Neue Beleuchtung im Praxistest

Umfangreiche Planungen und Feldtests gingen der grundlegenden Sanierung des Getriebebaus voraus. Als langjähriger Partner für Beleuchtungsfragen hat Philips die Lichtberechnung vorgenommen. Dabei waren die Eckdaten durch die baulichen Gegebenheiten vorgegeben. Die Positionierung und der Abstand der einzelnen Leuchten und Lichtbänder sollten nicht verändert werden und auch die Anzahl der Leuchteneinsätze war mit 20 Leuchten pro Band fix. Wichtig war dem Unternehmen, dass die Lichtberechnung im Praxistest überprüft wurde. Auf einer Testfläche ließ Walter Focke die entsprechenden Leuchten installieren. Die Arbeitsschutzverordnung schreibt auf Montageflächen eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux, auf Gehwegen und Lagerflächen von 100 Lux vor. LED-Leuchten sind, ähnlich wie andere Leuchtkörper auch, der Alterung unterworfen: Sie verlieren also mit der Zeit an Leuchtkraft. „Aus diesem Grund“, erklärt Focke, „haben wir bei der Auslegung eine Reserve eingeplant. Schließlich wollen wir die erforderlichen 500 Lux in der Montage über die gesamte Lebensdauer der Leuchten abrufen und betreiben die Beleuchtungsanlage jetzt mit 80% Leistung.“

Höhere Energieeffizienz

Die alte Beleuchtung mit zweimal 49W Leuchtstofflampen wurde in dem Hallenabschnitt komplett gegen LEDs ausgetauscht. Der Vorteil der LED-Beleuchtung: Sie benötigt eine geringere Leistung, nur 36W, und hat eine höhere Lichtausbeute. Bei einem direkten Vergleich des Energieverbrauchs ergeben sich klare Vorteile für die neue LED-Beleuchtungsanlage. Dabei hat Getrag Ford, entsprechend der Hallennutzung, zwei Fälle untersucht: den Verbrauch der Tagschicht unter Tageslicht und den Drei-Schicht-Betrieb. So ergaben sich im Betrieb mit Tageslicht Einsparungen von rund 70 Prozent und im Drei-Schicht-Betrieb von rund 30 Prozent. Eine gleichbleibende Beleuchtung ist bei der Produktion wesentlich. Das Unternehmen hat daher auf den Montagefeldern Lichtsensoren installiert, um die Beleuchtungsanlage tageslichtabhängig steuern zu können und alle Flächen immer gleichmäßig auszuleuchten.

Auf europäischem Standard

Bei der Auswahl von Leuchten und Steuerungstechnik war Focke wichtig, mit einem europäischen Standard zu arbeiten, der zudem ausgereift ist, den alle namhaften Hersteller anbieten und für den auch in einigen Jahren Ergänzungen und Ersatzeile problemlos erhältlich sind. Für das Unternehmen bot Lichtmanagement mit Dali-Lichtsteuerung die ideale Lösung. Auf der Basis des Beleuchtungskonzepts von Philips hat Wago die Steuerung geplant und umgesetzt. Die Lösung hat für Focke einige Vorteile, denn eine spezielle Programmierung ist nicht notwendig. „Wir können einfach über eine feste Oberfläche auf den Bus zugreifen und haben dann die Möglichkeit, über diese Oberfläche Leuchten und Sensoren mit einzubinden. Zudem hat mich das Wago-Konzept mit seiner Modulbauweise überzeugt. Wir können ganz nach unseren Erfordernissen die Module einzeln bestellen und zusammenstecken.“ Dabei bleibt das System immer flexibel, denn es kann jederzeit um zusätzliche Module und damit Funktionen erweitert werden.

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