KNX als intelligentes Werkzeug

KNX als intelligentes
Werkzeug

Die KNX-Gebäudesystemtechnik ist bei zukunftsorientierten Neubauten Stand der Technik. Dass sich die Bustechnik, kombiniert mit innovativen KNX-Komponenten von ABB Stotz-Kontakt auch indirekt zur Verkaufsförderung einsetzen lässt, zeigt eindrucksvoll das Famoversum, eine Ausstellung für Bad, Licht und Wärme.
Als Inspirationsquelle präsentiert sich für Installateure, Planer und Architekten, Investoren aber auch private Bauherren das Famoversum in Oldenburg. Seit März 2013 lädt die Ausstellung für Bad, Licht und Wärme mit ihrem erlebnisorientierten Charakter ein, sich über aktuelle technische Trends zu informieren. Auf zwei Etagen stehen etwa 970m² Bad- und Heizungstechnik mit Pellet-Öfen, Wärmepumpen und Gasbrennwertgeräte sowie rund 350m² Fläche mit Licht- und Haustechnik zur Verfügung. Ins Auge fallen den Besuchern die 42 Badkojen im Erdgeschoss, die sich sowohl durch ihre Verknüpfung von Musik, Licht und Komfort auszeichnen als auch durch die offensive Aufforderung nicht nur anschauen, sondern anfassen und ausprobieren! Über einen Vierfachtaster, der mit den Funktionen Zentral, Deckenlicht, Wandleuchten und Musik belegt ist, lassen sich die gewünschten Szenen abrufen. Umgesetzt mit KNX-Technik, die so als Art Verkaufsberater fungiert. Zusätzlich erhöht die – unabhängig von Art und Preisklasse – aufwändige Ausstattung, wie die Materialien der Wandgestaltung, die Attraktivität der Ausstellung und damit auch den Kaufanreiz. Statt einzelner Komponenten sind hier ansprechende Wohnsituationen – für die Singlewohnung bis hin zum Luxusbadezimmer – geschaffen worden, wie Lutz Pfeiffer, Leiter Marketing bei Famo GmbH & Co. KG, betonte. Gerade die funktionsfähigen Ausstellungsbäder veranschaulichen das Potenzial heutiger Technik.

Nach vorn geschaut

Die zukunftsweisende Ausstellung zeigt die Ausrichtung des inhabergeführten mittelständischen Fachgroßhandels Famo mit 770 Mitarbeitern in 37 Niederlassungen: Für den Unternehmenschef Torsten Heinje stehen technische Trends, die Entwicklung zur Marke Famo und marktspezifische Fragen ebenso wie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden im Mittelpunkt. Ganz dem Zeitgeist entsprechend ist auch der Neubau, in dem Ausstellung, Verwaltung und Lager untergebracht sind, konsequent auf Energieeffizienz ausgelegt. Dies gilt für die Gebäudehülle, wie Fenster und Fassade, ebenso wie für die umweltfreundliche Heizung und Kühlung über Wärmepumpe kombiniert mit Betonkernaktivierung und Fußbodenheizung. Die Regie über das komplexe Zusammenspiel der Gewerke im Famoversum übernimmt die KNX-Gebäudesystemtechnik. 780 KNX-Geräte sind vier Bereichen mit insgesamt 25 Linien zugeordnet. Entsprechend dezentral sind auch die Verteilerschränke im Gebäude untergebracht – vorrangig mit KNX-Komponenten von ABB Stotz-Kontakt bestückt und verdrahtet vom hauseigenen Famo-Schaltanlagenbau. Differierend zu den meisten KNX-Systemen sind hier keine Linienkoppler eingesetzt worden, sondern verknüpft über IP-Router IPR/S4.1 fungiert das hauseigene Ethernet als ‚Backbone‘ mit weitreichendem Nutzen vor allem für den Ausstellungsbetrieb.

Durchdacht

Viel Herzblut steckt in der KNX-Gebäudesystemtechnik: Denn von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zur Programmierung ist alles Famo-intern gelöst worden. Dies gilt ebenso für die Visualisierung. Nur die Installation hat man dem ortsansässigen Unternehmen Jähnig Elektrotechnik übertragen. Wie Michael Reich, Fachberater KNX-System & Meldesysteme, erläuterte, ließen sich so alle Bedürfnisse exakt abbilden und es sind auch die Voraussetzungen gegeben, um Änderungen schnell und ohne großen Aufwand, d.h. kostengünstig umsetzen zu können, wie dies die Umgestaltung der Badkojen erfordert. Denn immer wieder andere Eindrücke sollen die Interessenten inspirieren, sodass neue Komponenten und Lichtszenen in Einklang gebracht werden müssen. Aber auch der energieeffiziente Betrieb des Famo-Gebäudekomplexes basiert auf der KNX-Gebäudesystemtechnik. Intuitiv bedient über ‚konventionelle‘ Benutzeroberflächen, wie Licht- oder Jalousietaster, stellt in den Büros die Konstantlichtregelung 500lx Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz zur Verfügung. Intelligent verknüpft mit den DALI-Betriebsgeräten über DALI/KNX-Gateways DG/S 1.1, dimmt die KNX-Technik entsprechend der Umgebungshelligkeit fast unmerklich die Beleuchtung. Diese ist im gesamten Gebäude mit der Beschattung gekoppelt. Für eine angenehme Raumatmosphäre ermittelt eine Wetterstation auf dem Dach die Helligkeitswerte in drei Himmelsrichtungen. Darauf abgestimmt, wird die Beschattung über Jalousieaktoren JRA/S 4.230.2.1 bzw. JRA/S 8.230. 2.1 fassadenweise verfahren und die Lamellen werden gemäß dem Sonnenstand nachgeführt, sodass angenehme Sehbedingungen vorherrschen. Als zusätzliche Aufgabe reduziert die Beschattung im Ausstellungsraum mit seiner großflächigen Verglasung erheblich den Wärmeeintrag ins Gebäude – was bei der Berechnung der Kühlleistung bereits berücksichtigt worden ist. Ebenfalls ist Energieeffizienz bei Heizen und Kühlen angesagt: Eine Wärmepumpe sorgt über Fußbodenheizung bzw. Betonkernaktivierung das ganze Jahr über für ein angenehmes Raumklima. Dabei steuert das KNX-System über die Ventilantriebsaktoren VAA/S 6.230 bzw. VAA/S 12.230 den bedarfsgemäßen Durchfluss. Die KNX-Einzelraumregelung in jedem Büro – ohne manuelle Eingriffsmöglichkeit durch die Nutzer – ist auf 20,5°C voreingestellt. Auch das Lager ist mit Fußbodenheizung ausgestattet.

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Thematik: Allgemein
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Ausgabe:
ABB Stotz-Kontakt GmbH
www.abb.de/stotzkontakt

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KNX als intelligentes
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Die KNX-Gebäudesystemtechnik ist bei zukunftsorientierten Neubauten Stand der Technik. Dass sich die Bustechnik, kombiniert mit innovativen KNX-Komponenten von ABB Stotz-Kontakt auch indirekt zur Verkaufsförderung einsetzen lässt, zeigt eindrucksvoll das Famoversum, eine Ausstellung für Bad, Licht und Wärme.
Als Inspirationsquelle präsentiert sich für Installateure, Planer und Architekten, Investoren aber auch private Bauherren das Famoversum in Oldenburg. Seit März 2013 lädt die Ausstellung für Bad, Licht und Wärme mit ihrem erlebnisorientierten Charakter ein, sich über aktuelle technische Trends zu informieren. Auf zwei Etagen stehen etwa 970m² Bad- und Heizungstechnik mit Pellet-Öfen, Wärmepumpen und Gasbrennwertgeräte sowie rund 350m² Fläche mit Licht- und Haustechnik zur Verfügung. Ins Auge fallen den Besuchern die 42 Badkojen im Erdgeschoss, die sich sowohl durch ihre Verknüpfung von Musik, Licht und Komfort auszeichnen als auch durch die offensive Aufforderung nicht nur anschauen, sondern anfassen und ausprobieren! Über einen Vierfachtaster, der mit den Funktionen Zentral, Deckenlicht, Wandleuchten und Musik belegt ist, lassen sich die gewünschten Szenen abrufen. Umgesetzt mit KNX-Technik, die so als Art Verkaufsberater fungiert. Zusätzlich erhöht die – unabhängig von Art und Preisklasse – aufwändige Ausstattung, wie die Materialien der Wandgestaltung, die Attraktivität der Ausstellung und damit auch den Kaufanreiz. Statt einzelner Komponenten sind hier ansprechende Wohnsituationen – für die Singlewohnung bis hin zum Luxusbadezimmer – geschaffen worden, wie Lutz Pfeiffer, Leiter Marketing bei Famo GmbH & Co. KG, betonte. Gerade die funktionsfähigen Ausstellungsbäder veranschaulichen das Potenzial heutiger Technik.

Nach vorn geschaut

Die zukunftsweisende Ausstellung zeigt die Ausrichtung des inhabergeführten mittelständischen Fachgroßhandels Famo mit 770 Mitarbeitern in 37 Niederlassungen: Für den Unternehmenschef Torsten Heinje stehen technische Trends, die Entwicklung zur Marke Famo und marktspezifische Fragen ebenso wie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden im Mittelpunkt. Ganz dem Zeitgeist entsprechend ist auch der Neubau, in dem Ausstellung, Verwaltung und Lager untergebracht sind, konsequent auf Energieeffizienz ausgelegt. Dies gilt für die Gebäudehülle, wie Fenster und Fassade, ebenso wie für die umweltfreundliche Heizung und Kühlung über Wärmepumpe kombiniert mit Betonkernaktivierung und Fußbodenheizung. Die Regie über das komplexe Zusammenspiel der Gewerke im Famoversum übernimmt die KNX-Gebäudesystemtechnik. 780 KNX-Geräte sind vier Bereichen mit insgesamt 25 Linien zugeordnet. Entsprechend dezentral sind auch die Verteilerschränke im Gebäude untergebracht – vorrangig mit KNX-Komponenten von ABB Stotz-Kontakt bestückt und verdrahtet vom hauseigenen Famo-Schaltanlagenbau. Differierend zu den meisten KNX-Systemen sind hier keine Linienkoppler eingesetzt worden, sondern verknüpft über IP-Router IPR/S4.1 fungiert das hauseigene Ethernet als ‚Backbone‘ mit weitreichendem Nutzen vor allem für den Ausstellungsbetrieb.

Durchdacht

Viel Herzblut steckt in der KNX-Gebäudesystemtechnik: Denn von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zur Programmierung ist alles Famo-intern gelöst worden. Dies gilt ebenso für die Visualisierung. Nur die Installation hat man dem ortsansässigen Unternehmen Jähnig Elektrotechnik übertragen. Wie Michael Reich, Fachberater KNX-System & Meldesysteme, erläuterte, ließen sich so alle Bedürfnisse exakt abbilden und es sind auch die Voraussetzungen gegeben, um Änderungen schnell und ohne großen Aufwand, d.h. kostengünstig umsetzen zu können, wie dies die Umgestaltung der Badkojen erfordert. Denn immer wieder andere Eindrücke sollen die Interessenten inspirieren, sodass neue Komponenten und Lichtszenen in Einklang gebracht werden müssen. Aber auch der energieeffiziente Betrieb des Famo-Gebäudekomplexes basiert auf der KNX-Gebäudesystemtechnik. Intuitiv bedient über ‚konventionelle‘ Benutzeroberflächen, wie Licht- oder Jalousietaster, stellt in den Büros die Konstantlichtregelung 500lx Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz zur Verfügung. Intelligent verknüpft mit den DALI-Betriebsgeräten über DALI/KNX-Gateways DG/S 1.1, dimmt die KNX-Technik entsprechend der Umgebungshelligkeit fast unmerklich die Beleuchtung. Diese ist im gesamten Gebäude mit der Beschattung gekoppelt. Für eine angenehme Raumatmosphäre ermittelt eine Wetterstation auf dem Dach die Helligkeitswerte in drei Himmelsrichtungen. Darauf abgestimmt, wird die Beschattung über Jalousieaktoren JRA/S 4.230.2.1 bzw. JRA/S 8.230. 2.1 fassadenweise verfahren und die Lamellen werden gemäß dem Sonnenstand nachgeführt, sodass angenehme Sehbedingungen vorherrschen. Als zusätzliche Aufgabe reduziert die Beschattung im Ausstellungsraum mit seiner großflächigen Verglasung erheblich den Wärmeeintrag ins Gebäude – was bei der Berechnung der Kühlleistung bereits berücksichtigt worden ist. Ebenfalls ist Energieeffizienz bei Heizen und Kühlen angesagt: Eine Wärmepumpe sorgt über Fußbodenheizung bzw. Betonkernaktivierung das ganze Jahr über für ein angenehmes Raumklima. Dabei steuert das KNX-System über die Ventilantriebsaktoren VAA/S 6.230 bzw. VAA/S 12.230 den bedarfsgemäßen Durchfluss. Die KNX-Einzelraumregelung in jedem Büro – ohne manuelle Eingriffsmöglichkeit durch die Nutzer – ist auf 20,5°C voreingestellt. Auch das Lager ist mit Fußbodenheizung ausgestattet.

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