
Vertreter aus Politik, Industrie und Handwerk haben sich am Hauptsitz von Hager über bezahlbares und klimafreundliches Bauen ausgetauscht. An dem Treffen nahmen auch Bundesbauministerin Verena Hubertz, Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Vertreter von Hager, ZVEI und ZVEH teil. Im Mittelpunkt stand der Planungssatz Gebäudetyp E. Mit ihm sollen Planungsprozesse vereinfacht, Bauzeiten verkürzt und Kosten gesenkt werden. Der Ansatz sieht vor, Bauvorschriften und Komfortstandards für Bauherren und Architekten zu reduzieren. So soll erschwingliches und zukunftsfähiges Bauen möglich werden.
Hubertz betonte die Bedeutung neuer Wege im Bauwesen: „Wir sind auf innovative Ansätze angewiesen, um wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen für das Bauen und Wohnen von morgen zu etablieren.“ Daniel Hager erklärte, der Gebäudetyp E müsse Qualität, Standardisierung und Zukunftssicherheit vereinen. Erst dann biete er eine Basis, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen. „Bezahlbares und klimafreundliches Bauen sind kein Widerspruch“, sagte er.
Die beteiligten Verbände hoben hervor, dass eine starke Elektroinfrastruktur als zentrale Voraussetzung für die Dekarbonisierung des Bauwesens gilt. Dazu zählten auch Normen und Standardisierung. Die Vetreter von ZVEI und ZVEH warben dafür, künftig stärker die langfristigen Energie- und Betriebskosten in den Fokus zu nehmen – statt kurzfristiger Baukosten. Eine reduzierte Erstausstattung bei der Elektroinstallation könne zu höheren Nachrüstungen führen und den Wandel im Bauwesen verzögern. Hier böten Planungsnormen Sicherheit und Effizienz.
Abschließend besichtigten die Delegierten die Fertigung von Hager. Das Unternehmen stellte Lösungen für Energiemanagement, Ladeinfrastruktur und Gebäudeautomation vor.

















