Weil draußen zählt, was hält

Weniger Standard, mehr Individualität 
bei den Zähleranschlusssäulen von F-Tronic
Weniger Standard, mehr Individualität bei den Zähleranschlusssäulen von F-Tronic – Bild: F-Tronic GmbH

Anforderungen an moderne Elektroinstallationen werden immer vielfältiger. So auch bei der Stromversorgung außerhalb von Gebäuden. Dort treffen unterschiedlichste Rahmenbedingungen aufeinander: begrenzte Platzverhältnisse, mehrere Zählerplätze, gewerbliche Anwendungen oder komplexe Energieverteilungen. Was in einem Projekt problemlos mit einer klassischen Zähleranschlusssäule gelöst werden kann, erfordert im nächsten Fall bereits deutlich mehr Platz und Funktionalität. Hier setzen die Zähleranschlusssäulen von F-Tronic an.

Das bisherige Sortiment mit ein- und zweifeldrigen Außensäulen wird um drei-, vier- und fünffeldrige Varianten erweitert. Damit stehen künftig noch mehr Möglichkeiten zur Verfügung, um unterschiedliche Anforderungen im Außenbereich abzubilden. Und auch bei der Montage lässt die neue Generation mehr Spielraum: Für die drei-, vier- und fünffeldrigen Säulen stehen sowohl Eingrabsockel für die direkte Installation im Erdreich als auch Bodensockel für die Befestigung auf einem Betonfundament zur Verfügung.

Doch die eigentliche Neuerung geht weiter. Das Unternehmen verfolgt bei der neuen ZAS-Generation nicht das Ziel, möglichst viele einzelne Standardvarianten anzubieten. Stattdessen steht ein schlankes und praxisorientiertes Standardsortiment im Mittelpunkt, ergänzt durch die Möglichkeit, Zähleranschlusssäulen individuell nach Kunden- und Projektanforderungen planen und bei Bedarf sogar individuell ausbauen zu lassen. Damit wird aus einer Zähleranschlusssäule mehr als nur ein Gehäuse für einen Zähler: Sie wird zur individuell abgestimmten Lösung für die jeweilige Anwendung.

Zweifeldrige Zähleranschlusssäule mit Eingrabsockel
Zweifeldrige Zähleranschlusssäule
mit Eingrabsockel – Bild: F-Tronic GmbH

Von der klassischen Zählersäule bis zur individuellen Projektlösung

Im privaten Wohnbau ist die Zähleranschlusssäule häufig eine praktische Alternative zur Unterbringung der Zählertechnik im Gebäude. Sie kann z.B. an der Grundstücksgrenze platziert werden und ermöglicht dadurch eine gute Zugänglichkeit für Netzbetreiber und Installateur. Gleichzeitig lässt sich wertvoller Platz im Gebäude einsparen. Gerade bei Häusern ohne Keller oder mit klein dimensioniertem Hauswirtschaftsraum kann dies ein entscheidender Vorteil sein.

Doch auch außerhalb des klassischen Wohnbaus eröffnen sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. In Ferienhaussiedlungen oder Schrebergartenanlagen können größere Säulen mit mehreren Zählerplätzen eingesetzt werden. Im gewerblichen Bereich können unterschiedliche Zähler- und Verteilungsanforderungen in einer gemeinsamen Lösung zusammengeführt werden. Und auch für industrielle Anwendungen bietet das System die notwendige Flexibilität, um komplexere Einbauten umzusetzen.

Mit den neuen drei-, vier- und fünffeldrigen Varianten wird dieser Anwendungsbereich nochmal deutlich erweitert. Die drei neuen Säulenvarianten sind in zwei Bauhöhen erhältlich: 1.080 und 1.350mm. Je nach Einbausituation und benötigtem Platzangebot kann die passende Ausführung gewählt werden. Die neuen Gehäuse können wahlweise mit Eingrabsockel oder Bodensockel realisiert werden. Während der Eingrabsockel eine direkte Installation im Erdreich ermöglicht, eignet sich der Bodensockel für die Montage auf einem Betonfundament – jeweils mit passendem Füllmaterial.

Für den Elektroinstallateur bedeutet das vor allem eines: mehr Freiheit bei der Planung. Denn anstatt die Anwendung an eine vorgegebene Säulenvariante anpassen zu müssen, kann die Zähleranschlusssäule stärker an den tatsächlichen Anforderungen des Projektes ausgerichtet werden.

Neue vierfeldrige Zähleranschlusssäule für vier 3.HZ-Zähler mit Verteilerfeld inkl. APZ-Platz - mit Bodensockel zur Aufstellung direkt auf einem Fundament
Neue vierfeldrige Zähleranschlusssäule für vier 3.HZ-Zähler mit Verteilerfeld inkl. APZ-Platz – mit Bodensockel zur Aufstellung direkt auf einem Fundament – Bild: F-Tronic GmbH

Ein System, viele Möglichkeiten

Das Herzstück der neuen Zähleranschlusssäulen ist ihre Flexibilität im Innenraum. Neben klassischen Zählerschränken lassen sich auch Wandleranlagen bis 250A sowie Verteilerschränke realisieren und auch Kommunikationsfelder können berücksichtigt werden. Damit können unterschiedlichste Funktionen in einer Außensäule miteinander kombiniert werden – von der reinen Stromzählung über die Verteilung bis hin zu komplexeren Mess- und Kommunikationslösungen.

Für die Zählertechnik stehen Lösungen für 3.HZ und eHZ zur Verfügung. Das Ausbausystem entspricht dabei in großen Teilen dem bekannten Zählerschranksystem von des Herstellers. Für den Anwender bedeutet das: Bewährte Systemtechnik wird in eine Lösung übertragen, die speziell für den Einsatz im Außenbereich konzipiert ist.

Auch hinsichtlich der Schutzanforderungen ist die neue Generation auf die Anforderungen des Einsatzbereichs ausgelegt. Die Zähleranschlusssäulen verfügen über Schutzklasse II und eine Schutzart IP44; ergänzt durch im Inneren eingesetzte IP54-Hauben. Die Ausführungen werden nach den aktuellen Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der jeweiligen Netzbetreibern gebaut.

Damit nicht bei jedem Projekt auf eine individuelle Lösung zurückgegriffen werden muss, stehen für typische Anwendungen bereits verschiedene Standardlösungen als Komplettsäulen zur Verfügung. Wird ein Projekt hingegen komplexer oder stellt besondere Anforderungen, können Kunden auf die Projektierungskompetenz des Herstellers zurückgreifen. So lässt sich für jede Anwendung die passende Lösung realisieren – von der Standardsäule bis zur individuell geplanten Zähleranschlusssäule.

Individuell geplant statt aufwendig zusammengestellt

Gerade bei komplexeren Projekten kann die Zusammenstellung der passenden Komponenten schnell zur Herausforderung werden. Welche Zählerplätze werden benötigt? Ist eine Wandleranlage erforderlich? Wie viel Platz wird für die Verteilung benötigt? Soll ein Kommunikationsfeld integriert werden? Welche Bauhöhe und welcher Sockel sind für die Einbausituation sinnvoll? Mit den neuen ZAS-Lösungen übernimmt F-Tronic auf Wunsch einen Großteil der Planung.

Projektierung Mitarbeiter ZS Systeme
Bild: f-tronic GmbH

Das Projektierungsteam konfiguriert die Zähleranschlusssäule passend zum jeweiligen Anwendungsfall und sorgt dafür, dass die benötigten Komponenten sinnvoll aufeinander abgestimmt sind. So entsteht keine Lösung ‚von der Stange‘, sondern eine speziell geplante und ausgebaute Säule für das konkrete Projekt. Dabei geht es nicht nur um die technische Auslegung. Auch die Dokumentation gehört zum Service. Der Kunde erhält damit eine ganzheitlich geplante Lösung und muss sich nicht selbst durch eine Vielzahl einzelner Komponenten und Varianten arbeiten.

Dabei muss nicht jedes Projekt bereits heute exakt wissen, welche Komponenten in Zukunft benötigt werden. Die größere Variantenvielfalt bei den Gehäusen schafft auch Reserven für Anwendungen, bei denen sich Anforderungen im Projektverlauf verändern oder zusätzliche Funktionen notwendig werden.

Durchdacht bis ins Detail

Neben der Auswahl an Gehäusebreiten und individuellen Ausbaumöglichkeiten bringen die Zähleranschlusssäulen verschiedene Features mit, die auf die Praxis zugeschnitten sind. Das Gehäuse ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Dadurch entsteht eine robuste und widerstandsfähige Konstruktion, die für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich ausgelegt ist. Gleichzeitig sorgt die hohe Stabilität der Komponenten für eine sichere und langlebige Lösung.

Auch die Montage wurde auf einfache Handhabung ausgelegt. Ein Klicksystem ermöglicht die werkzeuglose Demontage der Tür sowie der Verschlussplatten. Das kann insbesondere bei Arbeiten auf der Baustelle einen Zeitvorteil bringen. Schraub- und Montagepunkte sind leicht zugänglich und erleichtern die Installation.

Ein weiteres Detail ist der Kabeleinführungsflansch mit Durchstoßmembran. Er unterstützt eine schnelle und unkomplizierte Kabeleinführung und trägt damit ebenfalls zu einer zeitsparenden, komfortablen Montage bei. Alle Komponenten werden auf einer Montagerückwand montiert. Dadurch lässt sich der Innenausbau übersichtlich und strukturiert umsetzen. Der geräumige Innenraum und der große Türöffnungswinkel schaffen zusätzlichen Montagekomfort und erleichtern den Zugang.

Auch an den Schutz im täglichen Geschehen wurde gedacht. Ein seitlicher Eingreifschutz verhindert z.B., dass Kriechtiere in sensible Bereiche gelangen können. Die moderne Oberfläche des Gehäuses erschwert zudem eine unerwünschte Plakatierung. Ein kleines, aber praktisches Detail für den Einsatz im öffentlichen bzw. frei zugänglichen Außenbereich. Bei der Montage punktet die Konstruktion außerdem mit einem weiteren wichtigen Vorteil: Das Material verhindert eine Fasersplitterung. Damit wird nicht nur die Verarbeitung erleichtert, sondern auch für eine saubere und sichere Montage gesorgt.