
Im Rahmen der Studie „Infrastructure Transition Monitor 2025“ hat Siemens weltweit 1.400 Führungskräfte und Regierungsvertreter aus 19 Ländern zum Stand der Infrastrukturwende befragt. Laut den Ergebnissen hat sich nationale Energiesicherheit zum wichtigsten Ziel der Energiewende entwickelt. Sie löst die globale Klimakooperation als oberste Priorität ab. 2023 lag sie noch an dritter Stelle.
Die Befragten sehen eine widerstandsfähige Energieversorgung als zentrales staatliches Ziel des Infrastrukturwandels. Nationale Energieunabhängigkeit und proaktives Klimarisikomanagement werden ebenfalls wichtiger. Gründe könnten die anhaltende geopolitische Instabilität sowie volatile Märkte und Lieferketten sein.
Die Studie belegt, dass die Mehrheit der Befragten künftige Energiesysteme stärker auf lokale oder regionale Produktion ausgelegt sieht. Entscheidende Faktoren sind die Integration erneuerbarer Energien, ausreichende Speicherkapazitäten und moderne Stromnetze. Über die Hälfte gibt an, Resilienz und Energieunabhängigkeit seien in ihrem Land bereits fortgeschritten.
Das Vertrauen in die Erreichung der Dekarbonisierungsziele nimmt laut Studie ab. Nur noch 37% der Unternehmen erwarten, diese Ziele bis 2030 zu erreichen – gegenüber 44% im Jahr 2023. 57% der Führungskräfte rechnen in den kommenden Jahren mit mehr Investitionen in fossile Brennstoffe. Siemens zufolge könnten resiliente Energieversorgung und digitale Technologien ökologische und ökonomische Rückschläge vermeiden.
Digitale Technologien, vor allem Künstliche Intelligenz, gelten laut Studie als zentrale Elemente des Infrastrukturwandels. Die Digitalisierung wird als zweitwichtigster Faktor zur Beschleunigung der Energiewende in der Industrie angesehen, nach dem Ausbau von Energiespeichern. 66% der Befragten meinen, KI stärke die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur. 59% geben an, KI zur Dekarbonisierung ihrer Betriebe einzusetzen.
Die Erhebung findet alle zwei Jahre statt.

















