Gira reduziert CO2-Fußabdruck bei Versand und Verpackungen

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„Seit 2022 haben wir den CO2-Fußabdruck im LKW-Versand mehr als halbiert“, so Gira Versandleiter Harnischmacher. – Bild: Gira

Rund 200.000 Pakete versendet Gira vom Stammsitz in Radevormwald jedes Jahr, um Fachkunden in über 40 Ländern mit Schwerpunkt in Europa mit seinen Produkten zu beliefern. Auf gut vier Millionen Kilogramm summiert sich dabei die jährliche Fracht. Circa 75 Prozent davon werden auf dem Landweg per LKW transportiert – seit Juli zu annähernd 60 Prozent klimaneutral. „Uns ist es gelungen, jetzt den zweiten unserer drei großen Speditionsdienstleister dafür zu gewinnen, Transporte für Gira ausschließlich klimaneutral durchzuführen“, berichtet Michael Harnischmacher, der den Versand beim Unternehmen leitet. „Dabei war uns ganz wichtig, dass die Lösung nicht in Kompensationsleistungen durch den Spediteur besteht.“

Kleinerer CO2-Fußabdruck, aber auch die Material- und Herstellkosten der Gira Musterkartons sind gesunken.
Kleinerer CO2-Fußabdruck, aber auch die Material- und Herstellkosten der Gira Musterkartons sind gesunken.Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG

Anderthalb Jahre Arbeit und mehrere gemeinsame Workshops unter Einbeziehung des Nachhaltigkeitsmanagements der beteiligten Unternehmen waren vorangegangen, um die Umstellung vorzubereiten. „Entscheidend war, dass beide Parteien – unser Spediteur genauso wie wir – wollten. Wenn alle an einem Strang ziehen, ist eben Vieles möglich“, erklärt Harnischmacher. Knapp 3.300 Transporte mit einer Gesamtfracht von mehr zwei Millionen Kilogramm hat das Speditionsunternehmen 2024 für den Technologiemittelständler aus Radevormwald durchgeführt.

65 Prozent weniger CO2 fallen bei der Produktion der Musterkartons im Vergleich zum Vorgängermodell an.
65 Prozent weniger CO2 fallen bei der Produktion der Musterkartons im Vergleich zum Vorgängermodell an.Bild: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG

Dafür nutzt der Spediteur jetzt auch vollelektrische LKW, die komplett emissionsfrei unterwegs sind. „Dadurch sinkt unser CO2-Fußabdruck im Versand für Landtransporte noch einmal um weitere 57.000kg. Insgesamt werden wir so die hier verursachten Treibhausgasemissionen seit 2022 um annähernd 200.000kg reduzieren und damit weit mehr als halbieren“, freut sich der Versandleiter. Dazu trägt auch bei, dass man Verpackungsgrößen und -volumen optimiert hat. So finden mehr Produkte in einem Versandkarton und auf einer Palette Platz. Auch die Verpackungen selbst sind durch Umstellung der Kartons, der Versandtaschen und des Füllmaterials auf ausschließlich recycelte, FSC-zertifizierte Kartonagen und Papier, bei deren Herstellung überdies keine Bleichmittel verwendet werden, umwelt- und klimafreundlicher geworden.

Diesem neuen Verpackungsstandard entsprechen ab sofort auch die Musterkartons, die Gira zur Bemusterung von Produktneuheiten bei der Fachkundschaft im Rahmen von Markteinführungen einsetzt. Entwickelt hat die neuen Musterkartons Isa Ergin, Projektleiter in der Produktpräsentation, mit Unterstützung aus Marketing, Vertrieb und Einkauf. Neben der Umstellung des Materials hat er zugleich auf eine Optimierung der Verpackungsgrößen und des Handlings durch eine Falttechnik geachtet. 65 Prozent Treibhausgase werden in der Folge im Vergleich zum bisherigen Musterkarton bei der Herstellung eingespart. „Aber auch die Wirtschaftlichkeit hat sich durch geringere Materialkosten und deutlich verkürzte Fertigungszeiten spürbar verbessert“, ergänzt der Projektleiter.