Keine Schäden durch Leckagen bei Stromisolierungen

Stromführende Leitungen an Motoren, Maschinen oder in Gebäuden müssen aus Sicherheitsgründen gut isoliert sein. Diese Isolation hat oft extremen Beanspruchungen standzuhalten, gerade wenn sie in rauen Umgebungen Temperaturschwankungen, Verschmutzung, Feuchtigkeit, Erschütterungen oder Vibration ausgesetzt ist. Gefährliche Leckagen durch Materialermüdung sind da nicht ausgeschlossen. Um möglichen Brüchen oder Rissen auf die Spur zu kommen, hat Ideal Industries den ‚Digitalen Isolationsprüfer 61-797‘ entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Messgerät, mit dem Isolationen auf kapazitiven Strom, Absorptions- und Leckstrom überprüft werden können. Dazu wird eine sehr hohe Prüfspannung auf die Leitung gegeben, um zu sehen, ob die Isolation verhindert, dass Spannungsüberschläge auftreten. Der Tester kann mit Testspannungsbereichen von 50 bis 1000V für Isolationswiderstände bis 20GOhm eingesetzt werden. Damit eignet er sich für Einsätze im Industrie- und Produktionsumfeld. Das Gerät misst den Erdungswiderstand für eine Überprüfung des korrekten Durchgangs der Schutzleiter, misst automatisch Gleich- und Wechselspannung bis 600V und zeigt die Ergebnisse an. Zudem berechnet es den Polarisations-Index und das dielektrische Absorptionsverhältnis. Mit diesen Werten kann der Anwender Rückschlüsse auf den physikalischen Zustand der überprüften Isolation ziehen – im Gerät hinterlegte Bewertungskriterien geben die Richtlinien für Bestanden/Nicht-Bestanden-Aussagen. Wirtschaftlich und zuverlässig sind Isolationsprüfungen nur, wenn sie Bestandteil eines regelmäßig ausgeführten Wartungsprogramms sind. Durch die interne Speicherung früherer Messwerte und klare Bestanden/Nicht Bestanden-Aussagen unterstützt das Messgerät diese Wiederholungsprüfungen. Für komplexere Verkabelungen erweisen sich die schraubbaren Krokodilklemmen als praktisch, da sie einen guten elektrischen Kontakt gewährleisten. Neben den klassischen Multimeter-Prüfleitungen gibt es für den Digitalen Isolationsprüfer auch eine Messspitze, mit der auf die zu prüfende Isolation eine ‚Prüfspannung‘ ausgegeben werden kann – z.B. für Arbeiten an abgeschalteten Stromkreisen. Die Einspeisung der Prüfspannung erfolgt über eine Auslösetaste an der Messspitze. In den Digitalen Isolationsprüfer wurde zudem eine Hochspannungssicherung gemäß Cat. IV für 600V integriert. Sobald eine Spannung von mehr als 30V an dem aktiven Stromkreis anliegt, gibt der Tester ein Warnsignal aus und erlaubt keine weiteren Testausführungen mehr, bis die Spannung reduziert bzw. beseitigt wurde. Ist ein Prüfvorgang beendet, entlädt das Gerät automatisch die noch vorhandene kapazitive Spannung, um einen etwaigen, gefährlichen Stromschlag durch Restspannung zu verhindern.



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