
Das zweigeschossige Wohnhaus aus der Feder von Markus Gentner Architekten grenzt direkt an einen Mischwald und nutzt die Topographie des Hanggrundstücks aus. Auf der Talseite öffnet sich die 260m² große Villa mit großen Glasflächen und einer zurückspringenden Dachterrasse, die von einem Flachdach mit zwei Aussparungen überdeckt wird. Das Ergebnis: Ein unverbaubarer Blick ins Grüne und größtmögliche Intimität. Die Architektur setzt auf Stringenz, zwei horizontale Betonbänder, breite Glasfronten und vertikale Lamellen als Licht- und Sichtschutz im oberen Stock. Auch das Materialkonzept folgt dieser Klarheit: Beton, Glas, verzinkter Stahl und Eichenholz, innen wie außen. Decken und Böden aus Sichtbeton prägen die weitläufigen Räume. Dass sie trotzdem weder industriell noch unterkühlt wirken, liegt an den großflächigen Fenstern mit Blick ins Grüne und am Eichenholz, das warme Akzente setzt. Dieses wird immer wieder verwendet, für Einbau- und Wandschränke, einen historischen Esstisch oder ein langgestrecktes Regalelement als Treppenbrüstung. Minimalismus prägt auch die Details: Puristische Waschtische mit Betonsockel, maßgefertigte Türen aus Eichenholz mit sanft gerundeten Griffvertiefungen statt Klinken. Zeitlose Tastsensoren und Steckdosen der Designlinie Gira E2 in Grau matt sind in die Sichtbetonwände eingelassen. Varianten in Schwarz und Weiß harmonieren mit den passenden Wandflächen.

Intelligenz im Hintergrund

Die Bauherren setzten auf das kabelgebundene Bussystem KNX. Herzstück ist ein Gira X1 Server, der das KNX-System intelligent steuert: Von der Beleuchtung über die Beschattung, Heizung, Sicherheitsfunktionen, Videokameras und Sprechanlage bis hin zum Laden des E-Autos und der Gartenbewässerung. Die komplexe Elektroplanung und Installation hat das Unternehmen Elektro Jakob aus Puschendorf übernommen. „Der Bauherr wollte smarte Funktionen, die den Alltag erleichtern, intuitiv bedienbar sind und weitestgehend automatisiert – so, wie wir sie auch aus dem Auto kennen“, erklärt Firmeninhaber Rainer Jakob. Bedient wird über die Gira X1 App am Smartphone oder Tablet, die Tastsensoren an der Wand sowie den Gira G1 mit hochauflösendem Multitouch-Display: Hier lassen sich alle Funktionen zentral und intuitiv steuern, von der Licht- und Jalousiesteuerung über die Raumtemperatur, die Programmierung von Zeitschaltuhren bis hin zum Abruf von Szenen. In Verbindung mit der Türkommunikation fungiert der G1 zudem als Wohnungsstation: Bei einem Klingelsignal wechselt er automatisch in den Türsprech-Modus. Vor der Tür ist das entsprechende Modul in die Briefkastenanlage integriert. Parallel kommen die Türrufe auch auf dem Handy an. Mit führenden Lösungen für Überstrom- und Überspannungsschutz erhöht Mersen die Betriebssicherheit in Industrie und Gebäuden. ‣ weiterlesen
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Automatisierte Abläufe und Szenarien

„Viele Funktionen laufen im Alltag automatisiert ab“, berichtet Jakob weiter. So aktiviert sich abends beim Heimkommen eine vordefinierte Lichtszene, Steckdosen schalten ein und die Heizung fährt bei kalten Temperaturen hoch. Aufgrund der großflächigen Verglasungen sind zudem Beschattung und Sichtschutz wichtige Aspekte: Bei Sonneneinstrahlung schließen sich an warmen Tagen die Jalousien, bei Unwetterwarnungen fahren sie hoch. Ist die Terrassentür noch geöffnet, bleibt dort die Jalousie oben, um niemanden versehentlich auszusperren. Beim Verlassen des Hauses und Abschließen der Haustür gehen alle Leuchten sowie definierte Steckdosen aus und die Heizung fährt herunter. Darüber hinaus zeigt eine LED an, ob noch Fenster oder Türen geöffnet sind, denn diese sind mit intelligenten Kontakten versehen. Parallel wird eine Nachricht ans Smartphone gesendet. Am Gira G1 oder auf dem Handy können die Bauherren dann schauen, wo und was genau geöffnet ist. Stehen Fenster längere Zeit offen, fährt die Heizung zudem im entsprechenden Raum herunter. Die Luft/Luft-Wärmepumpe ist ebenfalls ins KNX-System eingebunden.
Sicherheit und Komfort

„Auch Sicherheitsaspekte sind in die Planung eingeflossen“, führt Jakob weiter aus. „Für die Nacht haben wir einen Schlafmodus definiert.“ Wird dann ein Fenster aufgehebelt, geht im kompletten Haus, außer dem Schlafzimmer, die Beleuchtung an, die Jalousien fahren hoch und die Bewohner werden auf dem Handy informiert. Eine Erleichterung im Alltag ist nicht zuletzt auch die automatische Gartenbewässerung via KNX: Dazu sind Feuchtefühler im Boden verankert: Ist die Erde trocken, kommunizieren sie dies und in Abhängigkeit zur Vorhersage der Wetterstation wird dann automatisch beregnet. „Mit KNX und dem Gira X1 können Kunden zunächst die wichtigsten Basisfunktionen realisieren und dann später problemlos erweitern“, betont Jakob die Vorzüge der Gebäudeautomation. „Hier wurden bereits sehr viele Lösungen integriert, aber es werden noch weitere folgen.“ So z.B. eine PV-Anlage, deren Erträge sich dann über den X1 visualisieren lassen. So können energieintensive Verbraucher wie Waschmaschine und Trockner gezielt gestartet werden. „Damit lässt sich der Eigenverbrauch optimieren, was einen echten Mehrwert bedeutet bei steigenden Energiekosten.“ Ein weiterer Pluspunkt ist die Fernwartung. Über eine gesicherte Verbindung können sich die Techniker von Elektro Jakob auf das System aufschalten. „Natürlich nur mit expliziter Einwilligung der Kunden“, unterstreicht Jakob. „Aber wenn Probleme auftreten oder zusätzliche Funktionen gewünscht sind, sparen wir so Zeit und Kosten. Viele Anpassungen lassen sich innerhalb kurzer Zeit realisieren, ohne dass wir vor Ort sein müssen.“

Architektur und Intelligenz verbunden
Die Villa am Waldrand zeigt, wie sich architektonische Raffinesse und technische Komplexität ergänzen können. Während die Architektur auf klare Linien und wenige Materialien setzt, sorgt im Hintergrund ein leistungsfähiges KNX System mit dem Gira X1 als Bordcomputer für Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz. Und ein Smart Home mit KNX ist längst kein Luxus mehr, sondern eine verlässliche Lösung, mit der sich klein starten lässt und die mit den Bedürfnissen mitwächst.















