Hybride Intelligenz für Gebäudekommunikation

Pylon als Sonderanfertigung für den Eingangsbereich.
Pylon als Sonderanfertigung für den Eingangsbereich.Bild: Telecom Behnke GmbH

Ob kleiner Gewerbebetrieb, Behörde oder Industrieanlagen – die Anforderungen an moderne Sprechstellen sind vielfältig: Integration in bestehende Telefonanlagen, Bildübertragung, barrierefreier Zugang oder Zutrittskontrolle. Die neue Station von Telecom Behnke erfüllt verschiedene Anforderungen in einem Paket:

  • Analog weiter nutzen: Im Analog-Telefon-Modus kann sie vorhandene Analog-TK-Anlagen nutzen und ermöglicht es integrierte IP-Kameras der Sprechstelle in ein separates Netzwerk einzubinden. So kann der Video-Feed der Sprechstelle über die Behnke-Station in ein modernes Video-Überwachungssystem eingespeist werden.
  • Integration ins IP-Netz: Im SIP-Telefon-Modus lässt sich die Behnke-Station in bestehende IP-Telefonanlagen integrieren und ermöglicht die Nutzung handelsüblicher SIP-Endgeräte wie Tisch- oder DECT-Telefone, Softphones und Bildtelefone. Besucher können über vorhandene Geräte wie PCs oder IP-Telefone mit Display identifiziert und hereingelassen werden. Eine Rufweiterleitung ins Fest- oder Mobilfunknetz ist bei Nutzung eines SIP-Servers ebenfalls möglich.
  • Autark kommunizieren: Im IP-Sprechanlagen-Modus kann die Station als autarkes System genutzt werden. Hierzu ist eine Innenstation in Form eines Monitors notwendig. Diese Betriebsart kommt vor allem zum Einsatz, wenn keine Telefonanlage vorhanden ist, oder eine Anbindung an eine Telefonanlage, z.B. aus Sicherheitsgründen nicht gewünscht ist. Passend dazu bringt der Hersteller Ende 2025 eine eigene Innenstation auf den Markt, die speziell für diesen Anwendungsfall entwickelt wurde. In Kombination ermöglicht sie eine schnelle und unkomplizierte Eirrichtung ohne komplexe Netzwerkintegration oder zusätzliche Systeme.

Zentrale Steuerung über Webinterface

Die Einrichtung und Anpassung der Behnke-Station erfolgt über das Webinterface. Das Webinterface ist eine zentrale Benutzeroberfläche zur komfortablen Verwaltung und Konfiguration. Es ermöglicht den Zugriff auf sämtliche Funktionen sowie eine einfache und benutzerfreundliche Einrichtung und Anpassung der Station ohne spezielle Software.

Serie 20 Sprechstelle 
mit Piktogrammen für 
Barrierefreiheit
Serie 20 Sprechstelle mit Piktogrammen für Barrierefreiheit – Bild: Telecom Behnke GmbH

Von analog zu digital

Dank ihrer hybriden Elektronik kann die Station mit einem einfachen Wechsel der Betriebsart im Webinterface nahtlos von analoger a/b-Technologie auf SIP-Kommunikation umgestellt werden – ganz ohne Hardwaretausch. Diese Eigenschaft macht sie zur flexiblen Lösung für Sanierungen, Modernisierungen oder Neubauten, bei denen z.B. bestehende Infrastrukturen schrittweise auf SIP-Technologie migriert werden sollen. In speziellen Anwendungsfällen ermöglicht die Behnke-Station die parallele Nutzung unterschiedlicher Betriebsarten. Ein typisches Szenario ist die Inbetriebnahme: Sind die Zugangsdaten zur Telefonanlage des Gebäudes vorübergehend nicht verfügbar, kann die Lösung temporär als IP-Sprechanlage betrieben werden. Die Kommunikation läuft dann über ein vollständig autarkes, geschlossenes System ohne Anbindung an die bestehende Telefonanlage. Ist die Integration in das Gebäudenetz möglich, lässt sich die Betriebsart via Webinterface umstellen. Ein weiterer gängiger Anwendungsfall ist die gleichzeitige Nutzung von analoger und IP-Telefonie, z.B. auf einem Industriegelände mit einem Altbau, der noch mit analoger Anlage ausgestattet ist, und einem Neubau mit moderner IP-Technik. Hier kann eine Behnke-Sprechstelle am Haupteingang installiert werden, deren Tasten individuell konfiguriert sind, etwa eine Taste für die analoge Anlage, eine weitere für die IP-Anlage. Die bestehende Infrastruktur bleibt erhalten und wird nahtlos mit moderner Technik ergänzt. Bei einer späteren Modernisierung der alten Anlage genügt ein Wechsel der Betriebsart im Webinterface von Hybrid auf IP – ohne Austausch der Hardware.

Serie 50 Sprechstelle mit Behnke-Station Elektronik
Serie 50 Sprechstelle mit Behnke-Station ElektronikBild: Telecom Behnke GmbH

Mehr Funktionen in einem Gerät

Mit der Station kann optional auch der neue Touch-Display für die Serie 20 und 50 verbaut werden. Dieser vereint über 30 Funktionen in einem Modul – darunter Klingeltasten, Telefonbuch, Statusanzeige sowie die visuelle Ausgabe von Informationen. So kann die Größe einer Sprechstelle reduziert werden, während ihre Funktionalität steigt. Logos, Farben und Texte können individuell angepasst werden und ermöglichen eine nahtlose Integration in das bestehende Corporate Design. Auch Sonderlösungen sind mit dem Touch-Display umsetzbar – hier kann er in Varianten bis zu 7″ realisiert werden.

Integration ins Portfolio

Seit 2024 ersetzt die Behnke-Station die bisherigen Elektroniken nahezu vollständig. Sie wird als Standard-Elektronik in allen Sprechstellen der Serien 15, 20, 50 sowie den Kompaktsprechstellen eingesetzt. Nur in wenigen Ausnahmefällen kommen noch ältere analoge oder reine IP Elektroniken zum Einsatz. Die Einrichtung der Station wird durch ein eigenes Wiki unterstützt, das alle Konfigurationsmöglichkeiten, Firmware-Downloads, Einrichtungsbeispiele und eine 24/7-Support-Anbindung bereitstellt. So sind auch komplexe Integrationen effizient und sicher umsetzbar.

Fazit

Mit der neuen Station hat Telecom Behnke ein flexibles und skalierbares Herzstück für die moderne Gebäudekommunikation geschaffen. Dank hybrider Elektronik und modularer Erweiterungen ermöglicht sie den Technologiewechsel im laufenden Betrieb sowie die Integration neuer Funktionen. Kompatibilität mit bestehenden Systemlandschaften und dem bestehenden Portfolio macht sie zur Lösung für verschiedenste Einsatzbereiche – von der Industrie bis zum Empfangsbereich.