Elsner Elektronik setzt auf Energiewende

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Bild: Elsner Elektronik GmbH

Photovoltaik, Batteriespeicher und intelligentes Energiemanagement ermöglichen bei Elsner Elektronik künftig einen Autarkiegrad von über 90% Und das ohne Fördergelder und ohne zusätzliche Flächeninanspruchnahme, wie das Unternehmen mitteilt. Bereits im Jahr 2019 nahm man eine Photovoltaikanlage mit 98,5kWp Leistung in Betrieb. Die Dachflächen wurden dabei genutzt und jeweils zur Hälfte nach Osten und Westen ausgerichtet. Gleichzeitig wurde ein Batteriespeicher mit einer Nettokapazität von 74,7kWh installiert.

Seitdem wurde die Anlage konsequent weiterentwickelt:

  • 2019: Photovoltaikanlage mit 98,5kWp und 74,7kWh Batteriespeicher
  • 2021: Erweiterung des Speichers auf insgesamt 149,4kWh
  • 2023: Ausbau der PV-Leistung auf 144,4kWp
  • 2026: Erweiterung auf insgesamt 176kWp Photovoltaikleistung sowie Ausbau der Speicherkapazität auf 407,4kWh

Der ursprüngliche Anlagenteil mit 149,4kWh Speicherkapazität ist weiterhin vollständig inselbetriebsfähig und kann bei einem Netzausfall unabhängig vom öffentlichen Stromnetz betrieben werden. Mit dem jüngsten Ausbau wurde zudem ein übergeordnetes Energiemanagementsystem integriert. Dieses nutzt u.a. die aktuellen Strompreise am Spotmarkt und lädt den Batteriespeicher automatisch dann, wenn Energie besonders günstig verfügbar ist. Dadurch wird die Eigenversorgung verbessert und das öffentliche Netz entlastet.

Die Zahlen zeigen die Wirkung dieses Konzepts: Seit der Inbetriebnahme wurden bereits 815,24MWh Strom erzeugt. Im Jahr 2025 lag der Autarkiegrad bereits bei 75%. Da die jüngste Erweiterung erst seit Juni 2026 vollständig in Betrieb ist, rechnet das Unternehmen ab 2027 mit einer Stromautarkie von über 90%. Dabei folgen die Verantwortlichen einem Grundsatz: Strom sollte möglichst nicht erst produziert werden, um anschließend nach Verwertungsmöglichkeiten zu suchen. Stattdessen steht die Frage im Mittelpunkt, wie die erzeugte Energie direkt genutzt oder gespeichert werden kann.

Der selbst erzeugte Strom wird zunächst im Unternehmen verbraucht. Dazu zählt auch der eigene Fuhrpark: Die Fahrzeugflotte ist zu rund 90% voll- oder teilelektrisch und wird teilweise mit dem selbst erzeugten Strom geladen. Überschüsse werden in den Batteriespeichern zwischengespeichert und später genutzt. Erst wenn der eigene Bedarf gedeckt und die Speicher gefüllt sind, erfolgt eine Einspeisung ins öffentliche Netz. „Für uns bedeutet Energiewende nicht nur Strom zu erzeugen, sondern ihn auch sinnvoll zu nutzen“, darüber ist sich die Geschäftsleitung des Familienunternehmens einig. „Jede Kilowattstunde, die direkt vor Ort verbraucht oder gespeichert werden kann, entlastet Netze, reduziert Verluste und erhöht die Versorgungssicherheit.“