PV Netzeinspeisung „Umdenken hin zu praxisrelevanten Wirkungsgraden“

PV Netzeinspeisung
„Umdenken hin zu praxisrelevanten Wirkungsgraden“

Steca hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz im Geschäftsbereich der Wechselrichter für netzgekoppelte Anlagen von 5,7 auf 11,4MWp verdoppelt – ein Erfolg, der die aufstrebende Rolle des Herstellers in der Photovoltaik unterstreicht. Die Markttendenzen im Bereich PV Netzeinspeisung erläutert im Interview Roland Burger, Produktmanager Wechselrichter bei Steca.
Herr Burger, welche Trends in der Schaltungstechnik haben das Jahr 2008 geprägt?

Roland Burger: Es ging deutlich in Richtung trafolose Wechselrichter, wobei allerdings für das wachsende Segment der amorphen und mikromorphen Dünnschichtmodule nach wie vor eine galvanische Trennung durch einen Trafo nötig ist. Um Gewicht und Volumen einzusparen, werden in diesem Segment jedoch verstärkt HF-Trafos eingesetzt.

Welche Neuentwicklungen haben bei Steca das Geschäftsjahr 2008 geprägt?

Roland Burger: Wir vertreiben mit dem StecaGrid 9000 3ph ein erstes dreiphasiges Gerät, das auf große Resonanz gestoßen ist. Die stets symmetrische Einspeisung auf allen drei Netzphasen hat Anlagenplaner und Energieversorger überzeugt. Ein Herunterregeln der Leistung, wenn ein Wechselrichter ausfällt, ist nun nicht mehr notwendig. Da die Leistung des Wechselrichters auf drei Phasen mit 400V eingespeist wird, fließen deutlich kleinere Ströme als in leistungsgleichen einphasigen Wechselrichtern. Deshalb können auch dünnere Kabelquerschnitte auf der AC-Seite verwendet werden. Dies spart Kosten und erhöht die Montagefreundlichkeit. Außerdem kann durch den konstanten Leistungsfluss auf die sonst üblichen Elektrolytkondensatoren in erheblichem Maße verzichtet werden.

Welche Entwicklungen werden Wechselrichter für netzgekoppelte Anlagen mittel- und langfristig nehmen?

Roland Burger: Wir sind überzeugt, dass es ein Umdenken weg von den reinen, im Labor erzeugten Wirkungsgraden hin zu mehr praxisrelevanten Parametern geben wird. Wichtig ist schließlich nicht der statische Umwandlungswirkungsgrad, sondern der Ertrag, der tatsächlich über das Jahr hindurch in das Netz eingespeist wird.

Was bieten Steca Wechselrichter, was andere nicht haben?

Roland Burger: Mit den MiniString und den DualString Wechselrichtern bieten wir zwei Produktfamilien, mit denen sich – ich will mal sagen – ‚problematischere‘ Dächer auch für die Stromerzeugung wirtschaftlich nutzen lassen. Bei diesen Dächern denke ich an verwinkelte Dächer mit unterschiedlichen Ausrichtungen oder auch Dächer, die zu einer bestimmten Tageszeit teilverschattet sind. Mehr und mehr Dächer mit idealer Südausrichtung, insbesondere in Gebieten mit hoher Einstrahlung, sind mittlerweile belegt. Nun gilt es für die Installateure sich weitere Marktsegmente zu erschließen. Und hier hat Steca eine Lösung. Kein anderer Hersteller bietet einen 3.600W-Wechselrichter mit zwölf MPP-Trackern.

Wie sieht dieser Wechselrichter genau aus?

Roland Burger: Es handelt sich dabei um eine Aneinanderreihung von zwölf StecaGrid 300 auf einer Hutschiene. Jeder StecaGrid 300 arbeitet dabei autark mit eigenem MPP-Tracker, die Energie wird über eine Überwachungseinheit StecaGrid Control ins Netz eingespeist. Für Deutschland gibt es das Gerät mit integrierter Überwachungs- und Schutzeinrichtung (ENS).

Sehen Sie auch Weiterentwicklungsbedarf in Richtung Lebenszyklus?

Roland Burger: Natürlich. Die Lebensdauer der Geräte steigt allgemein. Aktuell bieten wir fünf Jahre Garantie – mit der Option, diese auf zehn Jahre zu verlängern.

Thematik: Allgemein
Ausgabe:
Steca Elektronik GmbH
www.steca.com

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