Lichtdesign mit farbigem Licht
Menschen lieben Farbe. Daher hält farbiges Licht verstärkt Einzug in den Bereich der Architekturbeleuchtung. Mit dem Thema Farbe und Farbwirkung haben sich in der Vergangenheit zahlreiche Physiker, Künstler und Farbtheoretiker in zum Teil sehr kontroversen Ansätzen beschäftigt.
Schon Newton fand beim Blick durch ein Prisma heraus, dass das Sonnenlicht alle Farben beinhalten müsse. Newton entwickelte dabei einen der ersten Farbkreise, der entsprechend des Regenbogens gegliedert war. Auch Goethe beschäftigte sich mit Farbe und deren Wirkung auf den Menschen. Er versuchte jeder Farbe eine ’sinnlich-sittliche Wirkung‘ zuzuordnen. So wies er verschiedenen Farben Attribute zu, z.B. Rot bedeutet ’schön‘, die Farbe Grün steht für ’nützlich‘ und der Farbe Blau ist ‚gemein‘ zuzuordnen. Zur Zeit des Bauhauses entwickelte Johannes Itten die Theorie der sieben Farbkontraste (Kalt-Warm Kontrast, Komplementärkontrast, Simultankontrast, usw.). Beschäftigen wir uns heute mit Farbe und dem Einsatz von farbigem Licht, so gehören insbesondere Ittens Farbkontraste nach wie vor zu den Grundlagen. Bei der Verwendung von farbigem Licht sollte man allerdings behutsamer vorgehen, als beim Einsatz von Körperfarbe. Bei der Körperfarbe lassen sich die Grenzen der farbigen Fläche auch in kleinen Bereichen stets klar definieren. Beleuchtet man eine Fläche und verwendet dabei keine abbildende Optik, so erhält die Fläche stets einen weichen Verlauf und keine geometrisch klar definierte Begrenzung. Außerdem muss die Wirkung der bereits vorhandenen Körperfarben im Zusammenspiel mit der farbigen Beleuchtung berücksichtigt werden.
Checkliste als ‚Erste Hilfe‘ Von der Planung bis zur Wartung: Die Gira Türkommunikation IP unterstützt Elektrofachbetriebe mit einem durchgängigen System. Zentrale Projektierung, modulare Erweiterbarkeit und sichere Fernwartung erleichtern den gesamten Projektablauf. ‣ weiterlesen
Türkommunikation mit System.
Für die Verwendung von farbigem Licht hat Dial eine ‚Checkliste‘ entwickelt, welche dem Lichtplaner eine Hilfe beim sinnvollen Einsatz von Farbe liefert. Das Erzielen einer Signalwirkung und des damit verbundenen Wiedererkennungswertes rechtfertigt den Einsatz von Farbe. So können Teilbereiche eines Objektes entsprechend der Farbigkeit des Corporate Design eines Unternehmens beleuchtet werden. Ein weiteres Einsatzgebiet einer farbigen Beleuchtung besteht in der Förderung der Orientierung. Mittels farbiger Beleuchtung lassen sich ortsunkundige Personen viel besser leiten. Natürlich spielen beim farbigen Licht auch Emotionen eine große Rolle. Durch den Einsatz von Farbe lässt sich beim Betrachter eine bestimmte Assoziation erwecken und die Atmosphäre der Architektur verstärken.
Zur Erzeugung von farbigem Licht stehen dem Planer verschiedene technische Möglichkeiten zur Verfügung, welche jeweils spezifische Vor- und Nachteile besitzen. Hier muss der Planer abwägen, welche Technik für den jeweiligen Anwendungsbereich geeignet ist. Die LED ist für eine farbige Beleuchtung geradezu prädestiniert, da sie durch die Erzeugung eines Teilspektrums energetisch sehr effizient gesättigtes farbiges Licht generiert. Auch die Mischung von Teilspektren (z.B. durch RGB, RGBW oder RGBAW Produkte) kommt heute vor allem im Bereich der Farbdynamik zum Einsatz. Eine weitere Möglichkeit der Erzeugung farbigen Lichts bietet die Verwendung eines Vollspektrums in Verbindung mit Filtern. Hier kann man sich heute einer breiten Platte verschiedener Filtertechnologien (wie Farbfolien, Sleeves, Glasfiltern und Dichrofiltern) bedienen. Dabei sollte der Lichtplaner allerdings sehr genau auf das Zusammenspiel zwischen Lampenspektrum und Spektrum des Filters achten. Unter Umständen macht es auch Sinn, eine farbige Lampe mit einem entsprechenden Farbfilter zu kombinieren, um die Farbsättigung zu erhöhen.











