wesentlich zu seinem Erfolg bei. Seit der Markteinführung wurden mehr als 100.000 Busch-Free@Home-Anlagen installiert, was die breite Akzeptanz des Systems unterstreicht. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist die fortlaufende Integration von Produkten anderer Hersteller. So wurden bereits 2015 Philips Hue und 2016 Sonos integriert, die den Nutzern neue Möglichkeiten zur Erweiterung ihres Smart-Home-Ökosystems boten. Ab 2017 ermöglichte die Sprachsteuerung über Amazon Alexa eine komfortablere Bedienung des Systems. Nur ein Jahr später folgte die Einbindung von Haushaltsgeräten von Miele und Home-Connect, wodurch das System vielseitiger wurde und den Alltag der Nutzer vereinfachte. Ein besonderer Meilenstein war daraufhin die Matter-Zertifizierung. So kann das Smart-Home-System nahtlos in verschiedene Plattformen wie Apple Home, Google Nest Hub, Samsung SmartThings und Amazon Alexa integriert werden. Das macht die Steuerung von Smart-Home-Geräten benutzerfreundlich und effizient. Matter verbessert nicht nur die Kommunikation zwischen den Geräten, sondern ermöglicht auch eine lokale Steuerung ohne permanente Cloud-Anbindung. Dadurch profitieren die Nutzer von höherer Datensicherheit und einer zuverlässigen Bedienung auch bei Internetausfällen.
Design und Energieverbrauch
Neben der Funktionalität wurde bei der Entwicklung Wert auf ein ansprechendes Design und eine intuitive Bedienoberfläche gelegt. Die Produkte fügen sich nahtlos in das Wohnambiente ein und garantieren eine einfache Bedienung, auch für weniger technikaffine Nutzer. Die Nachfrage nach Smart-Home-Lösungen wächst außerdem stetig, denn vernetzte Geräte bieten nicht nur Komfort, sondern tragen auch zur Nachhaltigkeit bei, indem sie den Energieverbrauch optimieren. Busch-Free@Home kann so dabei helfen, Ressourcen zu schonen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Integration von Künstlicher Intelligenz und Datenanalyse ermöglicht eine effizientere Nutzung des Systems, was sowohl den Komfort für die Nutzer erhöht als auch die Umweltbelastung reduziert. Trotz der zahlreichen Vorteile von Smart-Home-Technologien stehen Hersteller vor Herausforderungen wie Komplexität, Datenschutz und Sicherheit. Dies macht eine kontinuierliche Weiterentwicklung entsprechender Systeme umso wichtiger. Struktur statt Aufwand: Die Gira Türkommunikation IP unterstützt Elektrofachbetriebe mit zentraler Projektierung, schneller Inbetriebnahme und klaren Abläufen – für effiziente Projekte vom Einfamilienhaus bis zur großen Anlage. ‣ weiterlesen
Türkommunikation IP im Griff.

3 Fragen an: Adalbert M. Neumann, Geschäftsführer der Busch-Jaeger Elektro GmbH und ABB Stotz Kontakt GmbH
Busch-Free@Home startete als proprietäres System, integrierte aber dann Schnittstellen zu Produkten anderer Hersteller. Wie wichtig sind offene Systeme?
Adalbert M. Neumann: Offene Systeme sind entscheidend für die Weiterentwicklung von Smart Homes. Für Busch-Free@Home bedeutet das, dass wir mit der Einführung von Matter, der Integration in die SmartThings-Plattform von Samsung und zusätzlicher Partner-Addons, wie Velux-Fenster, Elektroauto-Ladegeräte und Stromzähler dem Nutzer mehr Flexibilität und Individualität bieten. Dies alles wird über den System-Access-Point, das zentrale Steuerungselement von Busch-free@home, mit wenigen Klicks ermöglicht. Die Energiewende fördert diese Entwicklung, indem sie die Vernetzung im Haus vorantreibt und die Elektroinstallation sowie die Energieflüsse durch Photovoltaikanlagen und Wallboxen verändert. Mit dem neuen homeXpert® Server vereinfacht MDT den Einstieg in die KNX-Welt. Die Funklösung auf Basis von KNX RF+ ermöglicht Smart-Home-Nachrüstung ohne ETS-Kenntnisse oder bauliche Eingriffe. ‣ weiterlesen
Der neue MDT homeXpert®
Welchen Einfluss wird der relativ neue Kommunikationsstandard Matter in Zukunft auf die Gebäudeautomation haben?
Adalbert M. Neumann: Matter wird die Gebäudeautomation grundlegend verändern, indem es eine einheitliche, herstellerübergreifende Kommunikation ermöglicht. Das erleichtert die Integration und Zusammenarbeit unterschiedlichster Geräte und Systeme und erhöht die Flexibilität und Zukunftssicherheit. Mit Matter-kompatiblen Lösungen wie Busch-Free@Home können Nutzer ihre Smart-Home-Investitionen langfristig sichern und neue Geräte problemlos integrieren. Matter wird nicht nur die Kompatibilität verbessern, sondern auch die Nutzerakzeptanz von Smart-Home-Technologien noch weiter erhöhen. Systeme ohne Matter-Kompatibilität könnten es in Zukunft schwer haben, sich am Markt zu behaupten.
Welche neuen Entwicklungen im Bereich Smart Home sind für Sie besonders spannend?
Adalbert M. Neumann: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen treiben die Smartifizierung im Smart Home voran. Diese Technologien ermöglichen es den Geräten, unsere Gewohnheiten zu erkennen und sich anzupassen, z.B. beim Heizen oder der Musikauswahl. Diese Entwicklungen zeigen, dass Smart Homes zunehmend in der Lage sein werden, unser Verhalten zu antizipieren und sich intelligent an unsere Bedürfnisse anzupassen, was zu einer optimierten Vernetzung mehrerer Geräte im gesamten Haushalt führt. Dies ermöglicht die Integration fortschrittlicher Assistenten wie Roboter, die vollständig in das Smart Home eingebunden werden können – für mehr Komfort, Energieeffizienz und einen angenehmen Alltag.















