
Bosch plant, seine Konzernstrukturen neu zu ordnen: Die Aktivitäten des Unternehmensbereichs Mobility und der zentralen Servicebereiche Bosch Digital, Global Business Services sowie Global Real Estate innerhalb Deutschlands sollen von der Robert Bosch GmbH in jeweils eigenständige Gesellschaften überführt werden. Damit werden die vier Einheiten künftig als 100-prozentige Tochtergesellschaften (GmbHs) innerhalb der Bosch-Gruppe geführt. Bereits heute bestehen für die unterschiedlichen Geschäftsfelder in den Unternehmensbereichen Industrial Technology, Consumer Goods und Energy and Building Technology eigene Tochtergesellschaften. Dies soll nun in Deutschland für Mobility und die Servicebereiche nachgezogen werden.
Ziel der Neuordnung sei es, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Bosch durch mehr Kundennähe, gestärktes Unternehmertum, mehr Flexibilität und kurze Entscheidungswege im operativen Geschäft weiter auszubauen, so die Verantwortlichen. „Das Umfeld in unseren Märkten wird anspruchsvoller. Neue Konkurrenten, vor allem aus Asien, erhöhen den Wettbewerbsdruck. Für uns bei Bosch heißt das: Wir müssen Innovationen noch schneller in den Markt bringen, Strukturen und Prozesse spürbar vereinfachen und insgesamt noch mehr Tempo machen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu behaupten“, erklärt Dr. Christian Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Klar sei: Alle Einheiten bleiben auch in ihrer neuen Rechtsform ein integraler Bestandteil der Bosch-Gruppe.
Im Zuge der Neuordnung sollen rund 62.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland in die neuen Tochtergesellschaften wechseln – die meisten davon aus dem Mobility-Bereich. Die Arbeitsverträge sollen auf die neuen Tochtergesellschaften übergehen. Die Robert Bosch GmbH wird künftig in erster Linie die Unternehmenszentrale sowie die zentrale Forschung und Vorausentwicklung umfassen. Derzeit sind das insgesamt mehr als 3.000 Beschäftigte. Die gesamte Weiterentwicklung soll schrittweise bis Ende 2027 umgesetzt werden. Die neuen Rechtseinheiten sollen am 1. August 2027 ihre operative Arbeit aufnehmen.













