
Die Deutsche Telekom und andere Mobilfunkanbieter haben angekündigt, ihre 2G-Netze schrittweise bis Ende 2028 abzuschalten. Damit werden viele ältere Notrufsysteme in Aufzügen nicht mehr funktionieren. TÜV Süd rät Aufzugsbetreibern, ihre Systeme zeitnah zu überprüfen und sich über Nachrüstungen zu informieren. Ohne funktionierende Notrufsysteme dürfen Aufzüge nicht weiter betrieben werden.
Aufzüge gehören in Deutschland zu den überwachungsbedürftigen Anlagen, die wiederkehrend durch zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS) geprüft werden müssen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Funktionsfähigkeit der Notrufsysteme. „Wir überprüfen, ob das Zweiwege-Kommunikationssystem eine Verbindung zur ständig besetzten Stelle aufbaut, ob die Kommunikation zwischen dem Aufzugsnutzer und der besetzten Stelle funktioniert und ob es einen Notfallplan für eine möglicherweise nötige Evakuierung gibt“, erklärt Dieter Roas, Leiter des Geschäftsfeldes Fördertechnik von TÜV Süd.
Wenn der Notruf bei der Überprüfung funktioniert, kann der Aufzug auch mit 2G-Systemen weiter betrieben werden. Dennoch rät der Experte den Betreibern, ihre Anlagen zeitnah zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen: „Denn sobald das 2G-Netz abgeschaltet wird und das Notrufsystem ausfällt, darf die Anlage nicht mehr weiter betrieben werden.“ Ob Altbau oder Mietwohnung: Smart Home muss nicht kompliziert sein. Mit dem MDT homeXpert® Server lassen sich Jalousien kabellos automatisieren und weitere Funktionen Schritt für Schritt ergänzen – für mehr Komfort und Energieeffizienz. ‣ weiterlesen
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Sprachfähige Lösung erforderlich
Um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen, ist bei älteren Notrufsystemen auf 2G-Basis die Umrüstung oder der Austausch des Notrufmoduls bzw. des Gateways erforderlich. Aber auch bei 4G-fähigen Systemen sollten die Funktionsfähigkeit sowie Firmware, Netzprofile, SIM-Verträge und Sprachfähigkeit überprüft werden, mahnt Roas. „Ein 4G-Datenmodul allein reicht eventuell nicht aus, weil für den Notruf eine sprachfähige Lösung benötigt wird.“
Der VDMA und Aufzugshersteller gehen davon aus, dass etwa 400.000 Aufzüge in Deutschland von der Abschaltung der 2G-Netze betroffen sind. Vor diesem Hintergrund rät Roas dazu, die Überprüfung der Notrufeinrichtungen frühzeitig anzugehen. Zum einen würden aufgrund der hohen Zahl der umzurüstenden Anlagen sowohl Fachfirmen als auch Lieferketten voraussichtlich stark belastet, zum anderen könne es bereits heute aufgrund der Migration von Frequenzen in modernere Netze zu regionalen Einschränkungen in den 2G-Netzen kommen.
„Die Anforderungen sind bekannt und die Lösungsmöglichkeiten sind bekannt“, betont Dieter Roas. „Noch haben Aufzugsbetreiber genügend Zeit, sich zu informieren und die nötigen Maßnahmen vorzunehmen.“














