Universität baut auf elektronische Schließtechnik

Der Neubau Cyber Valley I bietet Raum für interdisziplinäre Zusammenarbeit in künstlicher Intelligenz und verwandten Forschungsfeldern.
Der Neubau Cyber Valley I bietet Raum für interdisziplinäre Zusammenarbeit in künstlicher Intelligenz und verwandten Forschungsfeldern. – Bild: Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH

Gegründet im Jahr 1477 zählt die Universität Tübingen zu den ältesten Hochschulen Deutschlands. Als Exzellenzuniversität steht sie für eine Verbindung aus geisteswissenschaftlicher Tradition, naturwissenschaftlicher Kompetenz und zukunftsorientierter Forschung. Moderne Forschungsfelder wie künstliche Intelligenz, Neurowissenschaften und Medizin prägen heute ihr internationales Profil. Die Universität konzentriert sich nicht auf einen abgeschlossenen Campus, sondern ist eng mit der Stadt verwoben – von historischen Gebäuden in der Altstadt bis zu modernen Forschungsstandorten. Rund 28.000 Studierende und mehr als 200 Studiengänge prägen das urbane Leben ebenso wie die wissenschaftliche Atmosphäre. Zwischen Hölderlinturm, Schloss Hohentübingen und Forschungseinrichtungen entsteht ein Umfeld, in dem Tradition und Aufbruch zusammengehören.

Cliq verbindet mechanische Sicherheit mit elektronischer Flexibilität und ermöglicht eine präzise Zutrittssteuerung in unterschiedlich genutzten Forschungsbereichen.
Cliq verbindet mechanische Sicherheit mit elektronischer Flexibilität und ermöglicht eine präzise Zutrittssteuerung in unterschiedlich genutzten Forschungsbereichen. – Bild: Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH

Cyber Valley I: Forschung braucht flexible Strukturen

In dieses Umfeld fügt sich Cyber Valley I als moderner Baustein der Tübinger Forschungslandschaft ein. Der fünfgeschossige Neubau mit rund 6.400m² Fläche bietet Labore, Büros, Hörsäle, Veranstaltungsflächen und offene Arbeitslandschaften. Unter seinem Dach arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Tübingen AI Center, des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme sowie weitere Mitglieder des Cyber Valley Innovation Campus zusammen. Wo Forschung interdisziplinär, international und projektbezogen organisiert ist, muss auch die Gebäudesicherheit flexibel sein. In Cyber Valley I treffen Forschungsgruppen, Startups, Studierende, Gäste und externe Partner aufeinander. Offene Raumstrukturen fördern Begegnung und wissenschaftlichen Austausch, während Labor-, Technik- und sensible Forschungsbereiche klar geregelte Zutritte erfordern. Daraus entsteht eine komplexe Sicherheitsaufgabe: Zugänge müssen zuverlässig geschützt, Berechtigungen eindeutig vergeben und Veränderungen schnell abgebildet werden können.

Die elektronischen Schließzylinder fügen sich ebenfalls dezent in die historischen Türen ein, ohne deren charakteristisches Erscheinungsbild zu stören.
Die elektronischen Schließzylinder fügen sich ebenfalls dezent in die historischen Türen ein, ohne deren charakteristisches Erscheinungsbild zu stören. – Bild: Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH

Elektronische Schließtechnik für wechselnde Anforderungen

Genau für solche Anforderungen wurde Cliq entwickelt. Bereits seit 2008 nutzt die Universität Tübingen eine elektronische Verso Cliq-Schließanlage und hat sie über die Jahre kontinuierlich ausgebaut. Insgesamt umfasst die Anlage heute rund 11.000 Doppel-, Halb-, Knauf- und Schließhebelzylinder sowie Hangschlösser. Betreut wird das Projekt durch die Zweygart Fachhandelsgruppe aus Gärtringen. Die Zusammenarbeit und die positiven Erfahrungen im laufenden Universitätsbetrieb waren ausschlaggebend dafür, auch Cyber Valley I mit Cliq-Technologie der Marke Ikon auszustatten. Die Technologie kombiniert robuste mechanische Schließtechnik mit Mikroelektronik und einer intelligenten Softwarelösung. Zutrittsrechte lassen sich verwalten, zeitlich anpassen oder entziehen. Für ein Forschungsgebäude mit vielen wechselnden Nutzerinnen und Nutzern ist das ein Vorteil: Wenn neue Teams hinzukommen, externe Partner temporären Zugang benötigen oder einzelne Bereiche anders genutzt werden, kann die Zutrittsorganisation angepasst werden, ohne die Schließanlage mechanisch umzubauen. Auch bei Schlüsselverlust bleibt die Sicherheit erhalten. Betroffene Schlüssel können ausprogrammiert werden; ein kostenintensiver Austausch von Zylindern ist nicht erforderlich. Das erhöht die Sicherheit und reduziert zugleich den organisatorischen Aufwand.

Auch Innentüren werden in die elektronische Schließanlage eingebunden und sichern unterschiedliche Forschungs- und Arbeitsbereiche zuverlässig im täglichen Betrieb.
Auch Innentüren werden in die elektronische Schließanlage eingebunden und sichern unterschiedliche Forschungs- und Arbeitsbereiche zuverlässig im täglichen Betrieb. – Bild: Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH

Sicherheit für die Forschung von morgen

Da die Energieversorgung über die Batterie im Schlüssel erfolgt, benötigen die Zylinder außerdem keine eigene Verkabelung. Damit eignet sich die Lösung besonders für Gebäude und Infrastrukturen, die langfristig erweitert, angepasst oder in bestehende Organisationsprozesse integriert werden müssen. So wird die Schließanlage zu einem wichtigen Bestandteil der Forschungsinfrastruktur: Sie schafft Rahmenbedingungen für einen Betrieb, der Offenheit und Schutz gleichermaßen braucht. Im Cyber Valley I unterstützt Assa Abloy damit eine Arbeitsumgebung, in der wissenschaftlicher Austausch, sensible Forschung und Flexibilität zusammenfinden.

Glas- und Schiebetüren unterstützen die offenen Strukturen, schaffen Sichtbezüge und ermöglichen Austausch, ohne die Zutrittsorganisation aus dem Blick zu verlieren.
Glas- und Schiebetüren unterstützen die offenen Strukturen, schaffen Sichtbezüge und ermöglichen Austausch, ohne die Zutrittsorganisation aus dem Blick zu verlieren. – Bild: Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH

Bauherr: Land Baden-Württemberg, Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amt Tübingen