Offizieller Projektstart für den Gira Solarpark

Die 13.794 im Gira Solarpark installierten Photovoltaik-Module werden pro Jahr rund 9,8 Millionen Kilowatt Strom erzeugen - klimafreundlich, da komplett emissionsfrei. Die Menge würde ausreichen, damit 1.000 vollelektrische Mittelklassewagen – jeder für sich eine Strecke – von über 58.000 Kilometer zurücklegen könnten.
Die 13.794 im Gira Solarpark installierten Photovoltaik-Module werden pro Jahr rund 9,8 Millionen Kilowatt Strom erzeugen – klimafreundlich, da komplett emissionsfrei. Die Menge würde ausreichen, damit 1.000 vollelektrische Mittelklassewagen – jeder für sich eine Strecke – von über 58.000 Kilometer zurücklegen könnten.Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG

Am 28. Oktober 2024 hat der Geschäftsführer des Gebäudetechnikentwicklers Gira, Sebastian Marz, den offiziellen Startschuss für den Bau des Gira Solarparks gegeben. Auf einer Fläche von 70.000 Quadratmetern soll bis zum Frühsommer nächsten Jahres eines der größten Photovoltaik-Kraftwerke in Nordrhein-Westfalen entstehen. Die 13.794 Photovoltaik-Module der Anlage – jedes Einzelne mit einer Leistung von 650W – werden pro Jahr rund 9,8 Millionen kW Strom erzeugen. „Klimafreundlich, da komplett emissionsfrei“, wie Geschäftsführer Marz betont: „Verstärkt auf erneuerbare Energien und ein eigenes Solarkraftwerk zu setzen, ist für Gira in mehrerlei Hinsicht eine strategische Entscheidung: Wir machen uns so ein Stück unabhängig von den Energiemärkten. Zudem ist es unser erklärtes Ziel, unseren CO2-Ausstoß Jahr für Jahr herunterzufahren und so aktiv zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaschutzabkommens beizutragen.“

Freuen sich über den offiziellen Startschuss für den Bau des Gira Solarparks (v.r.): Johannes Mans, Bürgermeister von Radevormwald, Giancarlo Paasch, Energiemanager bei Gira, Sebastian Marz, Gira Geschäftsführer, und Oliver vom Lehn, Mitglied im Vorstand der Apricus Solar AG, die das Photovoltaik-Kraftwerk errichten wird.
Freuen sich über den offiziellen Startschuss für den Bau des Gira Solarparks (v.r.): Johannes Mans, Bürgermeister von Radevormwald, Giancarlo Paasch, Energiemanager bei Gira, Sebastian Marz, Gira Geschäftsführer, und Oliver vom Lehn, Mitglied im Vorstand der Apricus Solar AG, die das Photovoltaik-Kraftwerk errichten wird.Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG

50 Prozent weniger CO2

Das Unternehmen geht davon aus, dass es seine direkten strombezogenen Treibhausgasemissionen durch den Ökostrom aus dem Solarpark dauerhaft um mehr als die Hälfte senken wird. Die Reduktion soll perspektivisch noch größer ausfallen, da das Unternehmen bislang mit Erdgas betriebene Technologien schrittweise durch Alternativen ersetzen will, die mit dem Sonnenstrom laufen können. „Die Beheizung unserer Gebäude etwa werden künftig Großwärmepumpen anstelle unserer Blockheizkraftwerke übernehmen, für die Kälteerzeugung werden wir Kompressoren statt Absorptionsanlagen nutzen“, erläutert Giancarlo Paasch, der als Energiemanager bei Gira den Bau des Solarparks mitverantwortet. „Derart werden wir künftig circa 70 Prozent des Stroms aus unserem Solarpark für eigene Zwecke nutzen.“

Bauprozess in Etappen

Bevor der erste Strom aus dem Gira Solarpark in Richtung der beiden Firmenstandorte fließen kann, muss der Bauprozess mehrere Etappen durchlaufen. Mit Vorliegen der Baugenehmigung der Stadt Radevormwald werden bis Anfang 2025 die Unterkonstruktionen für die Photovoltaik-Module aufgestellt, die auf 6.940 in den Boden eingebrachten Pfosten ruhen. Die Rahmenkonstruktionen bestehen aus feuerverzinkten Stahlprofilen mit einer Gesamtlänge von 67 Kilometern sowie knapp 10.000 Längs- und Modulträgern, die ihrerseits zusammen über 45km lang sind. Sie werden zu insgesamt 345 jeweils 30m langen und knapp drei Meter tiefen PV-Tischen mit je 40 Modulen zusammengesetzt. „Durch diese Bauweise verhindern wir eine unnötige Versiegelung der Grünflächen“, sagt Energiemanager Paasch. „Für Flora und Biodiversität in unserem Solarpark ist diese Art von Bedachung sogar förderlich.“

Im Anschluss daran werden auf dem Gira Campus Röntgenstraße Vorkehrungen geschaffen, um beide Firmenstandorte an die sogenannte Mittelspannung anzuschließen. Dafür, dass die Hochspannung des Kraftwerkstroms in die zehn kV betragene Mittelspannung in den Verteilnetzen umgewandelt wird, werden zwei Trafostationen sorgen. Sie werden im Frühjahr 2025 auf dem Solarparkgelände errichtet werden. „Hier befinden sich dann auch der Technikraum und die Steuerzentrale für die PV-Anlage“, erklärt Giancarlo Paasch. „Natürlich können wir die Anlage genauso aus der Ferne überwachen und steuern.“ Zu diesem Zweck werden bis in den April 2025 hinein zusätzlich zu den Stromkabeln auch Glasfaserleitungen verlegt, die die Technikzentrale mit den Unternehmensstandorten verbinden. Es folgen schließlich die behördliche Abnahme des PV-Kraftwerks und dessen Zertifizierung, bevor beide Gira Standorte aufgeschaltet werden können. „Wenn alles nach Plan läuft“, sind sich Geschäftsführer Marz und Energiemanager Paasch einig, „werden wir uns hier im Frühsommer 2025 wiedersehen, um dann gemeinsam den Gira Solarpark in Betrieb zu nehmen.“