Regelungstechnik für ungestörten Schulbetrieb

Modernisierung der Regelung

Die Umbauarbeiten in der Schule und damit auch die Modernisierung der DDC-Regelung begannen im Jahr 2015. In der ersten Bauphase wurden die erste und zweite Etage des sogenannten ‚A-Trakts‘ umgebaut und saniert. Hier entstanden unter anderem neue Fachräume für die Naturwissenschaften und Computerräume. Die DDC-Regelung erweiterte SBC-Partner ETM in diesem ersten Schritt um eine Lüftungsanlage (Fabrikat Swegon) mit Aufschaltung über Modbus TCP/IP. Zudem integrierte er die Regelung für die Digestorien, VVS-Boxen und Brandschutzklappen in den Fachräumen. „Zusätzliche Anwendungen lassen sich durch die flexiblen Systemeigenschaften der Steuerungseinheiten von SBC einfach einbinden“, erläutert Stefan Bäuning, Geschäftsführer des verantwortlichen Systemintegrators ETM Energie-Time-Management. „Durch offene Kommunikationsstandards können bei Bedarf außerdem alle gängigen Protokolle wie M-Bus oder BACnet verwendet werden. Das bietet vielfältige Kombinationsmöglichkeiten und erleichtert die schrittweise Integration weiterer Gewerke.“ Damit die einzelnen Anlagenteile zukünftig übersichtlicher gesteuert werden können und eine Integration in das Ethernet-Netzwerk möglich ist, wurden die bestehenden Automationsstationen PCD2.M120 durch PCD2.M5540 ausgetauscht und ein Software-Update durchgeführt. Die Visualisierung geschieht nun mittels Webserver. Die frei programmierbaren Saia PCD2.M5-Steuerungen sind aufgrund ihrer flachen Bauform besonders für platzsparende Anwendungen geeignet. Der leistungsfähige Prozessor ermöglicht die Steuerung und Regelung komplexer Anwendungen. Das Basisgerät verfügt über acht Steckplätze für I/O-Module. Durch den Anschluss von Saia PCD2.C1000- oder Saia PCD2.C2000-Modulträgern können die Saia PCD2.M5-Steuerungen zudem modular auf bis zu 1023 digitale Ein-/Ausgänge erweitert werden. Beim Umbau des C-Trakts im Jahr 2016 erfolgte der Austausch der bestehenden PCD1.M130 mit PCD2.M4160, ebenfalls mit Software-Update und der Visualisierung durch einen Webserver. Das Basisgerät aus der PCD2-Familie hat vier frei bestückbare Steckplätze für PCD2 Ein-/Ausgangsmodule, eine RS-485-Schnittstelle, einen USB-Anschluss und eine Ethernet-Schnittstelle mit zwei Ports. Darüber hinaus gibt es einen freien Steckplatz für ein weiteres serielles Schnittstellenmodul. Im gleichen Jahr erfolgte der Umbau der Heizzentrale mit dem Austausch des BHKW und der Aufschaltung über Modbus TCP/IP sowie Störungsüberwachung. Alle Funktionen des Heizsystems werden nun per Webvisualisierung überwacht und etwaige Störungen direkt an die zuständigen Fachbetriebe und den Hausmeister der Schule weitergemeldet. Zudem erfolgte der Austausch von weiteren PCD2.M120 aus dem Bestand mit PCD2.M5540. Die Sanierung der Heizverteiler und der Rückbau der alten Lüftungsanlage ist Bestandteil des Umbaus von Trakt B im Jahr 2017. Zudem erfolgte der Tausch und das Update von zwei weiteren PCD2.M120 auf PCD2.M5540.

Im Rahmen des Umbaus wurden auch neue Fachräume für Chemie errichtet, deren Digestorien ebenfalls an die Lüftungsanlage angeschlossen sind. (Bild: SBC/Nordphoto GbR)

Im Rahmen des Umbaus wurden auch neue Fachräume für Chemie errichtet, deren Digestorien ebenfalls an die Lüftungsanlage angeschlossen sind. (Bild: SBC/Nordphoto GbR)

Zeit- und kosteneffizient dank Systemkompatibilität

Der Tausch der bisher verwendeten Controller und Kompaktregler lässt sich einfach umsetzen und wird fortlaufend nach und nach in allen Gebäudeteilen durchgeführt. Die Kompatibilität der bestehenden und neuen SBC-Steuerungen beschleunigte nicht nur den Einbau der neuen Komponenten, sondern optimierte auch die Kosten. „Wir konnten die neuen Stationen direkt einsetzen und mit der aktuellen Software bespielen, ohne dass die Schaltschränke umgebaut oder getauscht werden mussten – das verringert die Kosten für die Einführung natürlich deutlich“, erläutert Bäuning. „Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass wir den Wechsel der Controller schrittweise entsprechend der einzelnen Bauabschnitte durchführen konnten, während der übliche Betrieb geregelt weiterlief.“

Das neue BHKW wurde im zweiten Bauabschnitt an das bisherige Heizsystem angebunden und kann nun direkt über den Webeditor gesteuert und gewartet werden. (Bild: SBC/Nordphoto GbR)

Das neue BHKW wurde im zweiten Bauabschnitt an das bisherige Heizsystem angebunden und kann nun direkt über den Webeditor gesteuert und gewartet werden. (Bild: SBC/Nordphoto GbR)

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SBC Deutschland GmbH
www.saia-pcd.de

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