Trivalentes Heizsystem

Die Heiztechnik

Jedes der sieben Mehrfamilienhäuser sowie die Kindertagesstätte werden von einer Sole/Wasser-Wärmepumpe von Stiebel Eltron mit Heizwärme versorgt. Dafür wurden auf dem gesamten Areal 29 Bohrungen, je 99 Meter tief, realisiert. „Die Wohngebäude erhielten Ziegeldecken mit sehr guten Wärmedämm-, Schallschutz- und Brandschutzeigenschaften. In diesen Ziegeldecken sind die Heizungsrohre verlegt, die die Wärme in die Räume abgegeben“, erklärt Christoph Mojen. „Außerdem kühlen wir über die Wärmepumpenanlage die Gebäude passiv.“ Die Größe jeder Wärmepumpe richtet sich nach den jeweiligen Anforderungen des Gebäudes – Erdreich- Wärmepumpen vom Typ WPF 10 (cool), 13, 27 und 40 von Stiebel Eltron. werden genutzt. „Dank der für den Wärmeentzug günstigen Bodenbeschaffenheit, der geringen Heizungsvorlauftemperatur und der hohen Effizienz der Wärmepumpen von Stiebel Eltron erreichen wir hervorragende Jahresarbeitszahlen (JAZ) von deutlich über 4“, berichtet der Planer. Die JAZ gibt das Verhältnis zwischen der aufgenommenen elektrischen Energie und der abgegebenen Wärmeenergie einer Wärmepumpenanlage an. Das bedeutet: Aus einem Teil Strom kann die Wärmepumpe mehr als viermal so viel Wärme erzeugen. Die Gebäude sind hervorragend gedämmt, sodass zur Sicherstellung des Mindestluftwechsels zusätzlich eine kontrollierte Wohnraumlüftung zum Einsatz kommt. Dezentrale Geräte sorgen in den Einheiten für die Be- und Entlüftung, mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von über 90%. Das vom BHKW und im Bedarfsfall zusätzlich dem Spitzenlastkessel bereitgestellte Warmwasser wird in Speichern vorgehalten, die – wie die Wärmepumpen – dezentral in den Gebäuden untergebracht sind. Das Anlagenkonzept bewährt sich. Deshalb setzten Genossenschaft und Planer auch beim zweiten Bauabschnitt ‚Neue Gartenstadt Falkenberg‘ auf das trivalente Heizsystem. Errichtet werden derzeit acht weitere Mehrfamilienhäuser mit 68 Geschosswohnungen sowie 27 Reihenhäuser, insgesamt also 95 Wohnungen. Auch diesmal wird wieder eine Kombination aus Wärmepumpen für Heizung sowie Blockheizkraftwerk und Spitzenlast-Brennwertgerät für die Warmwasserbereitung realisiert. „Allerdings installieren wir nicht in jedem Haus eine Wärmepumpe, sondern wir setzen wenige Großwärmepumpen von Stiebel Eltron ein, die mit größeren Heizleistungen zwischen 13 und 38kW mehrere Wohngebäude bzw. Reihenhäuser versorgen“, berichtet Christoph Mojen, der nach wie vor für die Planung und Umsetzung der technischen Gebäudeausrüstung verantwortlich ist.

Moderne Heiztechnik gewährleistet bezahlbaren Wohnraum

Angestrebt hat die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG von Anfang an eine soziale Durchmischung des Quartiers. Deshalb muss Wohnraum in der ‚Neuen Gartenstadt Falkenberg‘ bezahlbar bleiben. Durch den Einsatz moderner Haustechnik, die dank der Wärmepumpentechnologie auch die Nutzung kostenloser Umweltenergie ermöglicht, sind die besten Voraussetzungen hierfür geschaffen. n

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Ausgabe:
Stiebel Eltron GmbH & Co. KG
www.stiebel-eltron.com

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