Energieeffizienz und Energiemanagement:

Energieeffizienz und Energiemanagement:

Energiesparen lohnt sich, das wei? jeder – trotzdem werden noch immer viele Potenziale nicht genutzt, insbesondere bei Geb?uden: Diese verbrauchen fast 40 Prozent der Energie in Deutschland. Auch die Bundesregierung sieht dort enorme Einsparm?glichkeiten und erhöht den Handlungsdruck. Wer die Auflagen nicht als l?stige Pflicht begreift, sondern die Chancen fr?hzeitig nutzt, kann von vielen Vorteilen profitieren. Das gilt auch für die Geb?udeautomation.

 (Bild: Kieback&Peter GmbH & Co. KG)

(Bild: Kieback&Peter GmbH & Co. KG)

Die Bundesregierung befasst sich im Rahmen der Energiewende zunehmend mit der Energieeffizienz großer Unternehmen und Geb?ude. Ein wichtiger Vorsto? in diesem Bereich ist das novellierte Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G), das im April 2015 in Kraft getreten ist: Es verpflichtet große Unternehmen, alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN16247-1 durchzuf?hren. Dabei wird punktuell der energetische Status quo des Unternehmens erfasst. Sich mit den aufw?ndig ermittelten Ergebnissen zu besch?ftigen, ist nicht verpflichtend. Gro?e Unternehmen sind solche mit mindestens 250 Angestellten und mindestens 50Mio.E Jahresumsatz bzw. 43Mio.E Jahresbilanz. Alternativ können sie auch ein Energiemanagement-System nach DIN EN ISO50001 oder ein Umweltmanagement-System nach EMAS einf?hren.

Strenge Effizienz-Vorgaben im Bausektor

Auch im Geb?udesektor macht die Bundesregierung Druck: Seit Anfang 2016 gilt die versch?rfte Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Damit wurde unter anderem der zul?ssige Prim?renergiebedarf von Neubauten noch einmal um 25 Prozent gesenkt. Weitere Impulse sind von der Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG) zu erwarten, die das Wirtschaftsministerium im November 2015 ver?ffentlicht hat. Ziel ist ein CO2-neutraler Geb?udebestand bis 2050. Für Architekten, Planer und Bauherren wird es immer schwieriger, den Dschungel an Gesetzen und Vorgaben zu durchdringen. Sie müssen die Effizienz-Vorgaben nicht nur technisch umsetzen, sondern auch die Kosten im Blick haben.

Welche Vorteile und Fürderungen gibt es?

EDL-G und EnEV bringen aber nicht nur Pflichten und Auflagen. Sie er?ffnen auch zahlreiche Fürderm?glichkeiten. Voraussetzung ist, dass sich die Unternehmen nicht fürs Audit entscheiden, sondern für ein richtiges Energiemanagement. Dann werden zum Beispiel die Kosten für eine Energiemanagement-Beratung übernommen. Zudem können Unternehmen dann die Fürderung für zugelassene Energiemanagement-Software und die dazugeh?rige Messtechnik beantragen. Auch die Weiterbildung eines Mitarbeiters zum Energiebeauftragten ist fürderf?hig. Jedes Unternehmen kann insgesamt bis zu 20.000E Fürdergelder einstreichen. Darüber hinaus wird ein Energiemanagement auch ben?tigt, wenn Unternehmen die Entlastung von der Stromsteuer (SpaEfV) beantragen oder sich von der EEG-Umlage befreien lassen m?chten. Nicht nur staatliche Fürderung und Privilegien sprechen für ein Energiemanagement. Es ist im Vergleich zum Audit auch der nachhaltigere Weg, weil nur dort die Einsparpotenziale systematisch erfasst und gehoben werden.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Kieback & Peter GmbH & Co. KG

Das könnte Sie auch Interessieren

Energieeffizienz und Energiemanagement:

Energiesparen lohnt sich, das wei? jeder – trotzdem werden noch immer viele Potenziale nicht genutzt, insbesondere bei Geb?uden: Diese verbrauchen fast 40 Prozent der Energie in Deutschland. Auch die Bundesregierung sieht dort enorme Einsparm?glichkeiten und erhöht den Handlungsdruck. Wer die Auflagen nicht als l?stige Pflicht begreift, sondern die Chancen fr?hzeitig nutzt, kann von vielen Vorteilen profitieren. Das gilt auch für die Geb?udeautomation.

 (Bild: Kieback&Peter GmbH & Co. KG)

(Bild: Kieback&Peter GmbH & Co. KG)

Die Bundesregierung befasst sich im Rahmen der Energiewende zunehmend mit der Energieeffizienz großer Unternehmen und Geb?ude. Ein wichtiger Vorsto? in diesem Bereich ist das novellierte Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G), das im April 2015 in Kraft getreten ist: Es verpflichtet große Unternehmen, alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN16247-1 durchzuf?hren. Dabei wird punktuell der energetische Status quo des Unternehmens erfasst. Sich mit den aufw?ndig ermittelten Ergebnissen zu besch?ftigen, ist nicht verpflichtend. Gro?e Unternehmen sind solche mit mindestens 250 Angestellten und mindestens 50Mio.E Jahresumsatz bzw. 43Mio.E Jahresbilanz. Alternativ können sie auch ein Energiemanagement-System nach DIN EN ISO50001 oder ein Umweltmanagement-System nach EMAS einf?hren.

Strenge Effizienz-Vorgaben im Bausektor

Auch im Geb?udesektor macht die Bundesregierung Druck: Seit Anfang 2016 gilt die versch?rfte Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Damit wurde unter anderem der zul?ssige Prim?renergiebedarf von Neubauten noch einmal um 25 Prozent gesenkt. Weitere Impulse sind von der Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG) zu erwarten, die das Wirtschaftsministerium im November 2015 ver?ffentlicht hat. Ziel ist ein CO2-neutraler Geb?udebestand bis 2050. Für Architekten, Planer und Bauherren wird es immer schwieriger, den Dschungel an Gesetzen und Vorgaben zu durchdringen. Sie müssen die Effizienz-Vorgaben nicht nur technisch umsetzen, sondern auch die Kosten im Blick haben.

Welche Vorteile und Fürderungen gibt es?

EDL-G und EnEV bringen aber nicht nur Pflichten und Auflagen. Sie er?ffnen auch zahlreiche Fürderm?glichkeiten. Voraussetzung ist, dass sich die Unternehmen nicht fürs Audit entscheiden, sondern für ein richtiges Energiemanagement. Dann werden zum Beispiel die Kosten für eine Energiemanagement-Beratung übernommen. Zudem können Unternehmen dann die Fürderung für zugelassene Energiemanagement-Software und die dazugeh?rige Messtechnik beantragen. Auch die Weiterbildung eines Mitarbeiters zum Energiebeauftragten ist fürderf?hig. Jedes Unternehmen kann insgesamt bis zu 20.000E Fürdergelder einstreichen. Darüber hinaus wird ein Energiemanagement auch ben?tigt, wenn Unternehmen die Entlastung von der Stromsteuer (SpaEfV) beantragen oder sich von der EEG-Umlage befreien lassen m?chten. Nicht nur staatliche Fürderung und Privilegien sprechen für ein Energiemanagement. Es ist im Vergleich zum Audit auch der nachhaltigere Weg, weil nur dort die Einsparpotenziale systematisch erfasst und gehoben werden.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Bild: OBO Bettermann Vertrieb Deutschland
Bild: OBO Bettermann Vertrieb Deutschland
Auf der sicheren Seite

Auf der sicheren Seite

Eine steigende Zahl von Schadensfällen macht die Notwendigkeit von Überspannungsschutzmaßnahmen in Niederspannungsanlagen deutlich. Schäden durch Überspannungen entstehen nicht nur durch direkte Blitzeinschläge. Häufiger sind Schäden an elektronischen Geräten und Anlagen, die durch Überspannungen aufgrund von Blitzeinschlägen in einem Radius von bis zu zwei Kilometern Entfernung entstehen, die Ursache. Um Schäden durch Überspannungen vorzubeugen, ist gemäß VDE 0100-443 in allen neuen oder erweiterten Gebäuden sowie bei allen Elektroinstallationen seit 2016 Überspannungsschutz Pflicht.

Bild: Fluke Deutschland GmbH
Bild: Fluke Deutschland GmbH
Messung der Netzqualität bei Solaranlagen

Messung der Netzqualität bei Solaranlagen

Der Markt für erneuerbare Energien wächst rasant und stellt neue Herausforderungen an qualifizierte Techniker, die die Solaranlagen und Windparks der Zukunft in Betrieb nehmen und warten sollen. Mark Bakker, Field Application Engineer bei Fluke, geht auf die Bedeutung der Netzqualitätsmessung für Solaranlagen näher ein und erklärt die Fallstricke und korrekten Herangehensweisen im Interview.

Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH
Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH
Premiere für Cylon

Premiere für Cylon

Bauer Elektroanlagen realisiert über alle elektrotechnischen Leistungsbereiche hinweg Anlagentechnik aus einer Hand. Das Unternehmen demonstriert an seiner Berliner Niederlassung, was mit moderner Gebäudeautomation heute alles möglich ist: Der Neubau auf dem Firmengelände im Stadtteil Adlershof ist energieautark konzipiert und speist überschüssigen Photovoltaikstrom automatisch in Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ein. Sämtliche Steuerungssysteme basieren auf offenen Standards zur intelligenten Gebäudevernetzung. Als technologisches Novum sorgen dabei erstmals Lösungen von ABB Cylon.

Bild: Gifas Electric GmbH
Bild: Gifas Electric GmbH
Beleuchteter LED-Handlauf für mehr Sicherheit

Beleuchteter LED-Handlauf für mehr Sicherheit

Für die Modernisierung einer Notfalltreppe im Außenbereich eines Gebäudes der Universität Trier wurde eine effiziente und redundante Lichtlösung gesucht, die alle Normen für Treppen im öffentlichen Bereich gemäß DIN EN12464-1 und DGUV Information 208-055 erfüllt. Die Wahl fiel auf das modulare Handlaufsystem LaneLED Inox48 von Gifas, das den Anforderungen an Lichtleistung, Design und Sicherheit gerecht wurde.