PTFIX: Potenzialverteilung mit Push-in-Anschluss

Potenzialverteilung mit Push-in-Anschluss

PTFIX von Phoenix Contact

Mit den neuen kompakten Verteilerblöcken PTFIX mit Push-in-Technik von Phoenix Contact werden Montagezeiten  jetzt deutlich verkürzt.

Mit den zunehmenden Anforderungen an die Automatisierung von Gebäuden steigt auch die Zahl der verbauten Sensoren und Aktoren – und damit der Aufwand, Potenziale zu verteilen oder zu sammeln. Außerdem fordert die DIN18015-2, die RCD (Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen) den Stromkreisen so zuzuordnen, dass das Abschalten eines RCD nicht zum Ausfall aller Stromkreise führt.

Aus den Anforderungen der DIN 18015-2 leitet sich ab, dass in modernen Wohngebäuden immer mehr RCD (Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen) verbaut werden. Die Herausforderung besteht darin, die zahlreichen Neutralleiteranschlüsse im Installationsverteiler hinter dem RCD sowie die Potenzialverteilung für die umfangreiche Sensorik und Aktorik in der Gebäudesteuerung möglichst platz- und zeitsparend umzusetzen. Mit den kompakten Verteilerblöcken PTFIX mit Pushin-Technik werden  die Montagezeiten auch deshalb kürzer, weil sie in unterschiedlichen Polzahlen und Montagearten sofort einsetzbar sind und sich beliebig erweitern lassen.

Siegeszug der Reihenklemme

Unter Zuhilfenahme allseits bekannter Reihenklemmen können Schaltschrank- und Anschlusskastensysteme heute viel kleiner und modularer umgesetzt werden. Flexibilität, Modularität und geringer Platzbedarf sind die Haupt anforderungen an Verdrahtungskomponenten im industriellen Einsatz. Auch die Gebäudeinstallation wird zunehmend von diesem Trend erfasst.

Moderne Anschlusstechniken – etwa die Direktsteck- Feder technik ‘Push-in’ – sparen zudem viel Zeit bei einem  hohen Maß an elektrischer Sicher heit. Immer spielt der Platzbedarf eine Rolle, denn jeder Zentimeter im Verteiler, in der Anschlussbox oder im Schaltschrank ist ein Kostenfaktor. Genau wie im Aufzugsbau und im Maschinenbau ist auch in der Gebäudeinstallation der Platz für konventionelle Bauteile oft gar nicht vorhanden. Inzwischen werden die spezifischen Größen- und Funktionsanforderungen spezieller Applikationen durch moderne Reihenklemmensysteme bedient. Phoenix Contact bietet das weltweit größte Produktprogramm an Mini- und Micro-Reihenklemmen mit einem umfangreichen multifunktionalen Zubehörsystem. Aber auch bei den kleinsten Reihenklemmen mit ihrem ausgeklügelten Zubehör und ihrer bequemen Installation benötigt der Anwender immer noch Zeit für die Montage der Hutschiene oder zur Verbindung der Klemmen.

Potenzialverteilerblöcke sparen Konfigurationsaufwand und Raum

Da statistisch mindestens jede zweite Reihen klemme gebrückt wird, benötigen auch steckbare Brückenlösungen einen nennenswerten Zeitaufwand zur Konfiguration der Klemmenleiste. Zudem unterstreicht die Anzahl der gebrückten Verbindungen den hohen Stellenwert, den die Potenzialverteilung in der Verbindungstechnik einnimmt. Auf der Hannover Messe 2017 hat Phoenix Contact das neue Produktprogramm vorgestellt, das die Verteilung elektrischer Energie erheblich vereinfacht: PTFIX wird nicht den Reihenklemmen zugeordnet, sondern der Kategorie der sogenannten Verteilerblöcke – weil es sich vom gängigen modularen Reihenklem mensystem  signifikant unterscheidet. Die Verteilerblöcke gibt es in drei Varianten mit jeweils intern verbundenen 6, 12 und 18 Anschlüssen. Die Nennquer schnitte liegen zwischen 1,5 und 2,5 mm², das zusätzliche Setzen von Brücken kann entfallen. Die Blöcke mit 2,5mm²-Abgriffen gibt es auch als Variante mit einem Einspeiseanschluss – einem so genannten Feed-in-Kontakt. Dieser hat die gleiche kompakte Bauhöhe wie der ohnehin schon kleine 2,5mm²-Abgriff. Ein großer Vorteil von PTFIX liegt darin, dass sämtliche Anschlüsse in der mittlerweile gängigen Push-in-Technik ausgeführt sind. Somit können die elektrischen Verbindungen werkzeuglos und schnell durch Direktstecken verdrahtet werden – bei starren und flexiblen Leitern mit Aderendhülse schon ab 0,34mm². Die kompakten Blöcke der Produktfamilie PTFIX können direkt verdrahtet werden – so wie sie aus der Verpackung kommen. So erfolgt die  Neutralleiter-/Potenzialverteilung in Sekundenschnelle. Für die Befestigung der Verteilerblöcke in der jeweiligen Applikation gibt es unterschiedliche Lösungen, die über vorkonfigurierte Montagefüße für die Hutschienen TH 15 und TH 35 verfügen. Bei der großen Schiene ist eine horizontale wie auch vertikale Montage möglich. Die Montagefüße lassen sich bequem und flexibel auf den speziell struk turierten Bodenbereich der PTFIX-Blöcke aufschieben, wo sie variabel arretieren. So kann der Anwender seine Installation exakt nach seinen räumlichen Vorstellungen umsetzen. Hilfreich hierbei ist auch die mechanische Verbindungs möglichkeit der Blöcke miteinander in Längsrichtung – die robuste ‘Schwalbenschwanz verbindung’ ist nach dem Verrasten unlösbar. Außerdem muss nicht an jedem Block ein Rastfuß angebracht werden, sondern beispielsweise nur an jedem zweiten. Auch bei der  Oberflächenmontage mittels Flansch ist diese Verbindung hilfreich. Besitzen beide Nennquerschnitte einen Flansch, ist dieser bei den 2,5mm²-Blöcken sogar beidseitig anreihbar.

Hohe Flexibilität durch Aufkleben

Neben der Befestigung auf der Tragschiene und auf der Oberfläche mittels Flansch kann PTFIX auch einfach angeklebt werden. Das Klebematerial passt sich gut an die zu beklebende Oberfläche an und haftet sofort. Auch dabei spart der Anwender viel Zeit und gewinnt zusätzliche Flexibilität. Soll ein Schaltschrank oder Anschlusskasten erweitert werden, muss nicht nach einem Platz für die Tragschiene gesucht werden – PTFIX wird zur Befestigung einfach an die Wandung geklebt. Die Beschriftung kann durch selbstklebende Streifen in der Mitte des Blockes erfolgen. Hierzu gibt es Rollenmaterial, das von einem kleinen mobilen Drucker bedruckt oder in beschrifteten Streifen fertig bezogen werden kann. Als besonderes Feature können die eigenständigen PTFIX-Blöcke durch die Verwendung von Standard-Reduzierbrücken mit dem gängigen Reihenklemmensystem Clipline complete verbunden werden. Dann ist auch die Einspeisung noch größerer Querschnitte sowie die Absicherung mit vorgeschalteten Sicherungsklemmen kein Problem.

Bedingungslos geeignet

In der Gebäudeinstallation müssen die Komponenten der elektrischen Verbindungstechnik besonders qualifiziert sein. Nach EN60998-1 (Verbindungs material für Niederspannungs-Stromkreise für Haushalt und ähnliche Zwecke) wird zum Beispiel der Isolationswiderstand bei Verbindungsklemmen durch Messung ermittelt. Außerdem gehört hier die Falltrommelprüfung nach IEC60068-2-32 zum Standard-Prüfrepertoire – sie attestiert den Prüflingen eine hohe mechanische Robustheit. Die Potenzialverteiler sind nach IEC60947-7-1 für Nennspannungen von 500V geeignet, und abhängig von der Montageart im Nennquerschnitt 2,5mm² sogar bis 690V. Für die Gebäude installation nach DIN EN60998-2-2 sind 450V freigegeben. Der Nennstrom ist auf bis zu 57A bei der 2,5mm²-Variante mit 10mm²-Einspeise -anschluss geprüft. Die PTFIX-Produkte besitzen außerdem die UL- und CSA-Zulassung für Nordamerika. Hier wird die Nennspannung mit 300V für 2,5mm² und mit 150V für 1,5mm² definiert.

Fazit

Mit PTFIX lässt sich die Neutralleiter- und Potenzialverteilung in der Gebäudeinstallation einfach und zeitsparend durchführen. Die vielfältigen Montagemöglichkeiten qualifizieren PTFIX sowohl zur Verwendung im Schaltschrank als auch im Installationsverteiler. Die Push-in-Direktstecktechnik erlaubt die werkzeuglose Verdrahtung von starren Leitern und flexiblen Leitern, die mit einer Aderendhülse versehen sind. PTFIX spart Zeit, Platz und Geld.


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