Technische Symbiose in der Gebäudeautomation – Thermokon verbindet BACnet und EnOcean

Technische Symbiose in der Gebäudeautomation – Thermokon verbindet BACnet und EnOcean

Warum nur eine der zahlreichen Netzwerktechnologien in der Gebäudeautomation nutzen? Mit dieser Frage befasst sich Thermokon Sensortechnik seit geraumer Zeit und bietet nun mit dem SRC65-BACnet eine weitere Möglichkeit, die Vorteile mehrerer Netzwerktechnologien miteinander zu verbinden. Thermokon setzt hierbei auf das in der Gebäudeautomation etablierte BACnet-System, das derzeit die umfangreichste GLT-Protokoll-Spezifikation vorweist. Kombiniert mit der drahtlosen Automatisierungstechnologie von EnOcean ergeben sich dem Anwender optimale Nutzungsmöglichkeiten zum Erhalt eines energieeffizienten, umweltfreundlichen ‚Green Buildings‘.
Unter Aufsicht der American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers, kurz ASHRAE, wurde um die 90er Jahre eine weitere Technologie für Anwendungen in der Gebäudeautomation entwickelt – BACnet. Das Ziel, einen firmenneutralen Standard für die Datenkommunikation von Gebäudeautomationssystemen zu schaffen, wurde bereits 1995 mit der Ansi/Ashrae-Norm 135 realisiert. 2003 folgte die Eintragung als ISO-Norm 16484-5. Im Laufe der Jahre hat sich die BACnet-Technologie als Standard in der Gebäudeautomation etabliert und genießt am gegenwärtigen Marktgeschehen weiterhin steigende Beliebtheit. An dieser positiven Tendenz zu BACnet trägt die Interoperabilität der Geräte eine nicht unwesentliche Rolle. Bei der Entwicklung neuer BACnet-Produkte sollte sich an die in der Norm definierten BIBBs (BACnet Interoperability Building Block) gehalten werden. Somit ist die Zusammenarbeit von Geräten verschiedener Hersteller in einem Netzwerk sichergestellt. Die BIBBs definieren, welche Dienste und Prozeduren auf Server- und Client-Seite unterstützt werden müssen, um die geforderten Kriterien zu erfüllen. Weiterhin definiert diese Norm Gruppen von Diensten zur Kommunikation im Netzwerk, wie beispielsweise gemeinsame Datennutzung, Verarbeitung von Wertänderungen, Geräte- und Netzwerkmanagement usw.

Wireless trifft Wired

Bei der Entwicklung des SRC65-BACnet im Hause Thermokon wurde großer Wert auf die Einhaltung dieser Standards gelegt. Somit ist eine einwandfreie Interoperabilität sichergestellt und bereits existierende Projekte können mühelos erweitert werden. Hierbei fungiert das Produkt als Gateway zwischen der drahtlosen LowPower-Technologie aus dem Hause EnOcean und BACnet. Die Funktion umfasst demnach zusätzlich einen Funkempfänger für EnOcean Funktelegramme und wird immer gemeinsam mit anderen BACnet-Automationsstationen oder Leittechniken wie BACnet Operating Workstations betrieben. Alle Parametrier- und Konfigurationseinstellungen sind über das BACnet-Netzwerk möglich. Das verwendete Protokoll ist das international standardisierte BACnet MS/TP Protokoll. Dies ermöglicht den Anschluss an entsprechende Gegenstellen wie z.B. eine Automationsstation oder eine GLT. Die Übertragungsparameter liegen gemäß des Standards bei 8N1 (8 Datenbits, keine Parität, 1 Stoppbit) während die Baudrate frei wählbar (9600, 19200, 38400, 57600, 76800, 115200) und über DIP-Schalter einstellbar ist. Als Schnittstelle auf Bus-Seite dient der RS485-Standard, welcher speziell bei digitalen, leitungsgebundenen Datenübertragungen zum Einsatz kommt. Der Transceiver kann mittels eines Twisted-Pair-Kabels verbunden werden. Die maximale Anzahl an Busteilnehmern ohne Verwendung eines Repeaters wird durch den verwendeten RS485 Transceiver vorgegeben. Dieser ermöglicht 128 Geräte pro Bussegment. Die Adressierung der einzelnen Geräte zur Identifikation im Netzwerk erfolgt ebenfalls über einen DIP-Schalter und wird jedem Gerät individuell vergeben, um Verwechslungen bei der Adressierung der Telegramme zu vermeiden. Zur direkten optischen Auswertung des aktuellen Gerätestatus in Bezug auf Funktion, Bus- und Funkaktivitäten etc. dienen vier LEDs, die durch die transparente Abdeckung des SRC65-BACnet direkt ablesbar sind. Das Gateway arbeitet mit dem Geräteprofil BACnet Application Specific Controller (B-ASC), das eine Vielzahl an den oben beschriebenen BIBBs zur Verfügung stellt. Genauere Informationen hierüber sowie über die implementierten BACnet-Objekte und deren Funktion sind in der Produktbeschreibung auf der Thermokon-Homepage zu finden.

Funkempfänger

In Bezug auf die Gerätefunktion als Funkempfänger lassen sich bis zu 32 EnOcean-basierte Geräte, wie z.B. das SR04 von Thermokon, einlernen und verwenden. Die Prozedur des Einlernens findet komfortabel über die Werkzeuge der Hersteller von Automationsstationen oder B-OWS statt. Hierbei lassen sich die Geräte über ein Lerntelegramm des Senders, der nach Betätigen einer Taste per Funk gesendet wird, in das Netzwerk einbinden. Durch eine softwareinterne Prüfung des ORG-Bytes, das den Gerätetyp beschreibt, ist eine Verwechslung der Telegramme beim Einlernen ausgeschlossen. Nach der erfolgreichen Prozedur des ‚Bekanntmachens‘ von Sensoren und SRC65-BACnet ist dann unmittelbar ein kombiniertes Arbeiten mit beiden Netzwerktechnologien möglich. Das Arbeiten mit Netzwerken stellt einen immensen Evolutionsschritt dar. Systeme agieren zusammen um Problemstellung im Kollektiv zu lösen. Diese Symiose hält nun auch Einzug in die Gebäudeautomation und mit dem Produkt von Thermokon trifft drahtlose Netzwerktechnologie auf die Vorteile des Bussystems BACnet – nahtlos.

www.thermokon.de

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Unter Aufsicht der American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers, kurz ASHRAE, wurde um die 90er Jahre eine weitere Technologie für Anwendungen in der Gebäudeautomation entwickelt – BACnet. Das Ziel, einen firmenneutralen Standard für die Datenkommunikation von Gebäudeautomationssystemen zu schaffen, wurde bereits 1995 mit der Ansi/Ashrae-Norm 135 realisiert. 2003 folgte die Eintragung als ISO-Norm 16484-5. Im Laufe der Jahre hat sich die BACnet-Technologie als Standard in der Gebäudeautomation etabliert und genießt am gegenwärtigen Marktgeschehen weiterhin steigende Beliebtheit. An dieser positiven Tendenz zu BACnet trägt die Interoperabilität der Geräte eine nicht unwesentliche Rolle. Bei der Entwicklung neuer BACnet-Produkte sollte sich an die in der Norm definierten BIBBs (BACnet Interoperability Building Block) gehalten werden. Somit ist die Zusammenarbeit von Geräten verschiedener Hersteller in einem Netzwerk sichergestellt. Die BIBBs definieren, welche Dienste und Prozeduren auf Server- und Client-Seite unterstützt werden müssen, um die geforderten Kriterien zu erfüllen. Weiterhin definiert diese Norm Gruppen von Diensten zur Kommunikation im Netzwerk, wie beispielsweise gemeinsame Datennutzung, Verarbeitung von Wertänderungen, Geräte- und Netzwerkmanagement usw.

Wireless trifft Wired

Bei der Entwicklung des SRC65-BACnet im Hause Thermokon wurde großer Wert auf die Einhaltung dieser Standards gelegt. Somit ist eine einwandfreie Interoperabilität sichergestellt und bereits existierende Projekte können mühelos erweitert werden. Hierbei fungiert das Produkt als Gateway zwischen der drahtlosen LowPower-Technologie aus dem Hause EnOcean und BACnet. Die Funktion umfasst demnach zusätzlich einen Funkempfänger für EnOcean Funktelegramme und wird immer gemeinsam mit anderen BACnet-Automationsstationen oder Leittechniken wie BACnet Operating Workstations betrieben. Alle Parametrier- und Konfigurationseinstellungen sind über das BACnet-Netzwerk möglich. Das verwendete Protokoll ist das international standardisierte BACnet MS/TP Protokoll. Dies ermöglicht den Anschluss an entsprechende Gegenstellen wie z.B. eine Automationsstation oder eine GLT. Die Übertragungsparameter liegen gemäß des Standards bei 8N1 (8 Datenbits, keine Parität, 1 Stoppbit) während die Baudrate frei wählbar (9600, 19200, 38400, 57600, 76800, 115200) und über DIP-Schalter einstellbar ist. Als Schnittstelle auf Bus-Seite dient der RS485-Standard, welcher speziell bei digitalen, leitungsgebundenen Datenübertragungen zum Einsatz kommt. Der Transceiver kann mittels eines Twisted-Pair-Kabels verbunden werden. Die maximale Anzahl an Busteilnehmern ohne Verwendung eines Repeaters wird durch den verwendeten RS485 Transceiver vorgegeben. Dieser ermöglicht 128 Geräte pro Bussegment. Die Adressierung der einzelnen Geräte zur Identifikation im Netzwerk erfolgt ebenfalls über einen DIP-Schalter und wird jedem Gerät individuell vergeben, um Verwechslungen bei der Adressierung der Telegramme zu vermeiden. Zur direkten optischen Auswertung des aktuellen Gerätestatus in Bezug auf Funktion, Bus- und Funkaktivitäten etc. dienen vier LEDs, die durch die transparente Abdeckung des SRC65-BACnet direkt ablesbar sind. Das Gateway arbeitet mit dem Geräteprofil BACnet Application Specific Controller (B-ASC), das eine Vielzahl an den oben beschriebenen BIBBs zur Verfügung stellt. Genauere Informationen hierüber sowie über die implementierten BACnet-Objekte und deren Funktion sind in der Produktbeschreibung auf der Thermokon-Homepage zu finden.

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