Funkbasierte Zukunft der Sicherheitsbeleuchtung

E.ON Heizkraftwerk Neuss - Dank ihrer 
extremen Robustheit und Spitzenqualität ist die Proxima für den rauen Industrieeinsatz im Hilfskesselraum bestens geeignet.
E.ON Heizkraftwerk Neuss – Dank ihrer extremen Robustheit und Spitzenqualität ist die Proxima für den rauen Industrieeinsatz im Hilfskesselraum bestens geeignet. – Bild: Adolf Schuch GmbH

Ein entscheidender Vorteil von Limas Air Guard ist die kabellose Kommunikation über ein selbstorganisierendes Mesh-Netzwerk. Die einzelnen selbstversorgten Notleuchten vernetzen sich automatisch über die Casambi-Funktechnologie im 2,4-GHz-Bereich. Jede Leuchte verfügt über ein integriertes Funkmodell, das alle relevanten Betriebsdaten erfasst und weitergibt. Das Netzwerk organisiert sich selbstständig: Fällt eine Leuchte aus, bleibt die Verbindung der übrigen Komponenten stabil be- stehen. Dadurch ist die Kommunikation robust und ausfallsicher – selbst in weitläufigen Industrieanlagen mit mehreren Etagen oder metallischen Strukturen. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Installation. Da keine Busleitungen mehr verlegt werden müssen, entfallen aufwändige Verkabelungen und bauliche Eingriffe.

Sicheres Notlichtmanagement

Neue Leuchten lassen sich jederzeit hinzufügen, wodurch das System flexibel erweiterbar bleibt. Limas Air Guard arbeitet vollständig lokal und autark. Eine Cloud-Anbindung oder externe Server sind nicht erforderlich. Sämtliche Daten bleiben im Unternehmen, was die IT- und Datensicherheit deutlich erhöht. Zudem entstehen keine laufenden Kosten durch Abonnements oder Lizenzen. Betreiber profitieren somit von einer einmaligen Investition, die langfristig planbare Betriebskosten garantiert. Mit dieser Kombination aus Funktechnologie, Autonomie und Datensicherheit schafft Limas Air Guard die Basis für ein zuverlässiges und zukunftssicheres Notbeleuchtungssystem, das für Neubauten und Modernisierungen gleichermaßen geeignet ist.

In der Maschinenhalle sorgen die Hallenleuchten der Baureihe Triano Disc gemeinsam mit den selbstversorgten Funknotleuchten der Baureihe 164 für bestes Licht.
In der Maschinenhalle sorgen die Hallenleuchten der Baureihe Triano Disc gemeinsam mit den selbstversorgten Funknotleuchten der Baureihe 164 für bestes Licht.Bild: Adolf Schuch GmbH

Zentrale Steuerung und Integration ins Gebäudemanagement

Das Limas Air Guard Zentralgerät ist die Kommunikationsschnittstelle zwischen den Leuchten und der zentralen Steuerung. Bis zu 192 selbstversorgte Notleuchten können pro Einheit verwaltet werden. Über offene Schnittstellen lässt sich das Gerät in bestehende Gebäudemanagementsysteme integrieren, sodass Betriebszustände und Störmeldungen auch dort angezeigt werden. Für höchste Transparenz werden alle Prüfungen und Ereignisse revisionssicher dokumentiert, was einen wesentlichen Beitrag zur normkonformen Anlagenüberwachung gemäß DIN EN50172 VDE 0108-100:2024-10 darstellt. Eine Ergänzung stellt z.B. die Software Lichtmonitor dar. Sie visualisiert alle Leuchten in einem digitalen Gebäudeplan, zeigt deren Status und ermöglicht eine zentrale Verwaltung. Prüfungen, Wartungsintervalle und Fehlermeldungen werden übersichtlich auf einem Dashboard dargestellt. Durch automatische Benachrichtigungen und PDF-Protokolle ist der Betreiber jederzeit über den Zustand der Anlage informiert.

Vorteile auf einen Blick

  • Effizienter Betrieb: Zentrale Überwachung ersetzt manuelle Kontrollgänge und reduziert den Dokumentationsaufwand.
  • Kosteneinsparungen: Geringerer Wartungsaufwand und frühzeitige Fehlererkennung senken langfristig die Betriebskosten.
  • Erhöhte Sicherheit: Störungen werden sofort gemeldet, Ausfälle können schnell behoben werden.
  • Zuverlässige Kommunikation: Das selbstorganisierende Mesh-Netzwerk gewährleistet stabile Funkverbindungen.
  • Einfache Installation: Keine Verkabelung erforderlich, geeignet für Neubauten und Nachrüstungen.
  • Hohe Datensicherheit: Kein Cloud-Zwang, alle Daten bleiben lokal im System.
  • Zukunftsoffen: Erweiterbar, lichtmanagementfähig und kompatibel mit bestehenden Gebäudesystemen.

Aus der Praxis: Lichtmanagement und Beleuchtung im Gasheizwerk

Wie sich Limas Air Guard in der Praxis bewährt, zeigt das Beispiel eines großen Gasheizwerks. Dort galt es, eine be- stehende Beleuchtungsanlage mit unterschiedlichen Anforderungen an Hallen-, Feuchtraum- und Sicherheitsbeleuchtung umfassend zu modernisieren. Zum Einsatz kamen verschiedene Baureihen des Leuchtenentwicklers: Proxima und Triano Disc sorgen für energieeffizientes Licht in den Arbeits- und Technikbereichen, während MA-Z Funk-Notleuchten der Baureihe 164 KL mit Limas Air Guard die Sicherheitsbeleuchtung übernehmen. Insgesamt wurden 95 Funk-Notleuchten in drei Hallen über mehrere Stockwerke installiert. Die Notleuchten bilden ein stabiles Mesh-Netzwerk, das über Bluetooth miteinander kommuniziert. Über das Limas Air Guard Zentralgerät werden alle Leuchten verbunden, Betriebsdaten gesammelt, Störungen gemeldet und die vorgeschriebenen Funktions- und Betriebsdauertests automatisiert durchgeführt. So stammt beim Gasheizwerk alles aus einer Hand: Effiziente Beleuchtung plus intelligente Überwachung – eine Komplettlösung, die alle Anforderungen erfüllt.

Fazit

Mit Limas Air Guard präsentiert Schuch eine zukunftssichere Lösung für den sicheren und effizienten Betrieb von selbstversorgten Notleuchten. Die Kombination aus funkbasierter Vernetzung, automatisierten Prüfabläufen und intuitiver Software schafft ein leistungsfähiges Gesamtsystem, das die Anforderungen moderner Industrie- und Gewerbebauten abbildet. Für Betreiber bedeutet das weniger Aufwand, niedrigere Kosten und maximale Betriebssicherheit bei Normkonformität und Zukunftsfähigkeit. Limas Air Guard ist so nicht nur eine technische Lösung, sondern ein Schritt in Richtung intelligenter Gebäudesicherheit.