
Die Anforderungen an die Netzwerkinfrastruktur waren klar: höchste Verfügbarkeit für unterschiedliche Nutzergruppen, flexible Skalierbarkeit bei Events sowie eine sichere und zentral steuerbare Lösung – und das unter Zeitdruck. Das Projekt war Teil des dritten Bauabschnitts des Stadionumbaus und die Vergabe erfolgte kurzfristig. Gestartet wurden Planung und Umsetzung mit der Ekahau-WLAN-Ausleuchtung im Dezember 2023 – mit dem strikten Zeitplan, das Stadion zur Wiedereröffnung im Juni 2024 vollständig digital ausgestattet zu übergeben. Das Ziel: eine performante IT-Infrastruktur und WLAN-Lösung für Besucher, Sportler, Veranstalter und Verwaltung – indoor wie outdoor.
Standortvernetzung mit System
Insgesamt 176 Access Points – davon 103 für den Außenbereich mit 88 speziell für High-Density-Umgebungen entwickelte Outdoor-Sektorantennen mit einem Abstrahlwinkel von 30° sorgen für eine lückenlose WLAN-Abdeckung auf dem gesamten Stadiongelände. Ergänzt wird das Netzwerk durch 47 leistungsfähige Switches, eine UF-1060 Firewall für maximale Netzwerksicherheit und die Internetanbindung über einen 10-GBit-Glasfaseranschluss. Alle Netzwerkkomponenten werden zentral über die in Deutschland gehostete Lancom Management Cloud (LMC) verwaltet und überwacht. Mit führenden Lösungen für Überstrom- und Überspannungsschutz erhöht Mersen die Betriebssicherheit in Industrie und Gebäuden. ‣ weiterlesen
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Automatisierte WLAN-Optimierung
Ein Highlight des Cloud-Managements ist gerade in diesem Anwendungsfall – mit immer wieder neuen Anforderungen an die WLAN-Verfügbarkeit bei unterschiedlichsten Events – die zum Patent angemeldete Technologie zur automatisierten WLAN-Optimierung: Lancom Active Radio Control 2.0. Anhand realer Nutzungsdaten analysiert diese Technologie kontinuierlich die aktuelle Auslastung, Kanalkonflikte und Störquellen im Funknetz und berechnet auf Basis von computerbasiertem Lernen jeweils die beste Netzkonfiguration. Mit dieser intelligenten Unterstützung gelingt es der IT-Administration, das WLAN-Netz per Knopfdruck so zu optimieren, dass alle Nutzergruppen – von internen Mitarbeitenden über Stadionbesucher, Pressevertreter und mobile Caterer bis hin zu Shop-Betreibern, Sicherheitsdiensten oder Veranstaltern – jederzeit zuverlässig und performant mit dem Internet verbunden sind.
Premieren im Live-Betrieb
Drei Produkte kamen erstmals produktiv zum Einsatz – die Lancom R&S Unified Firewall UF-1060, der Hutschienen-Switch IGS-3510XUP mit erweiterter Temperaturtoleranz und die 30°-Outdoor-Sektorantenne AirLancer ON-Q30. „Die extrem kurze Planungs- und Umsetzungszeit war nur mit einem eingespielten Team und einer zuverlässigen, skalierbaren Lösung zu bewältigen. Inzwischen hat das Netzwerk bereits zahlreiche Feuertaufen mit Bravour bestanden – von der Eröffnungsveranstaltung ‚Goldenes Oval Dresden 2024‘ über TV-Live-Übertragungen ins Vereinigte Königreich bis hin zum stabilen Standardbetrieb abseits der großen Events“, freut sich Norbert Hofmann, Geschäftsführer von Meco IT. Der langjährige Partner war für die Umsetzung verantwortlich. „Für uns als öffentliche Auftraggeberin war neben der technischen Leistung vor allem die Sicherheit entscheidend. Mit der Lancom Lösung betreiben wir ein DSGVO-konformes, ausfallsicheres Netzwerk – auch unter Veranstaltungsdruck“, ergänzt Rico Gottwald, Sachgebietsleiter Sportpark Ostra/HSS.

Ausblick: eine Infrastruktur mit Perspektive
Mit dem neuen Heinz-Steyer-Stadion verfügt Dresden über eine digital vernetzte Sportstätte, die sowohl im Alltag als auch bei Großveranstaltungen überzeugt. Die Netzwerkinfrastruktur bildet das Rückgrat für Kommunikation, Medien, Verwaltung und Sicherheit. Der Ausbau des benachbarten Ostra-Sportparks mit vielen weiteren Sportstätten wie etwa eine Eishockey-Arena ist bereits in Planung – und auch dort wird Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen.















