Partybeleuchtung

Partybeleuchtung

Mit dem Befehl „Alexa, Partybeleuchtung!“ verwandelt Papa die Stimmung im Wohnzimmer von einer gewöhnlichen weißen Beleuchtung in ein bunt flackerndes Ambiente. Die Kinder lieben es, wenn er das tut, Mama hingegen schüttelt ein wenig belustigt den Kopf, während das Wort ‚Spielkind‘ durch ihren Kopf saust. Aber das Wichtigste: Es hat geklappt, Papa freut sich und die Gäste können kommen.
Die Sprachsteuerung von Dingen ist ein beliebtes Gadget. Wie viele Menschen ihr Licht bereits per Alexa und Co. kontrollieren, wissen wohl nur Amazon, Google usw. genau. Während Papa mit seinem sprachgesteuerten Beleuchtungstrick vielleicht noch ein paar zu früh gekommene Partygäste beeindrucken kann, ist jedem, der täglich mit dem Thema ‚moderne Gebäudetechnik‘ zu tun hat, klar, dass das mit einer intelligenten Gebäudesteuerung wenig zu tun hat. Trotzdem sollte man das Potenzial der Beleuchtungssteuerung für die gesamte Gebäudeautomation und als wichtigen Ansatzpunkt im Kundengespräch nicht unterschätzen, denn eine Beleuchtung braucht jeder Raum und Lampen können heute deutlich mehr als nur Licht liefern. Was liegt daher näher, als auch den nächsten Schritt zu gehen und die Raumsensorik für Temperatur, Feuchtigkeit und Helligkeit auch noch in die Beleuchtung zu integrieren? Selbst das WLAN könnte heute über die Beleuchtung im Haus verteilt werden.

Die Anforderungen bestehen darin, Daten und Energie möglichst einheitlich an jede Stelle des Gebäudes zu transportieren. Die Technologien dazu sind heute vielfältig, wovon auch die vorliegende Ausgabe ein deutliches Bild zeigt: Neben fast schon ‚klassisch‘ zu nennenden Systemen wie KNX, Dali, Ethernet/TCP/IP, firmenspezifische Lösungen usw. sind dies zunehmend funkbasierende Standards wie Bluetooth, Zigbee und andere (auch proprietäre) Technologien. Der Haken: Keines der Systeme ist derzeit so dominant, dass es alle Bereiche der digitalen Gebäudetechnik abdecken könnte, daher gibt es für alle Anforderungen Integrationslösungen für andere Systeme.

Die Beleuchtungssteuerung ist heute jenseits von Sprachsteuerung und proprietären funkgesteuerten E27-Leuchtmitteln ein guter Ausgangspunkt für alle Überlegungen zum intelligenten Gebäude. Unsere Marktübersicht zu Lichtsteuerungssystemen finden Sie übrigens in der aktuellen Ausgabe der Gebäudedigital ab S.57ff. Die Kundschaft jedenfalls ist dem Thema gegenüber schon mal aufgeschlossen. Nicht wahr, Alexa?

Bild: TeDo Verlag GmbH

Ihr Kai Binder

Chefredakteur GEBÄUDEDIGITAL

Thematik: Allgemein
Ausgabe:
TeDo Verlag GmbH
www.tedo-verlag.de

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Partybeleuchtung

Mit dem Befehl „Alexa, Partybeleuchtung!“ verwandelt Papa die Stimmung im Wohnzimmer von einer gewöhnlichen weißen Beleuchtung in ein bunt flackerndes Ambiente. Die Kinder lieben es, wenn er das tut, Mama hingegen schüttelt ein wenig belustigt den Kopf, während das Wort ‚Spielkind‘ durch ihren Kopf saust. Aber das Wichtigste: Es hat geklappt, Papa freut sich und die Gäste können kommen.
Die Sprachsteuerung von Dingen ist ein beliebtes Gadget. Wie viele Menschen ihr Licht bereits per Alexa und Co. kontrollieren, wissen wohl nur Amazon, Google usw. genau. Während Papa mit seinem sprachgesteuerten Beleuchtungstrick vielleicht noch ein paar zu früh gekommene Partygäste beeindrucken kann, ist jedem, der täglich mit dem Thema ‚moderne Gebäudetechnik‘ zu tun hat, klar, dass das mit einer intelligenten Gebäudesteuerung wenig zu tun hat. Trotzdem sollte man das Potenzial der Beleuchtungssteuerung für die gesamte Gebäudeautomation und als wichtigen Ansatzpunkt im Kundengespräch nicht unterschätzen, denn eine Beleuchtung braucht jeder Raum und Lampen können heute deutlich mehr als nur Licht liefern. Was liegt daher näher, als auch den nächsten Schritt zu gehen und die Raumsensorik für Temperatur, Feuchtigkeit und Helligkeit auch noch in die Beleuchtung zu integrieren? Selbst das WLAN könnte heute über die Beleuchtung im Haus verteilt werden.

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