Schneider Electric und E.ON schließen Partnerschaft

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Bild: Schneider Electric GmbH

Schneider Electric hat die Unterzeichnung eines langfristigen Rahmenvertrags mit E.ON bekannt gegeben. Das Unternehmen unterstützt den Energieversorger im Rahmen der Partnerschaft bei der Umsetzung seiner Ziele mit SF6-freien Mittelspannungsschaltanlagen sowie einer Reihe digitaler Technologien. Die Kooperation basiere – so die Unternehmen – auf einem gemeinsamen Ziel: dem Aufbau nachhaltiger, intelligenter und effizienter Energienetze. Dabei knüpft man an eine über zwei Jahrzehnte lange Zusammenarbeit an. „Um eine grüne Transformation in Deutschland aktiv zu gestalten, investieren wir massiv in eine zukunftsfähige Energieinfrastruktur. Dieser langfristige Vertrag sichert den Zugang zu SF6-freien Technologien, unterstützt die Standardisierung und ermöglicht eine kosteneffiziente Umsetzung der Energiewende“, erklärt Lisbeth Buschkühl, Chief Procurement Officer von E.ON SE.

Der Rahmenvertrag sieht vor, dass Schneider Electric jährlich GM-AirSeT-Primärschaltfelder und RM-AirSeT-Sekundärschaltfelder (Ring Main Units, RMUs) liefern wird. Vor der Unterzeichnung der Vereinbarung wurde bei der E.ON-Tochter Westnetz ein Pilotprojekt mit SF6-freien gasisolierten Primärschaltanlagen (GIS) gestartet, um deren Eignung für die Anforderungen zu bewerten. Schneider Electric werde einen bedeutenden Teil des E.ON-Bedarfs an Primär- und Sekundäranlagen decken, so die Unternehmen. „Die Zusammenarbeit mit E.ON ist ein Paradebeispiel, wie Unternehmen gemeinsam die Transformation zu einer nachhaltigeren, digitalen Energieinfrastruktur beschleunigen und beeinflussen können. Durch den Einsatz von SF6-freien Technologien bei E.ON helfen wir nicht nur, neue regulatorische Anforderungen zu erfüllen – wir gestalten die Zukunft der Energieversorgung in Europa“, bestärkt Mike Hughes, CEO DACH, die Dimension der aktuellen Kooperation.

Das Treibhausgas SF6 hat ein globales Erwärmungspotenzial von 24.300, das heißt ein Kilogramm erwärmt die Atmosphäre so stark wie 24.300kg CO2. Außerdem bleibt es etwa 1.000 Jahre lang bestehen. Angesichts der bevorstehenden EU-F-Gasverordnung, die SF6 und andere F-Gase in neuen Mittelspannungsschaltanlagen bis 24kV ab dem 1. Januar 2026 verbietet, wird eine Abkehr von SF6 in der Stromverteilung nun immer konkreter und kritischer. Bei der AirSeT-Technologie wird SF6 durch reine Luft und Vakuum ersetzt.