Smarte Technik für den Bestandsbau

Der Dimax wird per App mit Informationen versorgt.
Der Dimax wird per App mit Informationen versorgt.Bild: Theben AG

Der Gebäudebestand stellt Fachplaner zunehmend vor komplexe Herausforderungen – und zugleich vor erhebliche Chancen. Ein Großteil der Wohngebäude wurde vor Einführung moderner Energie- und Technikanforderungen errichtet und entspricht weder heutigen Effizienzstandards noch dem wachsenden Anspruch an Komfort, Sicherheit und Vernetzung. In diesem Kontext spielt die gebäudetechnische Nachrüstung eine zentrale Rolle bei der energetischen Sanierung und funktionalen Aufwertung bestehender Bausubstanz. Insbesondere bei Sanierungsvorhaben im bewohnten Zustand oder unter engen baulichen Rahmenbedingungen sind technische Lösungen gefragt, die sich mit geringem Eingriff in die Gebäudestruktur integrieren lassen. Gefordert sind Systeme, die einfach nachrüstbar, wartungsarm und möglichst interoperabel sind – etwa im Bereich HLK, dezentraler Energieversorgung oder Gebäudeautomation. Fachplaner übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Sie müssen nicht nur bestehende Anlagen bewerten und in neue Konzepte integrieren, sondern auch Schnittstellen zu anderen Gewerken berücksichtigen. Zeit Technologien zu betrachten, die sich für die Nachrüstung im Wohnbaubestand eignen.

Passt in jede Dose: Der Dimax hat extra kleine Abmessungen.
Passt in jede Dose: Der Dimax hat extra kleine Abmessungen.Bild: Theben AG

Findet Platz in jeder Dose

Schaut man ein bisschen tiefer in den Bestand und seine Elektroinstallation, zeigt sich z.B. ein typisches Problem in der Lichtsteuerung: Das ewige An-Aus ohne Möglichkeiten, in die Lichtintensität einzugreifen, ist nicht mehr das gewünschte Komfort-Level. Gleichzeitig soll die gewählte Lösung schnell und sauber einbaubar sein. Eingeschränkter Platz in vorhandenen Installationsdosen, keine Neutralleiter und begrenzte Leitungswege versperren den Weg zu mehr Komfort, Energieeffizienz und intelligenter Steuerung. Mit Mini-Dimmern wie dem Dimax 540 APP B von Theben gibt es Lösungen, die auf diese Rahmenbedingungen zugeschnitten sind: Eine kompakte, funktionsstarke und Bluetooth-Mesh-fähige Lichtsteuerung speziell für den Bestandsbau. Mit einer sehr kleinen Baugröße von nur 32,5 x 26,6 x 9,6mm lässt sich der Unterputz-Dimmer auch hinter bestehenden Tastern einsetzen – ohne zusätzliche Verdrahtung, da kein Neutralleiter erforderlich ist. Damit eignet sich die Lösung für Nachrüstungen in Altbauten mit klassischer Elektroinstallation. Die Inbetriebnahme erfolgt über App via Bluetooth, womit auch Lichtszenen, Zeitsteuerungen und Astroprogramme realisierbar sind – ganz ohne Steuerungsbus oder zentrales Gateway.

Ein besonderer Sicherheitsaspekt des TheMura Präsenzmelders ist das Orientierungslicht.
Ein besonderer Sicherheitsaspekt des TheMura Präsenzmelders ist das Orientierungslicht.Bild: Theben AG

Selbstorganisiertes Netzwerk

Ein Highlight ist die Bluetooth-Mesh-Funktionalität: Mehrere Geräte lassen sich im Gebäude zu einem selbstorganisierenden Netzwerk verbinden. So entsteht eine intelligente Lichtsteuerung mit hoher Reichweite und Ausfallsicherheit – auch über Stockwerke oder durch massive Wände hinweg. Der Dimax 540 APP B wird so zur skalierbaren Lösung. Für Fachplaner bedeutet das hohe Flexibilität bei wenig Installationsaufwand. Funktionen wie Überstrom- und Temperaturabschaltung, Nachtabschaltung bei aktiver Astrofunktion sowie die Unterstützung von LEDs, Glühlampen und Halogenquellen erhöhen die Betriebssicherheit und reduzieren Wartungskosten.

Länger unabhängig leben

Ein anderer Aspekt, der schnelle und einfach umzusetzende Lösungen erfordert, sind veränderte Ansprüche an eine Immobilie in Bezug auf den demografischen Wandel. Immer mehr ältere Menschen möchten ihr Zuhause langfristig bewohnen, benötigen für ein sicheres Umfeld jedoch technische Anpassungen. Eine klassische Unfallquelle sind nächtliche Toilettengänge im Dunkeln. Da das Licht einzuschalten oft bedeutet, „richtig“ wach zu werden und schlechter wieder einzuschlafen, huscht man schnell auf vermeintlich bekanntem Terrain ins Bad. Doch liegt etwas im Weg, ist es passiert. Die Lösung liegt in Bewegungsmeldern wie dem TheMura, der die Person automatisch erfasst und das Licht einschaltet. Die 2-Draht-Melder sind vor allem bei Renovierungen und Umbauten in Kombination mit einem Treppenlicht-Zeitschalter geeignet. Die 3-Draht-Melder finden ihren Einsatz auch in Neubauten und überzeugen als Präsenzmelder mit praktischen Zusatzfunktionen. Ein Sicherheitsaspekt des Präsenzmelders ist das Orientierungslicht. Es sorgt für mehr Sicherheit in Fluren und Treppenhäusern. Nach dem automatischen Abschalten des Hauptlichts bleibt es für eine Nachlaufzeit oder dauerhaft aktiviert.

Mehr Komfort durch Sanierung

Die Beispiele zeigen, dass es mit den richtigen Produktlösungen möglich ist, mit einfachen Mitteln erheblich höheren Komfort in Bestandsgebäuden zu etablieren. Die kleinen Veränderungen erzeugen große Wirkung und können auch zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels beitragen. Bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden zu leben, trotz körperlicher Einschränkungen, ist nicht nur der Wunsch der meisten Menschen, sondern auch eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Um ihnen länger ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, können diese technischen Lösungen dienen, indem sie Licht automatisch schalten und so die Sturzgefahr verringern, oder schwere Rollläden per Knopfdruck in Bewegung setzen. Es lohnt also in vielen Fällen, die Möglichkeiten der einfachen Sanierung und des Komfortzuwachses genauer in Betracht zu ziehen.