
Mit der neuen Förderung des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) wird der Ausbau von Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern ab sofort vereinfacht. Die Förderung unterstützt den Aufbau nicht-öffentlich zugänglicher Ladepunkte in Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten und schafft damit Voraussetzungen für Wohnstandorte, an denen das Laden von Elektrofahrzeugen bisher nur eingeschränkt möglich war. Ziel des Programms ist es, den Zugang zur Ladeinfrastruktur im Bestand zu verbessern und die Elektromobilität dort voranzubringen, wo strukturelle Gegebenheiten eine Umsetzung bislang erschwert haben. Neben einzelnen Ladepunkten werden auch vorbereitende Maßnahmen wie Netzanschluss, Verkabelung und bauliche Arbeiten gefördert – ein wichtiger Schritt hin zu einer wirtschaftlich und langfristig skalierbaren Ladeinfrastruktur.
Gefördert werden Ladeinfrastrukturen an Mehrparteienhäusern, die überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden und über mindestens drei Wohneinheiten verfügen. Voraussetzung für die Förderung ist die Elektrifizierung von mindestens sechs Stellplätzen sowie die Vorverkabelung von mindestens 20% aller vorhandenen Stellplätze. Das Fördervolumen beträgt bis zu 500Mio.€. Für WEG sowie kleinere Eigentümer- und Vermieterstrukturen läuft die Antragstellung bis 10. November 2026. Für größere Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienunternehmen gilt ein wettbewerbliches Verfahren bis 15. Oktober 2026.
Förderfähig sind die Anschaffung und Errichtung von Ladeinfrastruktur mit Typ-2- oder CCS-Anschluss, die dazugehörige technische Ausrüstung, der Netzanschluss, elektrische Komponenten wie Stromkabel und Transformatoren sowie notwendige Baumaßnahmen. Nicht förderfähig sind insbesondere Planung, Genehmigung, Betrieb sowie Leasing- und Mietkosten. Die Förderhöhe je elektrifizierten Stellplatz beträgt bis zu 1.300€ ohne installierte Wallbox, bis zu 1.500€ mit Wallbox und bis zu 2.000€ mit einem Ladepunkt, der bidirektionales Laden unterstützt. Die Ladeleistung pro Ladepunkt darf maximal 22kW betragen. Die Förderung umfasst auch die technische Grundlage, die für eine wirtschaftliche und erweiterbare Umsetzung im Bestand notwendig ist. Dazu zählen Netzanschluss, Verkabelung, technische Ausrüstung und bauliche Maßnahmen.
Für die Umsetzung der geförderten Ladeinfrastruktur bietet Hager zwei leistungsstarke und skalierbare Ladelösungen, die auf die Anforderungen von Mehrfamilienhäusern zugeschnitten sind. Witty Pro mit einer Ladeleistung von bis zu 22kW ermöglicht den Betrieb mehrerer Ladestationen in einer vernetzten Ladeinfrastruktur, ohne den hauseigenen Stromanschluss zu überlasten. Dafür sorgt der Lastmanager, der die Ladeströme von bis zu 40 Wallboxen effizient steuern kann. Mit Witty Park 2 besitzt Hager auch eine Ladestation für den halböffentlichen und öffentlichen Raum, z.B. für den Einsatz in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses, auf öffentlichen Parkplätzen, an Hotels oder für Fuhrparks. Der Doppellader bietet zweimal 22kW Ladeleistung für das parallele Aufladen zweier Fahrzeuge und ist auch in eichrechtskonformer Ausführung erhältlich.


















