Künstliche Intelligenz in der Elektroplanung

Electrix AI von WSCAD
Electrix AI von WSCADBild: WSCAD GmbH

Im aktuellen Unternehmensumfeld, das durch steigende Kosten, anspruchsvolle Terminanforderungen und einen Mangel an Fachkräften geprägt ist, steht die Elektrokonstruktion vor Herausforderungen. Unternehmen müssen Prozesse effizienter gestalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Künstlicher Intelligenz bietet hier eine Lösung, die die Effizienz steigern und Konstruktionsabteilungen entlasten kann. Elektrokonstrukteure waren bisher gezwungen, viele ihrer Routineaufgaben manuell zu erledigen. Aufgaben wie das Erstellen von Materiallisten oder das Suchen nach spezifischen Komponenten sind mühsam und fehleranfällig. Durch den Fachkräftemangel verschärft sich das Problem noch mehr. Durch den Einsatz von KI automatisiert die Software-Lösung Electrix AI von WSCAD repetitive Aufgaben, wodurch der Zeitaufwand reduziert und die Effizienz gesteigert wird.

Schaltschrankaufbau mit Electrix AI
Schaltschrankaufbau mit Electrix AIBild: WSCAD GmbH

Digitaler Assistent für die Konstruktion

Im Mittelpunkt der Entwicklung steht der AI-Copilot, ein digitaler Assistent, der den Konstrukteuren hilft, ihre Arbeiten durch Sprach- oder Texteingaben auszuführen. Diese intuitive Bedienung macht die Software sowohl für Experten als auch für Gelegenheitsbenutzer benutzerfreundlich. Indem komplexe Prozesse wie das Finden und Platzieren von Makros oder das Erstellen von Materiallisten auf wenige Sekunden reduziert werden, verbessert eine KI sowohl die Arbeitsgeschwindigkeit als auch die Qualität der Ergebnisse. Auch die Fähigkeit, potenzielle Probleme in einem Projekt schnell zu identifizieren, spart nicht nur Zeit, sondern verringert auch das Risiko von Ausfällen oder kostspieligen Korrekturen.

Unterstützung für alle

Künstliche Intelligenz transformiert die Arbeitsumgebungen durch eine flexible Unterstützung, die an alle Erfahrungsstufen angepasst ist. Sie automatisiert zeitraubende Aufgaben und ermöglicht gleichzeitig weniger erfahrenen Mitarbeitern den Zugang zu komplexeren Aufgaben durch eine benutzerfreundliche Führung. Das erleichtert den Wissenserwerb und die Übernahme anspruchsvollerer Tätigkeiten, was wertvoll ist angesichts des Fachkräftemangels. Unternehmen können dadurch ihre Personalressourcen nutzen, die individuelle und kollektive Produktivität steigern und eine stärkere, dynamische Arbeitskultur fördern.

Fazit: Eine neue Ära

KI-basierte E-CAD Systeme wie Electrix AI versprechen eine tiefgreifende Transformation der Elektrokonstruktion. Sie erleichtern nicht nur die Entlastung der Fachkräfte durch Automatisierung, sondern ermöglichen es auch unerfahreneren Mitarbeitern, komplexe Aufgaben zu meistern. Die beschleunigten Prozesse können zu schnelleren Projektabschlüssen und einer verbesserten Produktqualität führen. Das vertritt auch Dr. Axel Zein, CEO von WSCAD, im Interview.

KI bedeutet für uns: 
Das System 
ist in der Lage selber Schlüsse zu ziehen
Dr. Axel Zein, CEO von WSCAD"KI bedeutet für uns: Das System ist in der Lage selber Schlüsse zu ziehen', erklärt Dr. Axel Zein, CEO von WSCAD.
„KI bedeutet für uns: Das System ist in der Lage selber Schlüsse zu ziehen‘, erklärt Dr. Axel Zein, CEO von WSCAD. – Bild: WSCAD GmbH

Im Interview: Dr. Axel Zein, CEO der WSCAD GmbH, über die neue Lösung

Wie unterstützt Electrix AI Nutzer dabei, Planungsaufgaben zu erledigen?

Dr. Axel Zein: Durch den Einsatz von KI ergeben sich für den Anwender zwei funamentale Vorteile: zum einen kann man einzelne Operationen (wie z.B. Fehler finden, Auswertungen generieren, Makros platzieren) viel schneller ausführen. Zum anderen können jetzt auch unerfahrene Anwender mit dem System umgehen: es reicht ein Befehl in Textform („generiere die Materialliste“ oder „habe ich Fehler im Projekt“) und die KI versteht was zu tun ist. Man muss nicht wissen, wo sich die Funktion im Menu befindet. Auch bei technische Fragen gibt der AI Copilot Antworten.

Was bedeutet dies für die Arbeitsverteilung in Unternehmen?

Dr. Axel Zein: Der unerfahrene Anwender kann plötzlich Arbeitsschritte des erfahrenen Konstrukteurs übernehmen, weil die KI ihn befähigt, viel produktiver zu sein. Er kann z.B. Auswertungen erstellen, er kann das Deckblatt erstellen und diese anschließend an den Einkauf oder die Fertigung schicken. Somit hat der erfahrene Elektrotechniker mehr Zeit sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.

Wie funktioniert der AI Copilot genau?

Dr. Axel Zein: Die Interaktion mit dem System läuft über ein Chat-Fenster in normaler Sprache. Sie sagen einfach was sie wollen und das System führt es aus. Oder Sie fragen das System, was auch immer sie wissen wollen. „In welchem Projekt habe ich das Bauteil 4711 zuletzt verbaut?“ und sie kriegen eine Liste der Projekte, in denen das Bauteil verbaut wurde – ein Vorgang der bei manueller Suche gerne mehrere Stunden dauern kann.

Inwiefern kann der Copilot aus der Nutzungserfahrung der Anwender lernen und sich verbessern?

Dr. Axel Zein: KI bedeutet für uns: Das System ist in der Lage selber Schlüsse zu ziehen. Insofern haben wir Algorithmen entwickelt, die aus der Art und Weise wie der Anwender damit umgeht lernen. Das Ziel ist es den Mehrwert für unsere Kunden zu erhöhen und deren Produktivität zu deutlich steigern. Wir haben jetzt einen wichtigen ersten Schritt gemacht und tollen Feedback von den Kunden erhalten, aber da ist noch sehr viel Musik drin.

Datenschutz ist ein wichtiger Aspekt der Lösung. Welche Maßnahmen wurden getroffen?

Dr. Axel Zein: Engineeringdaten sind das Gold unserer Kunden. Damit gehen wir sehr sorgfältig um. Konkret heisst das: Wir anonymisieren den Kunden, es werden keine personenbezogenen Daten und auch keine Projekte weitergegeben. Selbst die IP-Adresse des Kunden verstecken wir. Den Chatverlauf löschen wir am Ende der Sitzung, um keine Spuren zu hinterlassen.