
Bei der Abkehr von fossilen Energieträgern klafft eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit – um die Ziele für saubere Energie zu erreichen, sind mehr Investitionen nötig. Dies geht aus einer neuen Umfrage der ABB Distribution Solutions Division hervor, bei der 850 europäische Entscheidungsträger in Unternehmen aus dem Bereich Elektrifizierung in Frankreich, Deutschland, Italien, Norwegen und dem Vereinigten Königreich befragt wurden. Auch wenn für 71% der Befragten der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen Priorität hat, gaben mehr als die Hälfte (51%) an, dass ihren Unternehmen die Ressourcen fehlen, um ihre Verpflichtungen in der Energiewende zu erfüllen.
Von den 200 Befragten in Deutschland gaben fast 70% an, dass die Automatisierung und Überwachung von Anlagen in den nächsten ein bis zwei Jahren eine strategische Priorität darstellen. Eine große Chance für die Digitalisierung, da zum heutigen Zeitpunkt nur 12% der Schaltanlagen digitalisiert sind. Mehr als drei Viertel (78%) sagten jedoch auch, dass neue und sich ändernde Vorschriften ihre Pläne zur Energiewende beeinflussen könnten.
Die Umfrage bestätigt weiter, dass Versorgungsunternehmen und Industriekunden in diesem Übergang vor mehreren gemeinsamen Herausforderungen stehen, darunter die Kontrolle der Betriebskosten, das Management von Infrastrukturinvestitionen, der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften und die Implementierung neuer Lösungen wie Energiespeicherung. Da digitale Komponenten und Softwarelösungen für elektrische Geräte immer wichtiger werden, wiesen die Befragten auch auf die Notwendigkeit hin, die Cybersicherheitsmaßnahmen zu verbessern, um die damit verbundenen Risiken zu verringern.
Den vollständigen Bericht ‚Shaping Europe’s Energy Future: Key Transition Priorities‘, der auch die Ergebnisse der einzelnen Länder enthält, gibt es unter new.abb.com/medium-voltage/switchgear/sf6free.

















