Im Auftrag der Sicherheit

Physischer Schutz von Rechenzentren

Im Auftrag
der Sicherheit

Ob Feuer, Wasser, Erdbeben, Vandalismus oder eine defekte Klimaanlage: Rechenzentren stehen im Mittelpunkt einer Vielzahl von Bedrohungen. Server und Daten müssen gegen solche Gefahren geschützt werden, ohne den Kostenrahmen zu sprengen und die Flexibilität zu stark einzuengen. Durch die zahlreichen Berichte über Cyber Crime und leer geräumte Konten ist es leicht, bei Sicherheit in Rechenzentren zuerst an die virtuellen Bedrohungen zu denken. Doch ein Brand neben dem Serverraum oder eine defekte Klimatisierung kann genauso verheerende Folgen für die wertvollen Daten und wichtigen Applikationen haben wie aggressive Hackerbanden.

 (Foto: Rittal GmbH & Co. KG)

(Foto: Rittal GmbH & Co. KG)


Mittlerweile lenken eine Vielzahl von Normen und Bestimmungen, zum Teil mit verpflichtender Wirkung, erhöhte Aufmerksamkeit auf die physische Sicherheit. Ein schlüssiges und sorgfältig umgesetztes Konzept zur Gefahrenabwehr für die physischen IT-Strukturen ist elementarer Bestandteil jeder IT-Planung. Eine erste Hürde dabei, das Rechenzentrum zu schützen, ist die breite Vielfalt an vorhandenen Gefährdungen. Vom Feuer über den Wassereinbruch und den Ausfall der Kühlung, über unbefugten Zutritt und die Kontamination durch Löschschäume oder Staub ist alles vorhanden, was den Betreiber eines Rechenzentrums in steter Alarmbereitschaft halten kann.
 (Foto: Rittal GmbH & Co. KG)

(Foto: Rittal GmbH & Co. KG)

Wer darf rein?

Einer der wichtigsten Aspekte ist die Unversehrtheit des Rechenzentrums gegenüber unberechtigtem Zutritt. Neben entsprechend gesicherten Türen und Schlosssystemen gehört dazu auch eine klare, dokumentierte Aufgabenverteilung, die über Schlüssellisten oder Passwörter durchgesetzt wird. Je nach Sicherheitsniveau kann man eine vier-Augen-Kontrolle bei Tätigkeiten im RZ verlangen, alle Zugangsversuche protokollieren oder die Türen mit Kameras überwachen und Bilder aller ein- und ausgehenden Personen aufnehmen und archivieren.

Schutz gegen Schmutz und Co.

Auch Staub, Schmutz und andere Umwelteinflüsse haben nichts im Rechenzentrum verloren, sind aber nicht durch Arbeitsanweisungen draußen zu halten. Die feinen Partikel gelangen durch den immerwährenden Luftstrom im RZ bis in die kleinsten Winkel der Hardware und setzen sich dort in den Lagern der Lüfter und auf Kühlrippen fest. Gegen diese feinen Schmutzpartikel in der Luft helfen Filtersysteme in der Klimatisierung am effektivsten. Weil die Klimageräte – je nach Technologie – die Luft ohnehin ansaugen und gekühlt wieder abgeben, bieten sich Filteranlagen im Kreislauf an. Dass das Rechenzentrum möglichst ohne unkontrollierte Öffnungen geplant und umgesetzt wird, versteht sich von selbst. Auch die Türen in das RZ müssen speziellen Anforderungen an die Dichtigkeit genügen und einen besonderen Feuerschutz aufweisen.

Seiten: 1 2 3Auf einer Seite lesen

Thematik: Allgemein
Ausgabe:
Rittal GmbH & Co. KG

Das könnte Sie auch Interessieren

Physischer Schutz von Rechenzentren

Im Auftrag
der Sicherheit

Ob Feuer, Wasser, Erdbeben, Vandalismus oder eine defekte Klimaanlage: Rechenzentren stehen im Mittelpunkt einer Vielzahl von Bedrohungen. Server und Daten müssen gegen solche Gefahren geschützt werden, ohne den Kostenrahmen zu sprengen und die Flexibilität zu stark einzuengen. Durch die zahlreichen Berichte über Cyber Crime und leer geräumte Konten ist es leicht, bei Sicherheit in Rechenzentren zuerst an die virtuellen Bedrohungen zu denken. Doch ein Brand neben dem Serverraum oder eine defekte Klimatisierung kann genauso verheerende Folgen für die wertvollen Daten und wichtigen Applikationen haben wie aggressive Hackerbanden.

 (Foto: Rittal GmbH & Co. KG)

(Foto: Rittal GmbH & Co. KG)


Mittlerweile lenken eine Vielzahl von Normen und Bestimmungen, zum Teil mit verpflichtender Wirkung, erhöhte Aufmerksamkeit auf die physische Sicherheit. Ein schlüssiges und sorgfältig umgesetztes Konzept zur Gefahrenabwehr für die physischen IT-Strukturen ist elementarer Bestandteil jeder IT-Planung. Eine erste Hürde dabei, das Rechenzentrum zu schützen, ist die breite Vielfalt an vorhandenen Gefährdungen. Vom Feuer über den Wassereinbruch und den Ausfall der Kühlung, über unbefugten Zutritt und die Kontamination durch Löschschäume oder Staub ist alles vorhanden, was den Betreiber eines Rechenzentrums in steter Alarmbereitschaft halten kann.
 (Foto: Rittal GmbH & Co. KG)

(Foto: Rittal GmbH & Co. KG)

Wer darf rein?

Einer der wichtigsten Aspekte ist die Unversehrtheit des Rechenzentrums gegenüber unberechtigtem Zutritt. Neben entsprechend gesicherten Türen und Schlosssystemen gehört dazu auch eine klare, dokumentierte Aufgabenverteilung, die über Schlüssellisten oder Passwörter durchgesetzt wird. Je nach Sicherheitsniveau kann man eine vier-Augen-Kontrolle bei Tätigkeiten im RZ verlangen, alle Zugangsversuche protokollieren oder die Türen mit Kameras überwachen und Bilder aller ein- und ausgehenden Personen aufnehmen und archivieren.

Schutz gegen Schmutz und Co.

Auch Staub, Schmutz und andere Umwelteinflüsse haben nichts im Rechenzentrum verloren, sind aber nicht durch Arbeitsanweisungen draußen zu halten. Die feinen Partikel gelangen durch den immerwährenden Luftstrom im RZ bis in die kleinsten Winkel der Hardware und setzen sich dort in den Lagern der Lüfter und auf Kühlrippen fest. Gegen diese feinen Schmutzpartikel in der Luft helfen Filtersysteme in der Klimatisierung am effektivsten. Weil die Klimageräte – je nach Technologie – die Luft ohnehin ansaugen und gekühlt wieder abgeben, bieten sich Filteranlagen im Kreislauf an. Dass das Rechenzentrum möglichst ohne unkontrollierte Öffnungen geplant und umgesetzt wird, versteht sich von selbst. Auch die Türen in das RZ müssen speziellen Anforderungen an die Dichtigkeit genügen und einen besonderen Feuerschutz aufweisen.

Seiten: 1 2 3Auf einer Seite lesen

Bild: Erco GmbH, Fotografie: Sebastian Mayer
Bild: Erco GmbH, Fotografie: Sebastian Mayer
Ein neuer Ansatz für die Lichtplanung

Ein neuer Ansatz für die Lichtplanung

LEDs haben sich durchgesetzt und mittlerweile sind deren Effizienz und geringen Kosten für gute Lumenwerte selbstverständlich geworden. Allerdings haben die Verbesserungen durch die LEDs auch dazu geführt, dass sich in der Lichtplanung einige nachteilige Ansätze etabliert haben. Viele greifen zu flächendeckender Beleuchtung und nehmen sogar Streulicht in Kauf, weil sie meinen: LEDs sind so effizient. Wo Nachhaltigkeit zur Priorität geworden ist und die Energiekosten steigen, wird allerdings schnell klar, dass wir es uns nicht mehr leisten können, so zu handeln.