
Schon bei der Errichtung ihrer ersten „Softwarescheune“ im ländlich geprägten Falkenberg vernetzte die 1999 gegründete Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH (IGZ) verschiedene Gebäudeleittechniksysteme mit KNX-Lösungen von ABB. Das Unternehmen entwickelt SAP-Softwarelösungen für Automatisierung von Lager, Produktion und Transport. Jüngstes Highlight auf dem Falkenberger IGZ-Campus mit seinen über 550 Beschäftigten ist ein Neubau, den das Berliner Architekturbüro J. Mayer H. und Partner entwarf: Auf dem höchstgelegenen Punkt des Firmenareals erstreckt sich das 120m lange quaderförmige Bauwerk. Die für die Oberpfalz charakteristischen Baumaterialien Holz und Granit symbolisieren die Verwurzelung in der Region. Neben Ästhetik und Komfort war Klimaschutz und Nachhaltigkeit eines der Themen bei der Konzeption des neuen Gebäudes. Dazu gehört eine nachhaltige Energieversorgung aus vorwiegend regenerativen Quellen wie Geothermie und Photovoltaik ebenso wie die Vernetzung aller leittechnischen Systeme mit KNX. „Aufgrund unserer positiven Erfahrungen favorisierten wir diesen offenen Standard auch im neuen Hauptgebäude – und zwar als Basis für eine holistische ABB-Lösung“, erklärt Christian Kopf, IGZ-Projektverantwortlicher.

Transparenz über Energieverbräuche
Der KNX-Standard bildet eine technologische Konstante auf dem IGZ-Campus. Völlig neu hingegen sind die Dimensionen der diesmal umgesetzten Gebäudeautomation. Immerhin bietet der Neubau gut 8.000m² Nutzfläche. Die durchgängige Vernetzung aller energetischen Komponenten, einschließlich Elektrik, Heizung, Lüftung sowie Kühlung ermöglichte dem Kunden eine ganzheitliche Automationslösung, mit der das Energieeffizienzpotenzial optimal ausgeschöpft werden kann. Die ABB-Plattform bei IGZ umfasst u.a. KNX-integrierte Schalter und Steckdosen von Busch-Jaeger, diverse Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen sowie Verteilerschränke von ABB Striebel & John. Hinzu kommen Mess- und Monitoring-Komponenten für ein effektives Energiemanagement wie z.B. das Netzanalysegerät M4M von ABB. Zusammengeführt, aggregiert und angezeigt werden die erfassten Informationen über alle Datenquellen hinweg mit der Visualisierungssoftware EisBär SCADA 3. Die Facility-Manager haben damit den aktuellen Status von Energieeinspeisung und Verbrauch jederzeit im Blick. So können sie bei eventuellen Abweichungen vom regulären Verbrauchsmuster sofort reagieren.

Nachhaltigkeit versus Kostenersparnis
Herzstück der Energieeffizienzplattform ist die gleichfalls KNX-basierte Automatisierungslösung ABB ClimaECO: Sämtliche Komponenten der Heizungs- und Klimaanlage lassen sich damit zentral steuern, regeln und überwachen – von der primären Wärmeerzeugung bis hin zu jedem einzelnen Raumthermostat. Weil über das KNX-Protokoll auch CO2- und Luftfeuchtigkeitssensoren integrierbar sind, kann IGZ mit ClimaECO automatisch für ein stets angenehmes Raumklima sorgen. Nicht zuletzt verbessert die Lösung auch die Effektivität im Facility Management – z.B. durch hinterlegte Zeitpläne für definierte Instandhaltungszyklen. Aber auch dynamische Wartungsszenarien auf der Grundlage komponentenbezogener Auslastungs- und Störungsdaten werden von ClimaECO unterstützt: Mit einer solchen datenbasierten Maintenance-Strategie können weniger stark belastete Komponenten länger im Einsatz bleiben. Sie werden erst ausgetauscht, wenn ihr tatsächliches Nutzungsprofil einen Verschleiß erwarten lässt.

Im Ergebnis gehen verringerte Wartungskosten mit einem schonenden Ressourcenumgang einher. „Das ganzheitliche Energieeffizienzportfolio von ABB deckt alle Aspekte der automatisierten Gebäudesteuerung ab. Wir nähern uns damit nicht nur unserem Ziel einer weitgehend klimaneutralen Gebäudebewirtschaftung, sondern minimieren zugleich unsere Energiekosten und verbessern signifikant die Aufenthaltsqualität für die Belegschaft“, freut sich Kopf.


















