Energieverbrauch messen und steuern

Energieverbrauch messen und steuern

Steigende Energiekosten, Wirtschaftlichkeit und der nötige Klimaschutz wecken die Forderung nach mehr Transparenz im Energieverbrauch. Dem stehen die allgemein praktizierten jährlichen Abrechnungen entgegen. Eine Änderung bahnt sich hier nur beim Bezug von elektrischer Energie an. Durch Nutzung intelligenter Energiezähler könnte der Stromkunde künftig seinen Verbrauch zeitnah beobachten und bewusst steuern. Mit KNX ist ein detailliert bewusster Umgang mit Energie heute schon möglich, nicht nur bei der elektrischen Energie, sondern auch mit Wärme, Wasser und mit fossilen Energieträgern wie Öl und Gas. Zahlreiche KNX-Komponenten sind bereits auf dem Markt. Eine neue Broschüre informiert ausführlich über die Vorteile der Technik.
Ein Schlüssel für den bewussteren Umgang mit Energie im Gebäude ist, dem Verbraucher den laufenden Energieverbrauch möglichst plastisch vor Augen zu führen. Nichts anderes tut, die seit langem bekannte, Momentanverbrauchsanzeige im Auto: Bei unüberlegtem, rasantem Gasgeben oder beim Fahren mit ‚Bleifuß‘ kann man sofort sehen, wie der Spritverbrauch in ungeahnte Höhen schnellt. Nicht anders könnte es in den Gebäuden sein. Nur sind bisher sehr wenige mit solchen Messeinrichtungen ausgestattet. Smart Metering wird dieses Verfahren genannt, was soviel wie Intelligente Messwerterfassung und -anzeige bedeutet. Nur wenn man weiß, wann und wofür augenblicklich wieviel Energie verbraucht wird, kann man entsprechend gegensteuern, bestimmte Verbraucher abschalten bzw. in günstigeren Tarifzeiten betreiben.

Eine Aufgabe für KNX

Was nützt es jedoch dem Kunden, wenn er über seine Heizkosten, aber weder über die Temperaturen in den Räumen, den Öffnungszustand der Fenster oder den Bewohnungszustand des Hauses informiert ist? Was nützt es, wenn er über Stromversorgungskosten informiert ist, aber einzelne Verbraucherschaltzustände oder den Bewohnungszustand nicht kennt? Bessere Rückschlüsse auf das Verbrauchsverhalten und die Einsparpotenziale oder direkte Hinweise zur Optimierung des Verbraucherverhaltens erhält der Kunde durch die Bereitstellung von Temperaturen in den Räumen, die Fensterstellung und den Bewohnungszustand. Hier bietet KNX Lösungen, die über ein Visualisierungs- und Automatisierungssystem mit der Energiedatenerfassung kombiniert werden können. Ergebnis dieser Implementation ist das aktive Energiemanagement, über das der Kunde sich informieren kann und durch eine Visualisierungsoberfläche gezielt auch auf notwendige Nutzeränderungen hingewiesen wird.

Die Zukunft hat begonnen

In den Einführungskonzeptionen für Smart Metering spielt die Kostenneutralität oder das ROI (Return Of Investment) eine wesentliche Rolle. Den Investitionen stehen Effizienzsteigerungen durch Onlineablesung und -abrechnung, insbesondere jedoch Kostensenkungen im Energiebereich gegenüber. Die dann noch vorhandene Kostenlücke kann durch zusätzliche Dienste geschlossen werden. Hier sind Services durch kontinuierliche Verbrauchsinformationen, Überwachungseinrichtungen, z.B. Rauchwarnmelder, Glasbruchsensoren, Wohnraumregelung, Überwachung der Vitalfunktionen der Bewohner u.a. möglich. Dabei steht die Kompatibilität der Messgeräte mit der KNX-Welt im Vordergrund.

Empfehlung von Gremien

Die Vereinigung von mehr als 1.000 Firmen der Gas-, Wärme- und Wasserzählerhersteller FIGAWA, empfiehlt die Anwendung des KNX als internationalen Standards für Haus- und Gebäudesystemtechnik für alle Übertragungsmedien: Leitungsgebundene (Twisted Pair), Strom­leitung (Powerline), Funk (Radio Frequency) als auch IP. Mit dem Ergebnis wird deutlich, dass die verschiedenen Bereiche der Industrie, mit sehr verschiedenen Hintergründen, Zielsetzungen am Markt und Zielgruppen, zum Wohle des Kunden hervorragend zusammengearbeitet haben. Da KNX bereits als weltweiter Bus-Standard etabliert ist, werden diese Synergien mit der Verbrauchsdatenerfassung weiteren Aufschwung bringen.

Neue Broschüre

Ausführliche konkrete Informationen mit anschaulichen Erklärungen und Beispielen liefert die neue 16-seitige Broschüre ‚Smart Metering mit KNX‘. In fünf Kapiteln erläutert sie in verständlicher Sprache allgemeine Hintergründe zum Smart Metering und technische Zusammenhänge. Schließlich stellt sie Anwendungsbeispiele vor und geht auf verschiedene Produkte ein. Die Broschüre ‚Smart Metering mit KNX‘ steht im Internet unter www.knx.org/knx/knx-applications/smart-metering/ zum Download oder kann unter der E-Mail-Adresse info@knx.org bestellt werden.

Thematik: Allgemein
Ausgabe:
KNX Deutschland c/o. ZVEI e.V.
www.knx.org

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Energieverbrauch messen und steuern

Steigende Energiekosten, Wirtschaftlichkeit und der nötige Klimaschutz wecken die Forderung nach mehr Transparenz im Energieverbrauch. Dem stehen die allgemein praktizierten jährlichen Abrechnungen entgegen. Eine Änderung bahnt sich hier nur beim Bezug von elektrischer Energie an. Durch Nutzung intelligenter Energiezähler könnte der Stromkunde künftig seinen Verbrauch zeitnah beobachten und bewusst steuern. Mit KNX ist ein detailliert bewusster Umgang mit Energie heute schon möglich, nicht nur bei der elektrischen Energie, sondern auch mit Wärme, Wasser und mit fossilen Energieträgern wie Öl und Gas. Zahlreiche KNX-Komponenten sind bereits auf dem Markt. Eine neue Broschüre informiert ausführlich über die Vorteile der Technik.
Ein Schlüssel für den bewussteren Umgang mit Energie im Gebäude ist, dem Verbraucher den laufenden Energieverbrauch möglichst plastisch vor Augen zu führen. Nichts anderes tut, die seit langem bekannte, Momentanverbrauchsanzeige im Auto: Bei unüberlegtem, rasantem Gasgeben oder beim Fahren mit ‚Bleifuß‘ kann man sofort sehen, wie der Spritverbrauch in ungeahnte Höhen schnellt. Nicht anders könnte es in den Gebäuden sein. Nur sind bisher sehr wenige mit solchen Messeinrichtungen ausgestattet. Smart Metering wird dieses Verfahren genannt, was soviel wie Intelligente Messwerterfassung und -anzeige bedeutet. Nur wenn man weiß, wann und wofür augenblicklich wieviel Energie verbraucht wird, kann man entsprechend gegensteuern, bestimmte Verbraucher abschalten bzw. in günstigeren Tarifzeiten betreiben.

Eine Aufgabe für KNX

Was nützt es jedoch dem Kunden, wenn er über seine Heizkosten, aber weder über die Temperaturen in den Räumen, den Öffnungszustand der Fenster oder den Bewohnungszustand des Hauses informiert ist? Was nützt es, wenn er über Stromversorgungskosten informiert ist, aber einzelne Verbraucherschaltzustände oder den Bewohnungszustand nicht kennt? Bessere Rückschlüsse auf das Verbrauchsverhalten und die Einsparpotenziale oder direkte Hinweise zur Optimierung des Verbraucherverhaltens erhält der Kunde durch die Bereitstellung von Temperaturen in den Räumen, die Fensterstellung und den Bewohnungszustand. Hier bietet KNX Lösungen, die über ein Visualisierungs- und Automatisierungssystem mit der Energiedatenerfassung kombiniert werden können. Ergebnis dieser Implementation ist das aktive Energiemanagement, über das der Kunde sich informieren kann und durch eine Visualisierungsoberfläche gezielt auch auf notwendige Nutzeränderungen hingewiesen wird.

Die Zukunft hat begonnen

In den Einführungskonzeptionen für Smart Metering spielt die Kostenneutralität oder das ROI (Return Of Investment) eine wesentliche Rolle. Den Investitionen stehen Effizienzsteigerungen durch Onlineablesung und -abrechnung, insbesondere jedoch Kostensenkungen im Energiebereich gegenüber. Die dann noch vorhandene Kostenlücke kann durch zusätzliche Dienste geschlossen werden. Hier sind Services durch kontinuierliche Verbrauchsinformationen, Überwachungseinrichtungen, z.B. Rauchwarnmelder, Glasbruchsensoren, Wohnraumregelung, Überwachung der Vitalfunktionen der Bewohner u.a. möglich. Dabei steht die Kompatibilität der Messgeräte mit der KNX-Welt im Vordergrund.

Empfehlung von Gremien

Die Vereinigung von mehr als 1.000 Firmen der Gas-, Wärme- und Wasserzählerhersteller FIGAWA, empfiehlt die Anwendung des KNX als internationalen Standards für Haus- und Gebäudesystemtechnik für alle Übertragungsmedien: Leitungsgebundene (Twisted Pair), Strom­leitung (Powerline), Funk (Radio Frequency) als auch IP. Mit dem Ergebnis wird deutlich, dass die verschiedenen Bereiche der Industrie, mit sehr verschiedenen Hintergründen, Zielsetzungen am Markt und Zielgruppen, zum Wohle des Kunden hervorragend zusammengearbeitet haben. Da KNX bereits als weltweiter Bus-Standard etabliert ist, werden diese Synergien mit der Verbrauchsdatenerfassung weiteren Aufschwung bringen.

Neue Broschüre

Ausführliche konkrete Informationen mit anschaulichen Erklärungen und Beispielen liefert die neue 16-seitige Broschüre ‚Smart Metering mit KNX‘. In fünf Kapiteln erläutert sie in verständlicher Sprache allgemeine Hintergründe zum Smart Metering und technische Zusammenhänge. Schließlich stellt sie Anwendungsbeispiele vor und geht auf verschiedene Produkte ein. Die Broschüre ‚Smart Metering mit KNX‘ steht im Internet unter www.knx.org/knx/knx-applications/smart-metering/ zum Download oder kann unter der E-Mail-Adresse info@knx.org bestellt werden.

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