Wenn das Smart Home die Türstation steuert

IP-Video-Türfreisprecheinrichtung

Wenn das Smart Home die Türstation steuert

Türstationen, die mit einem Smart-Home-System zusammenarbeiten, gibt es mehrere am Markt. Doch eine Sprechanlage mit Display, die sich vom Smart Home steuern lässt, ist eher ungewöhnlich – und macht neugierig. Lars Brückner, Leiter des strategischen Projektgeschäfts bei Agfeo, erklärt, wie es geht.

 (Bild: Agfeo GmbH & Co. KG)

(Bild: Agfeo GmbH & Co. KG)

Möglich macht es die Agfeo IP-Video Türfreisprecheinrichtung (TFE) – mit 170-Grad-HD-Kamera mit MJPEG-Stream für Visualisierung, Audio über SIP-Anbindung für FritzBox und Co. sowie einem seewasserfesten V4A-Edelstahlgehäuse mit Strahlwasserschutz für die Außenmontage im direkten Regen. Das integrierte Klingelschild-Display lässt sich über ein bestehendes Smart-Home-System ansteuern. Dazu genutzt werden einfache Http-Befehle, die von Agfeo in einer API-Beschreibung umfassend dokumentiert und zudem mittels Passwortabfrage vor Fremdzugriff geschützt sind.

Unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten

Doch warum sollte das Smart Home die Türstation steuern? Brückner sieht für eine Steuerung durch ein Smart Home grundsätzlich zwei unterschiedliche Anwendungsfälle vor:

  • • Längerfristiger Austausch des Klingelschildes für Vertretungs- oder Notdienstanzeige, Pakete beim Nachbarn, Party im Garten, saisonale Grüße, Werkstatt hinter dem Haus noch offen etc. Hierbei wird das Klingelschild im Display komplett getauscht. Dazu verfügt die TFE über Speicherplatz für zehn JPEG-Dateien, die über einen Indexbefehl aufgerufen werden können.
  • • Kurzfristige Anzeige von Status- oder Meldeinformationen wie ‚Fenster noch offen‘, ‚Alarmanlage scharfgeschaltet‘, ‚Danke lieber Postbote‘, Panikalarm oder Einbruchsabschreckung: In diesem Fall werden die Statusmeldungen als freier Text mit unterschiedlichen Farben und optional mit Tonausgabe über das eigentliche Klingelschild für eine freie Zeitdauer (kurzzeitig) überblendet. Optional kann zusätzlich eine von fünf Klangdateien als Signalton wiedergegeben werden (‚pos. Quittungston‘, ’neg. Quittungston‘, ‚Sirene 1‘, ‚Sirene 2‘, ‚Hundegebell‘).

Um die jeweilige Display-Funktion zu aktivieren bzw. einzustellen, muss die Agfeo IP-Video TFE Befehle von der Schaltlogik einer Smart-Home-Zentrale empfangen. Nutzbar ist dabei jedes System, das einfache http-Befehle (‚get requests‘) an die TFE versenden kann. Neben einfachen Browserlinks (z.B. als Lesezeichen am Smartphone) sind auch Webhooks eines ‚Homee Brain Cubes‘ oder ein Virtual Device von Fibaro denkbar. Bitte beachten: Um die Agfeo IP-Video TFE über http-requests mit dem Fibaro System anzusteuern, ist ein Virtual Device notwendig.

Um die jeweilige Display-Funktion zu aktivieren bzw. einzustellen, muss die Agfeo IP-Video TFE-Befehle von der Schaltlogik einer Smart-Home-Zentrale empfangen. (Bild: Agfeo GmbH & Co. KG)

Um die jeweilige Display-Funktion zu aktivieren bzw. einzustellen, muss die Agfeo IP-Video TFE-Befehle von der Schaltlogik einer Smart-Home-Zentrale empfangen. (Bild: Agfeo GmbH & Co. KG)

Homee und Nuki steuern Agfeo IP-Video TFE

Wie einfach sich eine TFE über ein Smart Home steuern lässt, zeigt das Beispiel eines Homee Brain Cube in Verbindung mit einem Nuki SmartLock und einer Agfeo SIP-Sprechanlage. Zusätzlich wird in diesem Anwendungsfall ein Hoppe-Fenstergriff auf EnOcean-Basis eingesetzt, der als Bedingung für die Logik dient. Beim Verlassen des Hauses soll eine tonunterlegte Meldung im Display der Türstation erscheinen, wenn das Dachfenster noch offen steht. Dazu dient der Homee Brain Cube als Smart-Home-Zentrale, der die Geräte miteinander verknüpft. Zunächst erstellt man ein neues ‚Homeegramm‘. Als Auslöser wird das Nuki SmartLock Ereignis verwendet, wenn dieses zugeschlossen wird. Soll eine qualifizierte Meldung erhalten werden, ist der gewünschte Fenstergriff als Bedingung einzutragen. Als Dann-Aktion wird ein Webhook mit Get-Methode und ohne Verzögerung angelegt und dort die von Agfeo in der API-Beschreibung vorgegebene Syntax des Http-Befehls zur TFE-Steuerung eingegeben. Dabei muss das Beispiel selbstverständlich auf die tatsächliche IP-Adresse der Türstation und das verwendete Passwort des APIAdmin-Users abgeändert werden. So erscheint für fünf Sekunden eine Textmeldung im Display der TFE, welche zudem noch mit dem negativen Quittungston unterlegt ist. Auf dieselbe Art kann sich der Anwender auch über das Aktivieren einer Alarmanlage informieren lassen. Im Einbruchsfall kann als zusätzliche Abschreckung eine entsprechende Textmeldung mit Sirenenklang an der Türstation ausgegeben werden. Im gewerblichen Einsatz besteht darüber hinaus die Möglichkeit, etwa die Öffnungszeiten des Betriebes mit Vertretungsanzeige anzuzeigen.

Fazit

Letztlich ist die Steuerung der Agfeo IP-Video TFE über die API-Beschreibung einfach und die Grenzen des Einsatzes liegen mehr in der Fantasie und den eigenen Smart-Home-Möglichkeiten.

AGFEO GmbH & Co. KG
www.agfeo.de

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Unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten

Doch warum sollte das Smart Home die Türstation steuern? Brückner sieht für eine Steuerung durch ein Smart Home grundsätzlich zwei unterschiedliche Anwendungsfälle vor:

  • • Längerfristiger Austausch des Klingelschildes für Vertretungs- oder Notdienstanzeige, Pakete beim Nachbarn, Party im Garten, saisonale Grüße, Werkstatt hinter dem Haus noch offen etc. Hierbei wird das Klingelschild im Display komplett getauscht. Dazu verfügt die TFE über Speicherplatz für zehn JPEG-Dateien, die über einen Indexbefehl aufgerufen werden können.
  • • Kurzfristige Anzeige von Status- oder Meldeinformationen wie ‚Fenster noch offen‘, ‚Alarmanlage scharfgeschaltet‘, ‚Danke lieber Postbote‘, Panikalarm oder Einbruchsabschreckung: In diesem Fall werden die Statusmeldungen als freier Text mit unterschiedlichen Farben und optional mit Tonausgabe über das eigentliche Klingelschild für eine freie Zeitdauer (kurzzeitig) überblendet. Optional kann zusätzlich eine von fünf Klangdateien als Signalton wiedergegeben werden (‚pos. Quittungston‘, ’neg. Quittungston‘, ‚Sirene 1‘, ‚Sirene 2‘, ‚Hundegebell‘).

Um die jeweilige Display-Funktion zu aktivieren bzw. einzustellen, muss die Agfeo IP-Video TFE Befehle von der Schaltlogik einer Smart-Home-Zentrale empfangen. Nutzbar ist dabei jedes System, das einfache http-Befehle (‚get requests‘) an die TFE versenden kann. Neben einfachen Browserlinks (z.B. als Lesezeichen am Smartphone) sind auch Webhooks eines ‚Homee Brain Cubes‘ oder ein Virtual Device von Fibaro denkbar. Bitte beachten: Um die Agfeo IP-Video TFE über http-requests mit dem Fibaro System anzusteuern, ist ein Virtual Device notwendig.

Um die jeweilige Display-Funktion zu aktivieren bzw. einzustellen, muss die Agfeo IP-Video TFE-Befehle von der Schaltlogik einer Smart-Home-Zentrale empfangen. (Bild: Agfeo GmbH & Co. KG)

Um die jeweilige Display-Funktion zu aktivieren bzw. einzustellen, muss die Agfeo IP-Video TFE-Befehle von der Schaltlogik einer Smart-Home-Zentrale empfangen. (Bild: Agfeo GmbH & Co. KG)

Homee und Nuki steuern Agfeo IP-Video TFE

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Fazit

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